Innovation durch lustige Rätselfragen. Aber reicht das auch, um gegen die harte Konkurrenz bestehen zu können?
So ein menschliches Gehirn ist ja schon was Tolles. Man kann unendlich viel damit anstellen und es erledigt so viele Dinge auf einmal. Möglicherweise ist es einfach nur eine Ehrung dieses spektakulären Organs, wenn haufenweise Spiele erscheinen, die es fitter machen und trainieren wollen. Ok, Profitgier trifft es vielleicht doch eher. Aber es ist ja nicht so, dass alle Hirn-Trainer nur dreiste Kopien von Meister Kawashima darstellen. Manche Entwickler haben sich durchaus auch selbst etwas Kreatives einfallen lassen, doch leider sind das die allerwenigsten. Brain-Games gibt es wie Sand am Meer, wirklich gute hingegen haben Seltenheitswert. Was ist mit "MinDStorm"? Sandkörnchen oder echte Perle?
Training für die grauen Zellen
Mindstorm: Train Your Brain
Wie ein Hirnspiel aufgebaut ist, sollte so langsam jeder wissen. Es gibt verschiedene kleine Aufgaben, die man unter Zeitdruck erfüllen muss und am Ende bekommt man in irgendeiner Form präsentiert, wie gut oder schlecht man war. Auch "MinDStorm" macht da keine Ausnahme. Ein richtiges Menü gibt es nicht, sondern nur eine Leiste mit vier Begriffen "Ort, Frei, Rätsel, Rekord". Unter "Ort" kann man aussuchen, wo man sich gerade befindet. Zu Hause, in der Pause oder unterwegs. Außerdem lassen sich die Optionen Beginner und Fortgeschritten wählen. Der Unterschied bei diesen ganzen Begriffen besteht aber lediglich darin, dass verschiedene Aufgaben an euch gestellt werden, die unterschiedlich schwer sind. In "frei" hingegen kann man sich selbst aussuchen, welche Minigames man absolvieren möchte. Es gibt folgende zehn Stück:
Logik
Hierbei handelt es sich um die berühmt berüchtigten Fragen, in From von: "Fritz ist drei Jahre jünger als Franz, aber vier Jahre älter als Moni. Jenny ist zwei Jahre älter als Fritz. Lisa ist die Älteste. Hans ist acht Jahre jünger als Fritz. Wer ist der Jüngste?" Man bekommt dann drei Antwortmöglichkeiten und muss innerhalb weniger Sekunden erstmal einen Haufen Text lesen und dann auch noch die richtige Antwort finden. Gar nicht so einfach!
Schema
Es geht darum, ein bestimmtes Schema zu erkennen und fortzusetzen. Ein Beispiel: 2, 4, 5, 10, 11, 22, 23, 46 was käme als nächste Zahl? Antwort: 47, denn die Reihe wird immer erst verdoppelt (das Doppelte von 2 ist 4) und dann eins dazu gezählt (4 + 1 = 5), dann wieder verdoppelt und so weiter.
Labyrinth
Dieses Minispiel kennt man auch unter dem Begriff "heißer Draht". Man muss eine kleine Kugel mit dem Stylus antippen und dann durch ein enges Labyrinth bis ans Ziel führen, ohne an die Wände zu stoßen. Dabei kommen einem sich drehende Balken in die Quere oder besonders schmale Stellen, die das ganze erschweren.
Münzen
Auf dem oberen Screen liegen wahllos ein paar Münzen herum. Auf dem unteren befindet sich die gleiche Anzahl Münzen, allerdings bilden diese ein bestimmtes Muster. Dieses Muster muss nun mit den Münzen auf dem oberen Screen gelegt werden, während aber nur eine bestimmte Anzahl Münzen verrückt werden darf. Klingt komplizierter als es ist.
Formen
Der Bildschirm zeigt ein paar Figuren, die direkt aus Tetris stammen könnten. Sie müssen durch Drehen in eine bestimmte Form eingefügt werden, ohne dass noch Löcher entstehen oder etwas über die vorgegebene Form hinaus steht.
Suche
Auf dem Touchscreen sind jede Menge Rechtecke, Dreiecke und andere Formen und Striche kreuz und quer angeordnet. Man erhält eine bestimmte Vorgabe und muss daraufhin die verlangte Figur suchen. Beispielsweise "finde das größte Viereck". Dieses muss man dann per Stylus umfahren und auf "ok" tippen.
15 PZL
Dieses Schiebe-Puzzle ist bei Kindern meist sehr beliebt. Es gibt ein Viereck, das 4 * 4 (also 16) Felder beinhaltet. Eines davon ist leer. Die Teile in diesem Viereck sind wild durcheinander und man soll sie wieder so zusammenfügen, dass sie das Bild ergeben, welches auf dem oberen Bildschirm zu sehen ist. Man muss also fleißig hin und her schieben.
Teilung
Sinn dieses Spiels ist es, alle Münzen durch Linien voneinander zu trennen. Die Linien werden mit dem Stylus gezeichnet und es steht einem nur eine vorgegeben Anzahl davon zur Verfügung. Wenn nur zwei Münzen auf dem Bildschirm zu sehen sind, dann ist das ja noch ziemlich einfach, weil man dann nur eine Linie zwischen den beiden Münzen zeichnen muss, um sie voneinander abzutrennen. Wenn nun aber neun Münzen vorhanden sind und man nur fünf Linien zeichnen darf, wird das schon schwieriger.
Karte
Hier geht es um Geographie. Es wird ein bestimmter Kontinent oder ein Teil davon angezeigt. Ihr bekommt nun ein paar Länder an die Hand und müsst diese an die richtige Stelle des Kontinents setzen. Dafür muss man sich aber nicht wirklich auskennen, denn die Staaten sind durch ihre Grenzen eingezeichnet und es reicht, wenn man sich nach der Form richtet, diese so schnell wie möglich auf der Karte findet und den Staat an die entsprechende Stelle setzt (und eventuell noch vorher drehen muss).
Fehler
Beide Bildschirme zeigen das gleiche Bild. Oder doch nicht? Irgendwo haben sich ein paar Fehler eingeschlichen. Die Bilder sind in 16 Teile untergliedert, damit man den Teil antippen kann, in dem man einen Fehler gefunden hat.
Die Minispiele sind allesamt nichts Besonderes. Gewöhnliche Aufgaben, die man ähnlich schon an anderer Stelle gesehen hat.
