Auch auf der PS3 bietet uns das Spiel einen gelungenen Coop-Mode, sieht aber deutlich schlechter aus als auf der 360.
Der aktuellste Ableger der Conflict-Reihe mit dem Untertitel "Denied Ops" führt uns diesmal um die ganze Welt. Auf der Suche nach dem Diktator eines Drittweltstaates, welcher versucht atomare Waffen in die Hände zu bekommen, sorgen wir auf drei verschiedenen Kontinenten für Ordnung. Wir, das sind zwei Spezialagenten der Special Activities Division (SAD), die wir entweder abwechselnd steuern, wenn wir das Spiel alleine zocken, oder gemeinsam mit einem Freund, denn die komplette Kampagne lässt sich auch im Koop-Mode spielen.
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Conflict: Denied Ops (dt.)
Schon vom ersten Augenblick an kann man sich in Conflict: Denied Ops voll auf das Spielgeschehen konzentrieren, denn die Steuerung geht absolut intuitiv von der Hand, alle Funktionen liegen genau dort wo man sie erwartet. Es bedarf jeweils nur eines einzigen Tastenklicks um die jeweilige Waffe nachzuladen, den Teamkameraden an eine bestimmte Stelle zu befehligen oder einen Sprengsatz zu platzieren. Ebenso einfach hechten wir mit einem einzigen Tastendruck über Mauern oder Vorsprünge, werfen eine Granate oder schalten in die Zoom-Ansicht unseres Gewehres. Im weiteren Verlauf des Spiels, wenn wir entsprechend Erfahrung gesammelt haben, bekommen wir zudem zusätzliche Ausrüstung für unser Waffenarsenal spendiert, meist, weil sie in den folgenden Missionen gebraucht wird. So verfügen wir schon recht bald über eine ansehnliche Waffensammlung und diverse Hilfsmittel, wie den Restlichtverstärker beispielsweise.
Conflict: Denied Ops (dt.)
Wie schon erwähnt, lässt sich auch die komplette Kampagne zu Zweit im Koop-Mode spielen. Zwar ist es dem zweiten Spieler nicht möglich direkt an einer laufenden Singleplayer-Session teilzunehmen, das aktuelle Spiel muss erst gespeichert und beendet werden, sodann jedoch kann man exakt an der Stelle fortfahren an der man das Spiel gespeichert hat. Wie schon fast üblich bei derlei Games ist es den Spielercharakteren nur schwer möglich zu sterben, werden sie angeschossen können sie bis zum Ablauf eines Countdowns von ihrem Kameraden per Adrenalinspritze wiederbelebt werden. Spielt man alleine, schaltet man in so einem Augenblick auf den jeweils anderen Charakter um und sucht den Niedergestreckten auf um ihm die lebensnotwendige Adrenalinspritze zu geben. Spielen wir hingegen zu Zweit, hilft nur lautes Rufen, bis einem der Mitspieler aus der Misere befreit. Einzig wenn beide Spielercharaktere ihr Lebenslicht aushauchen gilt die Mission als gescheitert und man muss vom letzten Checkpoint aus neu einsteigen, kann alternativ aber auch das komplette Kapitel neu starten.
Conflict: Denied Ops (dt.)
Die Checkpoints sind aber recht fair gesetzt, wofür man besonders in den späteren Kapiteln recht dankbar ist, auch wenn es uns die Entwickler nicht zu leicht machen und keine Checkpoints während entscheidender Auseinandersetzungen gesetzt haben. Könnte man anfangs noch meinen die Gegner-KI wäre eher von der durchschnittlicheren Sorte, überzeugt sie einem schon bald vom Gegenteil. Besonders wenn die anvisierten Feinde immer genau dann, wenn das Fadenkreuz richtig sitzt, weglaufen, oder im Zickzack durchs MP-Feuer, könnte man meinen es mit richtigen Spielern zu tun zu haben. Man sollte allerdings Abstand vom leichten Schwierigkeitsgrad nehmen, denn da verdummen die NPCs regelrecht und mutieren zum Kanonenfutter. Auch sehr schön zu sehen, dass sie offensichtlich das Manöver des Flankierens beherrschen, oder Blend- und Rauchgranaten einsetzen um uns die Sicht zu rauben während sie sich anschleichen. Dies in Kombination mit der immer auf Teamwork ausgelegten Herausforderungen, erzeugt manch spannende und fordernde Situation.
Conflict: Denied Ops (dt.)
Spielen wir das Game alleine, können wir nicht nur jederzeit zwischen den beiden Charakteren wechseln, wir können dem anderen auch direkte Befehle erteilen, wie sich an eine bestimmte Position zu begeben, einen bestimmten Feind anzugreifen oder ein Fahrzeug zu besetzen. Diese scheinen meist für zwei Spieler ausgelegt, egal ob es das schwer zu lenkende Hovercraft ist oder der brutale Panzer, ein Charakter übernimmt die Steuerung und der zweite die jeweiligen Waffensysteme. Der Clou an der Sache ist, dass man sich als derjenige der die Waffen besitzt nicht einfach darauf verlassen muss, dass der CPU-Charakter den richtigen Weg findet, denn nach wie vor können wir ihm Befehle geben und ihn anweisen wohin er fahren soll.
Zum Koop-Mode bleibt noch zu sagen, dass man ihn nicht nur, wie so manch ähnlicher Vertreter des Genres, über das Netz spielen kann, es ist auch möglich ihn ganz klassisch per Splitscreen an einer Konsole zu zocken. Die gebotenen Multiplayer-Varianten lassen sich zudem auch per lokal miteinander vernetzter Konsolen bzw. PCs spielen.
Puncture Technologie?
Conflict: Denied Ops (dt.)
Was einem recht schnell ins Auge sticht ist die herrliche Physik-Engine, welche uns glauben lässt, als wäre wirklich jedes Objekt im Spiel zerstörbar. Das geht soweit, dass man mit dem Panzergeschütz beispielsweise ganze Häuserwände einstürzen lassen kann. Trotzdem war es ein viel unauffälligeres Feature welches uns regelrecht begeisterte, nämlich die Möglichkeit in Bretterverschläge oder dünne Mauern ein Loch schießen zu können, um es fortan wie eine Schießscharte benutzen zu können. Auf diese Weise kann man zumindest vorübergehend aus der sicheren Deckung heraus agieren, zumindest so lange, bis sie einem unter den Füssen weggeschossen wird. Doch neben den "fassbaren" Objekten selbst simuliert die Engine auch die Atmosphäre hervorragend. Explosionen vertreiben den Staub physikalisch korrekt, und die Hubschrauber lösen fast schon einen Orkan aus, wenn sie zu tief herunter kommen.
Conflict: Denied Ops (dt.)
Doch was ist auf der PS3 mit der Grafik passiert? Hat man vorher die 360er-Version gesehen, meint man ein komplett anderes Spiel zu spielen. Denn die PS3-Version musste deutlich federn lassen, die Texturen wirken plötzlich flach und unstrukturiert, Kanten und ganze Flächen flimmern und springen, auf dass die Augen zu tränen beginnen, und mit Tearing-Problemen hat das Spiel auf der PS3 ebenfalls zu kämpfen. Ja sogar die atmosphärischen Effekte scheinen reduziert worden zu sein. Wo man auf der 360 in dichtem Qualm steht während die Partikel um einen herum fliegen, herrscht auf der PS3 klarstes Wetter.
Conflict: Denied Ops (dt.)
Davon abgesehen aber, bekommen wir auch auf der PS3 die sehr unterschiedlichen Settings geboten. Egal ob es die trockene Wüste, die unübersichtliche Stadt oder die tiefgefrorene Arktis ist, allesamt sorgen sie für die erwünschte Abwechslung während des Spielens. Denn genau davon bietet uns Conflict: Denied Ops erstaunlich viel, aus den gebotenen Settings hätten andere Studios drei einzelne Spiele gemacht. So aber sorgt dieser Umstand dafür, dass man kaum das Pad bzw. die Maus aus der Hand legen kann, weil man nur noch schnell den nächsten Abschnitt sehen will, und was sich die Entwickler dort wieder für Überraschungen einfallen haben lassen.
