Der gelungene Online-Modus und die Connectivität zum DS zählen zu den Pluspunkten des Games.
Seit unzähligen Jahren belagern sie nun die Videospielkonsolen aus dem Hause Nintendo und so ziemlich jeder Ableger konnte bisher auch große Verkaufserfolge feiern. Die Rede ist natürlich von den Pokémon und ganz nebenbei bemerkt steht der Name Pokémon für Pocket Monsters. Die ganzen bisher erschienenen Pokémon-Videospiele aufzuzählen dürfte mittlerweile auch Pokémon-Fans nicht mehr so leicht fallen. Erscheinen doch äußerst regelmäßig neue Teile für unterschiedliche Systeme und mit Pokémon Battle Revolution ist seit Kurzem auch endlich ein Pokémon-Teil für Nintendos Wii erhältlich. Was euch der Titel bietet und ob sich der Kauf lohnt erfahrt ihr wie immer hier bei uns im Review.
Pokémon Battle Revolution
Der Hauptspielmodus bei Pokémon Battle Revolution ist der Colosseummodus, welcher allerdings auch leider der einzige wirkliche Einzelspielermodus des Spiels ist. Ein wenig mehr Umfang hätte es also ruhig sein dürfen, aber dazu später mehr. In diesem macht ihr euch auf nach Pokétopia um alle dortigen Pokémon-Kämpfer in den verschiedenen Kampfarenen zu besiegen. Zu Beginn stehen euch im Colosseummodus nur die ersten beiden Kampfarenen zur Verfügung und müsst die restlichen nach und nach mit Siegen in den Kampfarenen freischalten. So kämpft ihr euch bis zu den besten Pokémon-Trainern in Pokétopia vor. Habt ihr euch für eine Kampfarena entschieden müsst ihr zuerst diverse Vorgegner besiegen, bis ihr endlich gegen den Leiter antreten könnt.
Pokémon Battle Revolution
Mit dem Kampfsystem selbst dürften Pokémon-Fans absolut keine Probleme haben. Vor dem Kampf wählt ihr drei von euren sechs Pokémon aus, welche anschließend im Kampf eingesetzt werden können. Natürlich beginnt das Pokémon den Kampf, welches ihr zuerst ausgewählt habt. In der Kampfarena könnt ihr dann entweder eine der vier Attacken des Pokémon einsetzen, den Kampf aufgeben oder bei Bedarf das Pokémon mit einem der noch verfügbaren Pokémon tauschen. In Sachen Gameplay erwarten euch also beim besten Willen keine Überraschungen und nur die gewohnte Kost.
Das Speichersystem sorgt unter Umständen für Frust
Pokémon Battle Revolution
Zwar könnt ihr nach einem erfolgreichen Kampf in der Kampfarena speichern und somit das Spiel später an der selben Stelle fortsetzen und mit dem nächsten Gegner weiter machen ohne die bisher schon besiegten Gegner der jeweiligen Kampfarena nochmals bekämpfen zu müssen, allerdings hätte die Speicherfunktion schon verbessert werden können. Leider bietet euch das Spiel nämlich nur die Möglichkeit eine Schnellspeicherung vorzunehmen, dass heißt, das Spiel speichert den Spielstand an der jeweiligen Stelle und ihr könnt es auch wieder wie schon gesagt fortsetzen, dabei wird jedoch der Schnellspeicherspielstand wieder gelöscht und solltet ihr verlieren oder aus einem anderen Grund den Kampf nicht erfolgreich beenden (Stromausfall etc.) müsst ihr mit dem normalen Speicher wieder Vorlieb nehmen und müsst die jeweilige Kampfarena wieder von vorne beginnen. Gerade für Anfänger, welche in den Kämpfen vielleicht hier und da noch Fehler machen und nicht immer als Sieger vom Platz gehen eine mitunter frustrierende Angelegenheit. Zumal sich das Spiel ja auch oder vielleicht sogar vor allem an jüngere Videospieler richtet.
Auf die eigenen Pokémon müsst ihr nicht verzichten
Pokémon Battle Revolution
Wer auf die standardmäßigen Pokémon im Spiel keine Lust hat kann auch seine eigenen verwenden, sofern man einen Nintendo DS und wahlweise das Spiel Pokémon Perl oder Pokémon Diamant besitzt. Dank der Wireless-Möglichkeiten des Nintendo DS und der Nintendo Wii könnt ihr drahtlos eure eigenen Pokémon auf die Wii übertragen und in Pokémon Battle Revolution verwenden. Wer jedoch keines der beiden DS-Abenteuer besitzt muss auf Leihpokémon zurückgreifen, welche unterm Strich zwar nicht zwangsläufig schlechter sein müssen als selbst trainierte Pokémon, allerdings habt ihr bei diesen Leihpokémon logischerweise keinen Einfluss auf die Statuswerte oder die Attacken der Pokémon.
Pokémon Battle Revolution
Dabei habt ihr leider auch kaum Einfluss darauf, welche Pokémon ihr zu Beginn verwenden müsst, denn ihr könnt euch am Anfang lediglich einen Leihpass eines Trainers und seinen Pokémon aussuchen. Im Laufe des Spiels bekommt ihr zwar neue Leihpässe und könnt die Pokémon der Leihpässe untereinander tauschen, aber wenn ihr mit dem Spiel beginnt habt ihr diese Möglichkeiten natürlich noch nicht. Allerdings wäre es eine viel bessere Lösung gewesen, wenn man sich die Pokémon am Anfang aussuchen und selbst einen Kampfpass erstellen könnte.
Pokémon Battle Revolution
Ohnehin macht Pokémon Battle Revolution mit den DS-Versionen Pokémon Perl oder Pokémon Diamant gleich ungemein mehr Spaß, was nicht nur an der Möglichkeit liegt wie schon erwähnt eigene Pokémon auf die Wii übertragen zu können. So könnt ihr auch, sofern mindestens zwei Nintendo DS-Geräte und jeweils eine Pokémon-Edition vorhanden sind, mit den DS-Versionen gegeneinander antreten und kämpft mit den DS-Versionen drahtlos gegeneinander, das Spielgeschehen spielt sich jedoch auf dem Fernseher ab. Dabei könnt ihr die Kämpfe in besserer Grafik auf dem großen Bildschirm genießen und erteilt die Befehle etc. nach wie vor über die DS-Geräte. Mit Sicherheit kein weltbewegender Spielmodus, aber dennoch ein netter Zusatz für DS-Fans.
Auf geht's zum Einkaufsbummel
Pokémon Battle Revolution
Für Siege in den Kampfarenen erhaltet ihr immer wieder PokéCoupons welche ihr im Shop wieder nach Herzenslust verballern dürft. So könnt ihr euch neue Ausrüstungsgegenstände für euren Charakter kaufen wie Mützen, Hosen oder Rucksäcke und so das Aussehen nach euren Belieben ein wenig anpassen. Wer Pokémon Perl oder Pokémon Diamant besitzt kann sich zudem neue Gegenstände für die DS-Abenteuer bei Pokémon Battle Revolution kaufen und anschließend auf das Nintendo DS-Spiel übertragen. Daher gibt es für Besitzer der DS-Versionen natürlich noch einen größeren Anreiz PokéCoupon zu sammeln, denn die Ausrüstungsgegenstände für die Charaktere dürften kaum zum Durchspielen motivieren und taugen eher als Gimmick.
