Hellboy: The Science of Evil im Gamezone-Test

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Eine weitere Filmumsetzung die wir nur den eingefleischten Fans von Hellboy empfehlen können.

Wenn man den Namen "Krome Studios" hört, dann darf eigentlich aufgehorcht werden: Das australische Entwicklerteam hatte nämlich mit ihrem PSP-Spiel "Star Wars: The Force Unleashed" einen durchaus erfolgreichen Titel geschaffen. Unser aktueller Testkandidat "Hellboy: The Science of Evil" ist aber nicht der zweite Titel des Entwicklers, sondern vielmehr der das Erstlingswerk auf der PSP. Denn der rothäutige Dämon hatte in den USA bereits im Juni 2008 seinen ersten Auftritt auf dem Sony Handheld, konnte aber nur verhaltene Wertungen einfahren. Der Grund für die verschiedenen Veröffentlichungsdaten liegt auf der Hand: Denn das Spiel ist das Pandon zum Kinofilm "Hellboy - Die goldene Armee", welcher bei uns seit Mitte Oktober in den Kinos zu sehen ist. Doch was viele von euch bereits wissen - "Hellboy: The Science of Evil" bietet auch auf der PSP lediglich eine unterdurchschnittliche Leistung und kann zu keinem Zeitpunkt spielerisch überzeugen.

Hellboy: The Science of Evil Hellboy: The Science of Evil Eine Besonderheit der der "Hellboy"-Umsetzung für die PSP ist vor allem der Umstand einer fehlenden PS2-, Wii- oder DS-Version - Damit habt ihr lediglich auf den Next-Gen Konsolen Playstation 3 und Xbox 360 sowie dem Sony-Handheld die Möglichkeit mit dem Dämon, der von Rasputin im Auftrag der Nazis beschworen wurde, in den Kampf zu ziehen. Schon einmal ein Pluspunkt, wenn man bedenkt, dass es heutzutage Filmumsetzungen meist nicht mehr auf die PSP schaffen, sondern meist der DS bedient wird. Publisher Konami, welcher auf der PSP schon den einen oder anderen Erfolg feiern konnte, hat sich wohl dazu entschlossen entgegen dem Trend der Industrie dem Sony-Handheld die Stange zu halten. Schon in unseren Review zur Playstation 3-Version hattet ihr die Möglichkeit euch einen Eindruck von dem Spiel zu machen, welches auf der Konsole vor allem an einem monotonen Gameplay, kaum Story, wenige Gegnertypen und einer kurzen Spielzeit leidet.

Gähn - Kloppen bis der Arzt kommt

Hellboy: The Science of Evil Hellboy: The Science of Evil Vom Spielprinzip her erfindet "Hellboy: The Science of Evil" das Rad keineswegs neu: In alter Hack-n-Slay Manier kloppt ihr euch durch die linearen Schlauch-Level und trefft auf im wahrsten Sinne des Wortes "hirnlosen" Gegner. Durch den äußerst niedrigen Schwierigkeitsgrad fällt es auch Anfängern nicht schwer, die Gegnerscharen gegen Wände zu schmeißen oder ganz einfach weg zu hauen. Hört sich noch nicht sonderlich versprechend an oder? Okay, das scheinen auch die Entwickler bemerkt zu haben und spendieren euch im Spielverlauf immer wieder einige kleine Schalter-Rätsel, die das Spielgeschehen ein wenig auflockern sollen. Allerdings kommt zu keinem Zeitpunkt im Spiel so etwas wie Anspruch oder Ähnliches auf. Auch die Gegnervielfalt fällt keinesfalls üppig aus - so trefft ihr auf allerhand böses Getier und Untote wie beispielsweise Werwölfe, Hexen, Skelette, aggressive Urwald-Einwohner oder auch kleine Gnome.

Hellboy: The Science of Evil Hellboy: The Science of Evil Auch auf der PSP dürft ihr mit dem sympathischen Antihelden ebenfalls Teile der Umgebung demolieren - während man in den Konsolenversionen diese Trümmerteile aber noch als Wurfgeschosse missbrauchen darf, verschwinden diese auf dem Handheld schon nach wenigen Augenblicken. Aber auch das Schlag-Repertoire wurde gegenüber Heimkonsolen etwas abgeändert und den Eigenheiten der PSP-Steuerung angepasst. Ihr dürft dabei selbst auswählen ob ihr den Charakter lieber mit dem Analog-Nub oder dem Steuerkreuz navigieren wollt - beide Varianten lassen eine durchaus passable Kontrolle zu. Je nachdem mit welcher Steuerungs-Möglichkeit ihr besser zurechtkommt, könnt ihr mit dem anderen Steuerungsorgan der PSP das Inventar kontrollieren. Die vier Aktionstasten des Handhelds fungieren dann vor allem zur Bewältigung der Feinde.

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Mittelmaß wohin man auch schaut

Hellboy: The Science of Evil Hellboy: The Science of Evil Auch die technische Anpassung passt sich dem spielerischen Niveau an. Dabei kann die grafische Präsentation noch am meisten punkten, wenn man bedenkt, dass es sich hierbei um keinen PS2-Port handelt. Einige Texturen wirken sogar erstaunlich scharf und auch die Abwechslung der Szenarien kann durchaus überzeugen. Allerdings wird man den Eindruck nicht los, dass gerade bei weitläufigeren Levelabschnitten das Spiel von einem leichten Dauerruckeln überschattet wird. Sicherlich läuft die PSP-Version deutlich flüssiger als das PS3-Vorbild, dennoch sollte diese gelegentlichen Ruckler nicht unerwähnt bleiben. Wie bereits erwähnt, lässt sich die Umgebung in der Handheld-Version leider nicht so malträtieren wie noch auf der Konsole - die wenigen Dinge, die zerstört werden können, lösen sich nach einigen Sekunden wieder auf.

Hellboy: The Science of Evil Hellboy: The Science of Evil Die grafische Präsentation in "Hellboy: The Science of Evil" vermag zwar an einigen Stellen durchaus zu überzeugen, den Charme der Film- und Comicvorlage kann auf der PSP aber nicht eingefangen werden. Aber auch die soundtechnische Umsetzung hat so ihre Schwächen: Vor allem die fehlenden Stimmen in den Cut-Scenes vermiesen so etwas wie aufkeimende Atmosphäre und natürlich wird auch so der an einigen Stellen krampfhaft implementierte Humor des eigentlich saucoolen Protagonisten natürlich nicht vermittelt. Dafür machen sowohl Musik und die übrigen Soundeffekte einen soliden Eindruck, wenngleich auch sie keine Bäume ausreißen.

Meinung

Wertung zu Hellboy: The Science of Evil (PSP)

Wertung:

5.8 /10
Pro & Contra
Ad-Hoc Multiplayerteilweise passable GrafikSpeicherstand verrät Spielfortschritterscheint nur auf PS3360 und PSPauch für Anfänger geeignet
keine Stimmenmonotones Gameplaylineare Levelsanspruchslose Gegner-KIkaum Storywenige Gegnertypenalles schon einmal gesehenCharme der Comic- bzw. Filmvorlage wird nicht erreicht
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