Das standalone AddOn kommt nicht ganz ans Hauptspiel heran, ist aber dennoch gut gelungen.
Das ewige Problem: Der Sammler
Command & Conquer 3: Kanes Rache
Aber wenn man schon ein Add-On bringt, könnte man doch die KI, insbesondere den Sammler, wenn es nicht zu viel Mühe macht, vielleicht etwas intelligenter machen, oder? Wie noch im aller ersten C&C-Teil fährt das Ding nach so vielen Jahren immer noch in den Selbstmord und auch der Feind greift grundsätzlich vorhersehbar an identischen Stellen an. Und wie auch beim Hauptprogramm gilt, dass ein Tankrush fast immer zum Erfolg führt. Schnell mal 20 Mammut-Panzer gebaut und man hat den Sieg quasi sicher. Das galt für das Hauptprogramm und das gilt auch für Kane's Rache. Command & Conquer setzte aber schon immer mehr auf kurzweilige und actionreiche Schlachten, als auf taktische Raffinesse. Um euch eine Bild über die grundlegende Spielmechanik zu machen, solltet ihr einfach ein weiteres mal unseren Test zu Command & Conquer 3: Tiberium Wars durchschauen.
Command & Conquer 3: Kanes Rache
Grafisch und soundtechnisch hat sich übrigens auch wenig getan. Für ein Strategie-Spiel sieht das Gebotene immer noch sehr gut aus. Explosionen, Texturen und Einheiten-Details gehen voll in Ordnung. So langsam aber dürfte die Zeit an der 3D-Engine nagen. Zudem sieht die Xbox 360-Version von den Texturen her nicht ganz so scharf aus, wie auf dem PC mit höchsten Details. Zudem ist vereinzeltes Tearing zu bemerken. Dafür läuft das Spiel grundsätzlich ohne größere Ruckler ab, auch wenn viel auf dem Bildschirm los ist. Die Xbox 360-Version ist nur in der 16er-Fassung erhältlich, in der eine Atomrakete nicht Atomrakete heißt.
