Eine Tiersimulation die auf der Hana Deka-Marke des japanischen Fotografen Yoneo Morita basiert.
Mit Nintendogs gelang Nintendo vor einigen Jahren ein enormer Erfolg auf dem Nintendo DS und nicht nur die Fachpresse sondern auch viele Zocker waren von der Tiersimulation begeistert. Zwar erfand Nintendo das Genre nicht neu und es gab auch zuvor schon vereinzelte Tiersimulationen im Videospielbereich doch es scheint als ob der Nintendo DS mit seinen einzigartigen Fähigkeiten perfekt für dieses Genre geeignet wäre. Da wundert es auch kaum, dass diverse Firmen ähnliche Spiele und allgemein Tiersimulationen für den Nintendo DS auf den Markt brachten um ein Stück vom Kuchen ab zu bekommen. Eine dieser Tiersimulationen heißt Hana Deka Club - Meine Haustierfarm und ob sich Tierliebhaber diese einmal näher ansehen sollten verraten wir euch in unserem Review.
Das Spiel basiert auf der bekannten und erfolgreichen Hana Deka-Marke des japanischen Fotografen Yoneo Morita, welcher für seine mit Weitwinkelobjektiven fotografierten Fotos bekannt wurde. Im Spiel gibt es auch über 300 originale Fotos von Yoneo Morita, welche sich freispielen lassen und so als zusätzliche Belohnung auf die Zocker warten.
Euer Onkel und eure Cousine brauchen eure Hilfe
Hana Deka Club: Meine Haustierfarm
Bevor das Spiel los geht müsst ihr den gewünschten Namen für euren Charakter aussuchen und anschließend findet ihr euch schon an einem Bahnhof wieder, wo ihr von eurer Cousine abgeholt werdet. Euer Onkel und eure Cousine wohnen auf einer kleinen Farm und fotografieren gerne Tiere. Doch leider sind beide offenbar nicht gerade geschickt im Umgang mit Tieren und daher sollt ihr den beiden helfen und euch mit den verschiedenen Tieren anfreunden, damit die beiden von den Tieren Fotos schießen können. Nach einer kurzen Erläuterung eures Onkels und eurer Cousine kann es schon los gehen und ihr müsst das Haus verlassen und euch um das erste verfügbare Tier kümmern.
Wobei es vielleicht ein bisschen viel gesagt wäre, dass ihr euch um das Tier kümmern müsst. Vielmehr müsst ihr euch mit dem Lebewesen anfreunden und ihr müsst seine Zuneigung gewinnen. Zu Beginn steht euch nur das erste Tier auf einer Übersichtskarte zur Verfügung. Die Übersichtskarte bietet euch diverse Ortschaften wie Farm, Strand, Park oder Berg und anhand kleiner Symbole an den jeweiligen Ortschaften könnt ihr sehen, ob dort verfügbare Tiere oder sogar neue Tiere vor Ort sind.
Baut euch eine Freundschaft zu den Tieren auf
Hana Deka Club: Meine Haustierfarm
Habt ihr euch für ein Tier entschieden müsst ihr diesem erst einmal einen Namen geben und nach der Wahl des Namens könnt ihr euch mit dem Tier beschäftigen und verschiedene Aktionen auswählen. Dazu steht euch im unteren Bildschirm ein Kümmern-Menü zur Verfügung, welches die diversen Aktionen wie Streichen, Füttern, Bürsten oder Spielen beinhaltet. Außerdem ist im unteren Bildschirm auch die wichtige Freundschaftsanzeige zu sehen, welche aus zehn Herzen besteht, die logischerweise am Anfang noch alle leer sind. Nun liegt es an euch Zeit mit dem Tier zu verbringen, damit es euch mag und sich somit die Freundschaftsanzeige füllt.
Hana Deka Club: Meine Haustierfarm
Zu Beginn solltet ihr das jeweilige Tier erst einmal streicheln und die entsprechende Aktion im Kümmern-Menü auswählen. Nun wechselt die Perspektive und ihr könnt euch um 360° um das Tier drehen und es mit Hilfe des Stylus und entsprechenden Bewegungen streicheln. Logischerweise hat jedes Tier seine eigenen Vorlieben wo es gestreichelt werden möchte und so wird mit Symbolen angezeigt, ob das Tier die Streicheleinheiten von euch mag oder ob ihr euch lieber eine andere Stelle suchen solltet. Habt ihr eine geeignete Stelle gefunden solltet ihr das Tier eine Zeit lange streicheln und schon nach wenigen Momenten sollte die Meldung kommen, dass euch das Tier mag und ihr könnt sehen, wie sich die Freundschaftsanzeige mit Herzen füllt.
Hana Deka Club: Meine Haustierfarm
Das jeweilige Tier ruft nun jedoch noch einen oder mehrere Freunde in Form von neuen Tieren, welche sich nun auf der Übersichtskarte zeigen und auswählen lassen. Habt ihr euch gut genug um eines der Tiere gekümmert und genügend Herzen in der Freundschaftsanzeige erhalten können euer Onkel beziehungsweise eure Cousine Fotos von dem Tier knipsen und diese stehen anschließend als Belohnung in eurem Fotoalbum zur Verfügung. Um alle Fotos von einem Tier zu erhalten müsst ihr natürlich die komplette Freundschaftsanzeige mit Herzen füllen, was jedoch im Normalfall auch nicht sonderlich lange dauern sollte. Damit nicht genug schaltet ihr von Zeit zu Zeit noch als zusätzliche Belohnung Minispiele frei.
Tolle Fotos von Yoneo Morita warten auf euch
Hana Deka Club: Meine Haustierfarm
Wie eben schon erwähnt gibt es Fotos der Tiere als Belohnung. Aber keine Angst, ihr bekommt nicht irgendwelche Fotos in Spielgrafik sondern logischerweise originale Fotos des bekannten Fotografen Yoneo Morita. Diese könnt ihr im Fotoalbum ansehen und sind wirklich super gelungene und hübsche Fotos, welche sich hervorragend als Motivation eignen dürften. Hier muss man die Entwickler loben, denn es ist wirklich eine schöne Idee originale Fotos von Yoneo Morita als Belohnung im Spiel zu verwenden. Dies bietet sich aber bei einem Spiel, welches auf der Marke Hana Deka von Yoneo Morita basiert, auch an.
Wenig Abwechslung und ein geringer Umfang dämpfen den Spielspaß
Hana Deka Club: Meine Haustierfarm
Das Spiel macht eine Menge Spaß und wer Tiere mag kommt auch garantiert auf seine Kosten. Leider ist der Titel aber auch ein wenig abwechslungsarm und im Grunde läuft bei jedem der achtzehn verschiedenen Tiere das Spiel gleich ab. Streicheln, Füttern, ab und an spazieren gehen und hin und wieder mal bürsten und baden. So läuft das Spiel bei jedem der Tiere ab und irgendwann wünscht man sich auf jeden Fall ein wenig Abwechslung. Zwar gibt es auch diverse Minispiele, welche sich freischalten lassen, diese sind jedoch auf Dauer sehr langweilig und machen nur für ein paar Spiele zwischendurch Spaß. Außerdem sind die Minispiele für ältere Zocker nur bedingt geeignet, das diese viel zu einfach und auch ein wenig zu kitschig zum Teil sind.
