Interessante Standalone Fortsetzung der Warhammer-Reihe, langsam muss aber etwas Neues her.
"In der Schlacht gilt nur ein Gesetz: Siegen oder Sterben!"
Ja liebe Leser, so sieht es aus. Die Welt von "Dawn of War", die dem Warhammer-Universum entstammt, war von jeher keine allzu freundliche, denn schon seit dem weit entferntem Jahr 2004 ballern Orks gegen Space Marines, Necrons gegen Eldar und Alles gegen Jeden! Und das hat sich in der neustem Umsetzung auch (glücklicherweise) nicht verändert!
Warhammer 40.000: Dawn of War: Soulstorm
Zu aller erst die gute Nachricht für alle Neueinsteiger der DoW-Serie: Der Vorgänger Warhammer 40k: Dawn of War wird zum Spielen nicht benötigt, denn Soulstorm ist im Prinzip ein selbstständig lauffähiges Spiel. Und selbst wenn man die Vorgänger nicht hat, so kann man dennoch im Multiplayerteil die Völker eben dieser Spiele auswählen und mit ihnen in die Schlacht ziehen. Ein Nachteil entsteht in Online-Gefechten also nicht. Ganz im Gegenteil. Denn das Spiel ganz besonderen Wert auf seine Mehrspielertauglichkeit. Immerhin sind komplett 114 Karten bespielbar, mehr dazu gibt es jedoch später. Zu den bereits bestehenden sieben Völkern des Spieles, den Eldar, Orks, Chaos Space Marines, Imperiale Armee, Space Marines, Tau und Necrons, kommen nun zwei weitere dazu: Dark Eldar und Adeptus Sororitas. Diese beiden Einheiten perfektionieren die Balance nahezu und ermöglichen noch taktischere Gefechte als bisher.
Mensch gegen Computer
Warhammer 40.000: Dawn of War: Soulstorm
Doch neben Mehrspieler- und Skirmish-Gefechten liefert Soulstorm auch wieder eine erstklassige Solokampagne ab. Doch wir spielen diesmal nicht nur um ein Land oder einen Planeten, nein, Ziel ist es, ein komplettes Sonnensystem einzunehmen! Dieses sehen wir im Strategiemodus vor uns, können Truppen verteilen, verstärken und fremde Planeten angreifen und erobern. Pro Runde können wir einen Zug machen, sprich entweder Truppen bewegen oder ein angrenzendes Gebiet angreifen. Wie im bekannten Brettspiel Risiko bekommen wir so für jeden eroberten Gebietsteil Punkte, die wir in unsere Truppen stecken können um sie aufzurüsten. Sobald wir zum Angriff blasen wechselt das Fenster von der statischen Überblickskarte herab auf das Schlachtfeld, dass sich dann wieder in bester Echtzeit-Manier spielt: Truppen ausheben, Gegner suchen, Gegner vernichten. Zwar gibt es hier auch Unterschiede und andere Missionsziele wie "Erobern und halten von Strategischen Punkten", "Attentat" oder "Hauptquartier zerstören", nach einer Weile spielt sich aber jede Mission gleich. Ganz schrecklich erwiesen sich "Annihilate"-Missionen, teilweise mussten wir nach getaner Arbeit noch eine einzige, letzte Einheit suchen, die sich irgendwo auf der Karte versteckt und nichts mehr tut... Abwechslung gibt es bei dem Spielprinzip leider kaum, auch die Verteidigungsmissionen ändern da nur reichlich wenig dran. Denn sobald wir unseren Zug als beendet erklären sind alle anderen Fraktionen an der Reihe, kloppen sich untereinander die Köpfe zu Brei um ihr Territorium zu erweitern und trauen sich sogar, uns anzugehen. Sobald eines unserer Ländereien angegriffen wird haben wir die Möglichkeit, selbst als Heerführer hinab auf den Planeten zu wechseln oder das Gefecht automatisch durch Angriffs- und Verteidigungswerte der Armeen zu entscheiden. Bei der Verteidigung eines Gebietes steht jeweils eine Basis bereit, die wir zuvor im Taktikmodus für Requisitions-Punkte kaufen konnten und müssen den Angreifer wieder vertreiben.
Warhammer 40.000: Dawn of War: Soulstorm
Interessantes Feature am Kampagnenmodus, das oft zum weiterspielen anregt: Der Commander. Diesen können wir, wenn wir besonders gelungene Schlachten geschlagen haben oder besonders knifflige Gegner in die Knie zwangen, mit extra Ausrüstung wie einem verbesserten Stab, einer Rüstung und ähnlichem ausstatten, sodass er fortan in allen weiteren Missionen Boni erhält, Boni an Einheiten in seiner Nähe vergibt oder gar neue Angriffe lernt, die durchaus das Ergebnis einer Schlacht beeinflussen. Ausserdem sieht natürlich ein vollausgerüsteter Necron-Commander mit leuchtendem Stab, einer mordscoolen Rüstung und allem Schnickschanck viel gefährlicher aus, als ohne. Sammelwütige haben auf jeden Fall ihren Spaß
