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Kung Fu Panda

Xbox 360-Review von Alexander Winkel (03.07.2008)
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Ab heute sorgt Dreamworks Pictures wieder für Lachkrämpfe im Kino. Nach Shrek und weiteren verrückten CGI-Filmen wandert nun ein pummeliger Panda über die Leinwände der Lichtspielhäuser. Der flauschige und untersetzte, manchmal auch äußerst faule Po aus „Kung Fu Panda“ sorgt mit reichlich Witz und Charme sicherlich für klingende Kinokassen. Wie nicht anders zu erwarten, stehen passende Videospielumsetzungen schon im Händlerregal und warten auf einen kauffreudigen Kunden. Doch endlich vorbei sind die unliebsamen Zeiten, in denen Filmumsetzungen grundsätzlich Gefahr liefen, den GameZone Müll-Award abzustauben. Die Entwickler von Luxoflux zeigen, wie unterhaltsam und gelungen ein solches Spiel werden kann – auch wenn man sich hauptsächlich an jüngere Spieler richtet!

Kung Fu Panda - Review - Test
Kung Fu Panda
Doch wollen wir zunächst die Ausgangslage beleuchten, welche zu dem außergewöhnlichen Abenteuer führte. Po ist seines Zeichens ein Kung Fu Schüler, doch trotz seiner gedanklichen Ambitionen zum Kampfsport pflegt er lieber zahlreiche Leckereien zwischen die Zähne zu schieben. Nicht ohne Grund trägt er eine stattliche Wampe vor sich her, welche erst einmal auf die Beine gestellt werden will. Ein flauschiger und liebevoller Bursche, aber faul und obendrein nicht das hellste Kerlchen – aus diesem Panda wird ganz sicher nichts, oder doch? Wie der Zufall inklusive einer gehörigen Portion Dusel es so wollte, ernennte Kung Fu-Großmeister Oogway ihn zum nächsten Drachenkrieger. Diese Ehre gebührt nur dem mächtigsten und weisesten Kung Fu Kämpfer unter allen – wozu Po ganz sicher nicht gehört. Nicht nur er zeigt sich erstaunt über diese doch kuriose Entscheidung, auch sein Meister Shifu sowie die „furiosen Fünf“, einer Gruppe von erlesenen Kung-Fu-Kämpfern, können dies nicht nachvollziehen und monieren. Dennoch, es hilft nichts! Pummelchen muss sich seinem Schicksal fügen und endlich erwachsen werden!


Kung Fu Panda - Review - Test
Kung Fu Panda
Dies fällt unserem witzigen und charmanten Helden anfänglich zwar schwer, denn der Magen knurrt und an allen Ecken und Enden kann Po nicht glauben, was er sieht und erlebt – doch im Verlaufe der 13 Level umfassenden Geschichte fügt sich der schwarz-weiße Knäuel seinem Schicksal und erarbeitet sich auch unter seinen kritisierenden Mitschülern einen ordentlichen Ruf. Dafür gibt es aber auch einen triftigen Grund: Der mächtige Schneeleopard Tai Lung kehrt nach Jahren der Gefangenschaft zurück und hat nichts besseres im Sinn, als Rache. Er wollte seinerzeit Drachenkrieger werden, diese Ehre gebührte aber keinem solchen Hitzkopf. Die Rachgier treibt ihn nun an, die heilige Drachenrolle stehlen. Po und seine Freunde die „furiosen Fünf“ müssen gemeinsam dem Tai Lung das Handwerk legen. Das allein verspricht schon recht unterhaltsam und abwechslungsreich zu werden.

Herrlich komisch und traumhaft schön

Kung Fu Panda - Review - Test
Kung Fu Panda
Hervorzuheben ist eindeutig die hervorragende Präsentation. Seinem Vorbild folgend, sorgen zahlreiche Sprüche für herzhafte Lacher und urkomische Momente. Schnell schließt man den flauschigen Panda ins Herz, der auch im Spiel seine Hauptrolle gelungen mimt. Anfänglich erstaunt und tollpatschig, entwickelt sich der Kerl zum wahren und vor allem würdigen Drachenkrieger, der auch mal mit Köpfchen an Problemstellungen ran geht. Bis dahin ist es aber ein weiter Weg, welcher mit zahlreichen witzigen und wunderschön animierten Zwischensequenzen angereichert wird. Zwischen den spielbaren Welten sorgt ein Erzähler für geschichtlichen Hochgenuss. Selten hat man in einem Videospiel einen Überleitungstext derart emotionsgeladen und spannend vorgelesen bekommen. Da sollten sich zahlreiche Synchronsprecher für zukünftige Produktionen mal eine gehörige Portion von abschneiden – sowohl bei der deutschen, als auch englischen Sprachversion!

Kung Fu Panda - Review - Test
Kung Fu Panda
Kinoreife Animationen sorgen für glaubhafte Bewegungen, doch wirklich auffallend ist vor allem das Fell zahlreicher Charaktere. Dies kommt derart flauschig daher, dass man sich am liebsten darin kuscheln würde. Aber nicht nur die Tiere machen eine erstaunlich gute Figur, auch die Welten bieten optische Leckerbissen. Viel Abwechslung wird durch zahlreiche Örtlichkeiten aus dem Film geboten, welche euch durch den Dschungel, die Wüste und Tempelanlagen führen werden. Während einige Texturen schwammig und schwach daher kommen, erfreuen zahlreiche Details am Rande sowie sich im Winde seicht bewegende Gräser und Bäume. Abends sorgen atemberaubende Lichteffekte der tief stehenden Sonne nicht selten für staunende Blicke, vor allem, wenn die Strahlen durch das dichte Laub auf das Geschehen einfallen – wohlgemerkt, wir haben es mit einer Filmumsetzung zu tun! „Kung Fu Panda“ kann sich auch ganz sicher nicht mit irgendwelchen Grafikreferenzen messen, doch die gebotene Technik fällt unerwartet erhaben aus. Ausgeschmückt wird das Kung Fu Abenteuer abschließend mit stimmiger musikalischer Untermalung. Diese sorgt für eine gelungene Atmosphäre und passt sich den Gegebenheiten optimal an.

Spielerische Innovation? Fehlanzeige! Aber abwechslungsreich!

Kung Fu Panda - Review - Test
Kung Fu Panda
In der Rolle des Pummelpandas erlernt ihr zunächst das Kung Fu Geschick anhand eines Tutorials. Zahlreiche Tipps und Hinweise des Meisters sorgen für einen optimalen Einstieg ohne Studium des Handbuches. Für erfahrene Spieler fällt dieser Teil recht ermüdend aus. Erst nach einigen Level nimmt das Abenteuer langsam, aber sicher an Fahrt auf. Ihr rennt, springt und prügelt euch durch linear gestaltete Welten und seid stets auf der Suche nach der nächsten Herausforderung. Diese sorgt aber nie für Frust, denn sterben kann der Fellknäuel nicht. Da er aber dennoch nicht schwimmen kann und auch so manche Höhe alles andere als ungefährlich ist, sorgen zahlreiche und gut gesetzte Rücksetzpunkte für eine nötige Frustbremse – auch bei Anfängern. Letztendlich hat der Spaß nach etwa fünf Spielstunden ein Ende, dann sorgen nur noch zahlreiche Sammlerextras, höhere Schwierigkeitsgrade (die nicht wirklich herausfordernder sind) und der eher schlichte Mehrspielermodus für zusätzlichen Spielspaß. Mit bis zu vier Freunden prügelt man sich in bester „Kung Fu Chaos“ Manier durch kleine Level oder spielt zum Beispiel Memory. Allzu ausufernd und unterhaltsam ist der Mehrspierpart aber nicht.

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Kung Fu Panda Cover

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[7 Bilder]
Details Titel:
Kung Fu Panda
System:
Xbox 360
Publisher:
Activision
Developer:
Luxoflux
Genre:
Beat'em up

Release: 26.06.2008
Spieler: 1 Spieler
Version: DE

Freigegeben ab 6 Jahren

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