Star Trek Conquest versetzt uns in die Lage ganze Sternenflotten zu kommandieren, was leichter fällt als man glauben möchte.
Es herrscht Kriegszustand im Star Trek Universum. Die alten Allianzen zählen nichts mehr, Diplomatie wird nicht mehr betrieben, ab sofort sprechen die Waffen. Planet für Planet kämpfen die Föderation, die Klingonen, die Romulaner, die Cardassier, die Dominion und die Breen um die Vorherrschaft in der Galaxis. Dabei schlüpfen wir als Spieler in die Rolle des Flottengenerals und befehligen die Kriegsflotte der jeweiligen Rasse. Ziel ist es, die Galaxie zu dominieren und die anderen Rassen zu vernichten.
Star Trek: Conquest
Im Grunde handelt es sich bei Star Trek: Conquest um ein rundenbasiertes Strategiespiel bekannter Machart, wobei die Kämpfe selbst quasi in Echtzeit ablaufen. Das Spiel erlaubt es uns alle der verfügbaren Rassen zu spielen, die sich hauptsächlich durch ihre Sonderwaffen unterscheiden, wovon jede Rasse drei Stück besitzt. Diese können nur in bestimmten Zeitabständen eingesetzt werden und sind entsprechend stark ausgefallen. So gibt es beispielsweise den Subraum-Disruptor, welche für kurze Zeit alle Verbindungen zu befeindeten Systemen unterbricht, oder das Genesis-Projektil, welches Schiffen und Stationen im getroffenen System schweren Schaden zufügt. Doch widmen wir uns erst einmal dem grundlegendem Gameplay.
Star Trek: Conquest
Das Spielfeld von Star Trek Conquest besteht aus mehreren Planetensystemen die diverse Verbindungen zueinander aufweisen. Klar, dass man auf seinem Heimatsystem das Spiel beginnt und von dort aus seine erste Flotte in den Kampf schickt. Insgesamt verfügen wir über drei Generäle, die jeweils bis zu sieben Raumschiffe in einer Flotte befehligen können. Je länger und erfolgreicher sich unsere Generäle im Kampf schlagen, desto mehr Erfahrung sammeln sie und dementsprechend besser verhalten sie sich in zukünftigen Auseinandersetzungen. Aus diesem Grund ist es durchaus vertretbar einen aussichtslosen Kampf abzubrechen um seinen General nicht zu verlieren. Zwar erhalten wir nach dessen Ableben umgehend einen neuen, der fängt erfahrungstechnisch aber wieder von Vorne an.
Um an die nötigen Ressourcen für neue Schiffe, Raumstationen und so weiter zu kommen, benötigen wir Minen. Je mehr wir davon betreiben, desto mehr können wir zu Beginn einer jeden Runde investieren. Ähnlich verhält es sich mit den Forschungsstationen, welche uns neue Technik liefert. Und weil man seine drei Flotten nicht überall haben kann, können die Stationen noch mit automatischen Geschützen versehen werden.
Star Trek: Conquest
Kommt es zum Kampf, entweder weil sich eine feindliche Flotte in eines unserer Planetensysteme wagt, oder weil wir in Feindgebiet eingedrungen sind, haben wir die Wahl zwischen dem Arcade-Mode, wobei es sich um den Echzeitkampf handelt, oder der Simulation, welche vollautomatisch abläuft und uns eigentlich, bei drohender Niederlage, nur die Möglichkeit der Flucht lässt. Da man im Arcade-Mode kaum einen Vorteil hat, man ist einfach damit beschäftigt die zwei Waffensysteme in Richtung der roten Marker abzufeuern, wird man bald dazu übergehen nur noch den automatischen Kampf zu benutzen, den man sogar überspringen kann, wenn man die paar Sekunden Zeit nicht übrig hat.
Star Trek: Conquest
Der taktische Anspruch hält sich dabei in Grenzen, weswegen der Titel ideal für alle Gelegenheitsspieler oder Neueinsteiger ins rundenbasierte Simulationsgenre geeignet ist. Schon nach ziemlich kurzer Zeit hat man das Gameplay verinnerlicht, kennt sich mit den drei verschiedenen Raumstationen und den drei verschiedenen Raumschiffen aus, um auch im höheren Schwierigkeitsgrad die CPU-Gegner schlagen zu können. Etwas schade in diesem Zusammenhang ist, dass einem das Spiel keinerlei Einführung ins Gameplay bietet, stattdessen steht man als Neuling ziemlich ratlos vor dem ersten Spiel und muss erst mal das Handbuch studieren um zu verstehen was abgeht. Ist diese Hürde aber überwunden, geht das Weitere recht leicht von der Hand.
Die Steuerung
Star Trek: Conquest
Während man an der PS2 das komplette Spiel auf die ganz gewöhnliche Art und Weise per Steuerkreuz und Action-Tasten steuert, was recht flott und sicher von der Hand geht, punktet die Wii-Version natürlich mit ihrer speziellen Eingabemöglichkeit per WiiMote und Nunchuck. Wie mit einer Maus steuern wir das Spielgeschehen indem wir auf das jeweilige Planetensystem oder eine Flotte zeigen, die A-Taste drücken und sodann das Zielsystem anpeilen. Einzig für die Kämpfe in Echtzeit wird noch das Nunchuck-Anhängsel benötigt, offensichtlich weil hier die Tasten der WiiMote nicht mehr ausreichten. In der Praxis funktioniert die Steuerung per WiiMote sehr gut, schade nur, dass man das Nunchuck zusätzlich benötigt, was die ganze Sache umständlicher werden lässt, als es hätte sein müssen.
