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Robert Ludlums Das Bourne Komplott im Gamezone-Test

Ein Spiel wie ein Film: Die Superschnelle und actionreiche Inszenierung machen aus dem Titel etwas Besonderes.
Peter Grubmair
Robert Ludlums Das Bourne Komplott

Du bist Jason Bourne. Eben erst aus einer tiefen Bewusstlosigkeit erwacht findest du dich auf einem Fischkutter vor Marseille wieder, und noch ehe du deinen ersten Gedanken fassen kannst, dringt schon der erste Funkspruch an dein Ohr und du machst dich auf den bösen Jungs die Gesichtszüge entgleisen zu lassen. Erst später, wenn dich die ersten Flashbacks heimsuchen, beginnst du dir Gedanken über deine Vergangenheit zu machen. Vorerst zählt nur eins: zu Überleben.

Robert Ludlums Das Bourne Komplott Robert Ludlums Das Bourne Komplott Schon nach den ersten Schritten im Spiel begegnet uns der erste und wahrlich nicht der letzte Gegner, den wir in typischer Bourne-Manier erledigen. Ein paar schnelle Handkantenschläge ins Gesicht, ein tritt mit dem Fuß hinterher und dann benutzen wir was sich eben in unserer Nähe befindet um dem Widersacher den Schädel zu brechen. Hört sich brutal an? Ist es auch, denn so einfach das Kampfsystem selbst auch ausgefallen ist, im Grunde benötigt man nur zwei Tasten, umso spektakulärer wird das geschehen präsentiert. Noch während wir nach immer neuen Kombinationen die wir aus den zwei Schlagtasten erzeugen können suchen, rotiert die Kamera wie wild um die Kämpfer herum, zeigt einen Sekundenbruchteil das schmerzverzerrte Gesicht des Gegners nur um sogleich auf das brechende Bein zu schwenken, woraufhin wir einen fatalen Takedwon starten, indem wir den bösen Buben mit dem Kopf voran aus dem Fenster schmeißen.

Das was auf dem Screen so herrlich actionreich aussieht, spielt sich einfacher als man auf den ersten Blick meinen möchte. Fast ist man geneigt zu sagen, dass es sich bei "Das Bourne Komplott" um so was wie einen spielbaren Film handelt, denn besonders viel Handlungsfreiheit lässt einem das Game nicht. Stattdessen sind die Wege exakt vorgegeben, so wie die Gegner allesamt vorbestimmt sind. Alternative Möglichkeiten gibt es nicht, bis auf die Wahl, manche Feinde schon aus der Ferne per Schusswaffen umzulegen, oder doch lieber den Nahkampf zu suchen.

Robert Ludlums Das Bourne Komplott Robert Ludlums Das Bourne Komplott Das ist es sowieso was man die meiste Zeit macht, kämpfen. Egal für welchen Schwierigkeitsgrad wir uns entschieden haben, man gewinnt jeden Kampf wenn man das recht einfach ausgefallene Kampfsystem erst einmal erlernt hat. Zum einen geht es darum ständig möglichst neue Kombinationen aus den zwei Schlagtasten zu generieren, da dieselben Kombos von den Gegnern abgeblockt werden, und in dem Moment dann, wenn man genug Adrenalin gesammelt hat, einen Takedown auszulösen. Dabei benutzt Bourne wirklich alles was man sich nur vorstellen kann um seinen Feinden den Garaus zu machen. Sammelt man das Adrenalin gar bis zum zweiten oder dritten Teilstrich, schaltet Bourne gleich mehrere Gegner gleichzeitig aus, was natürlich ebenfalls entsprechend martialisch präsentiert wird.

Die Zeiten zwischen den Kämpfen halten sich sehr in Grenzen. Meist läuft man nur einige Meter bis man den nächsten Verbrechern gegenübersteht und erneut die Fäuste schwingen darf. Dazwischen lässt man noch bisschen die Waffen sprechen, wovon man maximal zwei Stück mit sich herumtragen kann, nämlich eine leichte und eine schwere Schusswaffe. Ebenfalls ist unser Munitionsvorrat begrenzt, was im Spiel selbst aber kaum stört, das es an allen Ecken und Enden Nachschub gibt, man muss sich nur bedienen.

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Storytechnisch gibt sich "Das Bourne Komplott" besonders für Neueinsteiger etwas verwirrend, aber auch Kenner der Materie werden einige Sprünge in der Geschichte feststellen, können sich aber über die vielen Flashbacks freuen, die manches aus der Vergangenheit von Bourne offenbaren, aus der Zeit bevor er sein Gedächtnis verlor.

Robert Ludlums Das Bourne Komplott Robert Ludlums Das Bourne Komplott Über die Steuerung kann man sich eigentlich nicht beschweren, schon deshalb nicht, weil vieles vollautomatisch geschieht. Bourne erst richtig an eine Kante zu stellen, damit er diese überwinden kann, ist absolut unnötig. Immer wenn es kompliziertere Bewegungsabläufe zu absolvieren gilt, wird uns die A- (Xbox 360) bzw. X-Taste (PS3) eingeblendet und ein Druck genügt, schon vollführt Bourne die abenteuerlichsten Stunts. Gewürzt wird das Ganze mit immer wieder eingestreuten Quick-Time-Events, die einem im normalen Spielverlauf ebenso begegnen wie in den Kämpfen selbst. Dort nämlich werden sie eingesetzt wenn der Gegner versucht einen Takedown anzubringen. Nur wenn wir schnell genug die richtige Taste zur Abwehr drücken, geht der Angriff ins Leere.

Robert Ludlums Das Bourne Komplott Robert Ludlums Das Bourne Komplott Generell muss man an dieser Stelle bemerken wie gut die drei Schwierigkeitsgrade austariert sind. Wählt man den Leichtesten der Drei, kann man das Spiel fast ohne hinzusehen zocken und es mutiert wahrlich zum Spiel gewordenen Film. Ideal um seinen Zockerfreunden mal zu zeigen was man drauf hat, denn das Spektakel auf dem Screen wird dadurch nicht geringer. Hat man aber schon mehr als ein Videogame gezockt empfiehlt es sich wenigstens den mittleren Schwierigkeitsgrad zu wählen, denn dann werden die Kämpfe erst anspruchsvoll und man ist wenigstens ab und zu gezwungen den "Bourne Moment" zu benutzen. Dabei handelt es sich um eine Spezialsicht die man für wenige Sekunden aktivieren kann, welche das gesamte Geschehen monochrom erscheinen lässt, lediglich der nächste Checkpoint sowie andere wichtige Punkte, wie Munitionsdepots und Feinde, werden farblich hervorgehoben.

Robert Ludlums Das Bourne Komplott Robert Ludlums Das Bourne Komplott Da die Level aber absolut linear gestaltet sind, mir würde nicht eine Stelle einfallen an der man die Wahl zwischen zwei Wegen gehabt hätte, sind die Checkpoints kaum nötig. Einfach immer Bournes Nase nach, die nächsten Bösewichter warten garantiert schon auf uns. Und sollten wir tatsächlich einmal das Zeitliche segnen, wobei es genügt hätte kurz in Deckung zu gehen um wieder bei voller Gesundheit zu sein, können wir kurz davor wieder ins Spiel einsteigen, da die Checkpoints wirklich sehr spielerfreundlich alle paar Meter verteilt wurden. Also auch hierbei kommt keinerlei Frust auf, was generell für das komplette Spiel gilt.

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