Auch die PS3-Version bietet uns das gewohnt einfache Gameplay, worüber sich besonders der Gelegenheitsspieler freuen dürfte.
Selbiges trifft übrigens auch auf die implementierten Felder bzw. Arenen zu. Unterschiede der einzelnen Playfields sind meist kaum zu erkennen oder sehr marginal und würde nicht zumindest der Hintergrund wechseln, könnte man fast meinen, man wäre immer am selben Ort. So zumindest gibt sich ein Spielchen in New York deutlich urbaner als eins in Miami - allerdings merkt man dies auch nur bei der Kameratotalen, denn auf dem Spielfeld selbst verschwindet der Hintergrund im Dunkel der Nacht, der Standardspielzeit in "NFL Tour".
NFL Tour
Aber man täte dem Titel durchaus Unrecht, wenn man jetzt alles schlecht reden würde. Gerade in Bezug auf die Technik kann er nämlich durchwegs begeistern. Die Engine läuft zu jedem Zeitpunkt absolut flüssig, Performanceeinbrüche sind kaum zu erkennen und Grafikprobleme, wie Clippingfehler oder ähnliches, sucht man vergebens. Ebenso sind die Spielermodelle selbst sehr realistisch gezeichnet und ein gewisser Wiedererkennungswert von Favre und Co. wird durchaus geboten. Überhaupt wird die Lizenz EA-typisch wieder gut ausgenützt. Und so werdet ihr neben allen Teamlogos, auch sämtliche Stars der NFL innerhalb des Titels wieder finden. Weniger Sorgfalt hat der Publisher bei der Lokalisierung walten lassen. Obwohl das Cover eine komplett Übersetzung - ohne Sprachausgabe - verspricht, findet man im Spiel selbst kein einziges deutsches Wort. Wäre an sich nicht so schlimm, wenn wenigstens das Handbuch einen gewissen Standard erfüllen könnte. Leider kommt dies aber mit nur ein paar Seiten und einer sehr dürftigen Erklärung daher.
