Ikaruga im Gamezone-Test

Test ElBurro1

Sowohl spielerisch als auch technisch vermag die aufgebohrte HD-Variante von Ikaruga immer noch zu begeistern.

Bereits auf der Dreamcast konnte "Ikaruga" aus dem Hause Treasure voll und ganz überzeugen - als Shooter der alten Schule und zudem inoffizieller Nachfolger von "Radiant Silvergun" aus dem Jahre 1998 konnte zu seinem Release vor gut sechs Jahren viele Zocker überzeugen. Der Titel genießt mittlerweile Kultstatus, was nicht zuletzt daran liegt, dass vor ein paar Jahren noch eine Gamecube-Version erschienen ist. Entwickler der 360-Arcade Version sind wie schon damals die Jungs und Mädels von Treasure, die ihr vielleicht noch von anderen Titeln wie beispielsweise Radiant Silvergun (Saturn), Gradius V (PS2) oder auch Bleach: The Blade of Fate (DS) kennt. Seit wenigen Tagen nun ist Ikaruga in einer aufgebohrten HD-Variante auf dem Xbox Live-Marktplatz für 800 Microsoft Points erhältlich. Das ließen wir uns natürlich nicht entgehen und schildern euch im folgenden Review unsere Eindrücke zum Titel.

Ikaruga Ikaruga Die rund 50 Megabyte große HD-Version des Kultshooters kommt wie schon damals mit einer eher simplen und leicht verdaulichen Story daher: So schlüpft ihr in die Rolle des Piloten Shinra und versucht gegen die schier übermächtigen Widersacher deren Weltherrschaftsansprüche zu verhindern. Das Problem: Euer fliegendes Vehikel verfügt über keinerlei übermächtige Waffen, sondern lediglich über eine Standard-Kanone sowie eine aufladbare Spezialattacke. Der Clou liegt allerdings in einem anderen Aspekt: Rein theoretisch seid ihr nämlich nicht auf die Waffen angewiesen. Das hört sich für einen Shooter recht unglaubwürdig an, doch all diejenigen unter euch, die sich schon einmal mit dem Spielkonzept hinter Ikaruga beschäftigt haben, wissen wovon ich spreche - es dreht sich alles um die Farben schwarz und weiß. Denn nicht nur die Gegner treten unter diesen Farben auf, auch euer Raumgleiter lässt seine äußere Erscheinung in wandeln: Die Bösewichte rücken euch nämlich mit schwarzen und weißen Geschossen auf die Pelle, was zur Folge hat, dass ihr auch jeweils euer Schiff zwischen diesen Farben wechseln müsst, wollt ihr nicht schon frühzeitig ins Gras beißen.

Einfach mal anders sein

Ikaruga Ikaruga So könnt ihr mit einem weißen Schiff feindliche Schüsse in dieser Farbe absorbieren, den schwarzen Geschossen lässt sich dann logischerweise mit einem ebenso gefärbten Schiff die zerstörerische Wirkung nehmen. Den Feinden selber solltet ihr dann aber mit der jeweils gegenteiligen Farbe nach dem Leben trachten, denn hier ist es effektiver z.B. mit einem weißfarbigen Schiff schwarz gefärbte Gegnerhorden anzugreifen - ganz einfach aufgrund der Tatsache, dass diese Variante doppelt so effektiv ist wie mit einem ebenfalls schwarzen Schiff anzugreifen. Wie bereits angesprochen, könnt ihr aber auch versuchen auf jeglichen Waffeneinsatz zu verzichten und euch jeweils absorbierend durch die Level schlagen - aber auch durch die normale Spielvariante habt ihr genug zu tun, denn Ikaruga HD hat wie schon damals einen außerordentlich anspruchsvollen Schwierigkeitsgrad.

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Zwar waren die Entwickler so gnädig drei verschiedene Schwierigkeitsgrade und die Möglichkeit von bis zu fünf "Continues" einzubauen, dennoch bleibt das Spiel mit seinen insgesamt fünf Levels gerade für Anfänger eine schwierige Angelegenheit. Oftmals müssen via dem bekannten "Trial & Error"-Prinzip die schwierigen Passagen in einem Level bewältigt werden. Zwar ist dies auf der einen Seite frustrierend, andererseits macht aber wohl gerade dieses Prinzip einen guten Shooter aus. Neben den normalen Gegnern erwartet euch jeweils zu Levelende ein fordernder Endgegner. Diese sind naturgemäß nicht einfach zu bewältigen, sondern haben bestimmte Schwachstellen, welche natürlich nicht so ohne weiteres zu treffen sind.

Replay, Koop und Erfolge

Ikaruga Ikaruga Kommt es vielleicht einmal vor, dass ihr an einer Stelle des Spiels absolut nicht weiterkommt oder es einfach nicht schafft die bestmögliche Punkteausbeutung zu erreichen, dann solltet ihr euch die Replayfunktion ein wenig genauer zu Gemüte führen. Die Entwickler haben euch hierbei die Möglichkeit gegeben, eigene Replays aufzunehmen oder auch diejenigen anderer XBox Live Spieler zu betrachten. So könnt ihr beispielsweise das Können des Erstplatzierten betrachten und vielleicht noch etwas dazulernen, um euern eigenen Highscore zu verbessern. Wenn ihr einmal keine Lust mehr habt ganz alleine durch die Level zu manövrieren, gibt es nun auch endlich einen sehr spaßigen Koop-Modus, welcher Online sowie Offline spielbar ist. Endlich könnt ihr nun auch mit anderen Onlinespielern die Level gemeinsam bestreiten, was bekanntlich in den Versionen für die Dreamcast und den Gamecube noch nicht möglich war.

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