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Baja: Edge of ControlXbox 360-Review von Peter Grubmair (23.09.2008)Es liegt gewissen Menschen einfach im Blut, das Geschwindigkeits-Gen, welches sie in immer noch schnellere Kisten einsteigen lässt, egal wie groß das Risiko dabei ist sich die Knochen zu brechen. Von exakt diesem Schlage sind die Teilnehmer der Baja-Trophie, die sich in wahrlich abenteuerlich übermotorisierte Gefährte setzen um in ellenlangen Rennen den Staub der Prärie zu schlucken. Auf Windschutzscheiben wird verzichtet, die würden schneller verdrecken als sie einem nützlich sein könnten, zudem atmet der Pilot frische Luft aus dem Kompressor, denn was ihm da frontal ins Gesicht fliegt ist nicht mehr lungengängig. Auf den Punkt gebracht: Die Baja-Rennen sind nichts für Weicheier, wer Angst vor einem Bandscheibenvorfall hat oder mehr Gedanken an seine Frisur als an die Aggregate der Boliden verschwendet, der liegt hier komplett falsch. Baja bedeutet Lärm, Dreck und jede Menge Power die es zu bändigen gilt. Get the Flash Player to see this player. Wie es sich für ein anständiges Rennspiel gehört, bietet uns Baja neben dem freien Einzelrennen für den einzelnen Spieler die sogenannte Baja-Karriere, und wer sich lieber online oder per Splitscreen oder System-Link mit echten Fahrern misst, wird ebenfalls fündig. ![]() Baja: Edge of ControlDie Baja-Karriere zieht sich durch alle acht gebotenen Klassen im Spiel. Angefangen mit den Baja Bugs, hochgezüchteten VW-Käfern, geht’s weiter mit den Unlimited, den 4x4 Vehikeln, über die Open Wheel, den Mini Trucks, Fullsize Trucks, Class 1 Limited bis hin zu den Trophie Trucks. In jeder Klasse gilt es ein bis zwei Dutzend Rennen zu absolvieren, welche teilweise in Trophies zusammengefügt wurden, man also mehrere Rennen bis zur endgültigen Wertung fährt. Erst wenn wir in der jeweils vorhergehenden Klasse eine bestimmte Wertung erreicht haben, wird die jeweils nächste freigeschaltet. Doch schon in der ersten Klasse merkt man ziemlich schnell, dass man es mit den Standard-Vehikeln nicht weit bringt, stetiges Aufrüsten ist angesagt, wollen wir den Kontakt zur Spitze nicht verlieren. Denn eines ist bei allen Fahrzeugen, egal welcher Klasse, gleich; sie sind mächtig motorisiert. Das führt dazu, dass man mit dem Gaspedal ebenso viel lenkt wie mit dem Lenkrad selbst. Bleifußfreunde werden nicht weit kommen, denn wer zu viel auf dem Gas hängt steht schneller quer als einem lieb ist. Diese Kräfte gilt es zu beherrschen, dann schafft man es auch bei Endgeschwindigkeit an den Felsen vorbei zu fetzen, und nicht mitten rein. ![]() Baja: Edge of ControlWas es neben dem Gelände noch zu meistern gilt ist die KI der computergesteuerten Fahrer. Wie uns die Entwickler versprochen haben scheint jeder davon seinen eigenen Kopf zu besitzen. Man findet im Feld den ungestümen Raser ebenso wie die voraussehende Ballerina, und sie reagieren auch auf unsere Anwesenheit, wenn auch nicht immer so wie wir uns das wünschen. Da begegnen wir den rücksichtslosen Kerl, der sich uns gnadenlos in den Weg stellt und zu blockieren versucht ebenso, wie dem schreckhaften Fahrer der schon auf die Seite springt wenn wir die Hupe nur kurz antippen. Die wahre Herausforderung ist natürlich der Kerl an der Spitze, der keine Gelegenheit auslässt sich Vorne abzusetzen. Da hilft oft nur darauf zu warten, dass er einen Fehler macht und den Reparaturhubschrauber braucht. Auch wir können diesen jederzeit rufen, bestenfalls bevor unser Gefährt zum Stillstand kommt. Ein Tastendruck genügt und wir bekommen über Funk die Bestätigung, dass er sich irgendwo vor uns neben der Piste niederlässt. Dort genügt es einfach kurz stehen zu bleiben, schon haben wir einen neuen Satz Reifen drauf und unser Maschinenschaden ist repariert. Dieses Gameplay-Element kommt aber erst in den namensgebenden Baja-Rennen zur Geltung, welche je nach Event zwischen einer und drei Stunden benötigen. Die Rennen in den unteren Klassen aber sind viel zu kurz, als dass sich eine Reparatur lohnen würde. Hier ist es meist vorteilhafter mit dem beschädigten Wagen zu versuchen ins Ziel zu kommen. ![]() Baja: Edge of ControlWie schon erwähnt kommt man ohne Tuning nicht weit. Praktisch das gesamte Geld was man im Spiel einnimmt fließt in neue Teile zur Leistungsverbesserung. Dabei haben wir die volle Kontrolle über jedes Einzelteil, vom Ansaugstutzen über die Stoßdämpfer bis hin zur Bremse und zur Kupplung. Schade dabei ist, dass man das Menü dazu recht unspektakulär gestaltet hat, aus einer trögen Listenansicht wählen wir die gewünschten Teile und bauen sie ein. Diesbezüglich hat man in anderen Spielen schon attraktiveres gesehen. Seinen Zweck aber erfüllt es, auch wenn wir uns gewünscht hätten, dass man auf einem Blick sehen kann was schon alles für Teile im gewählten Vehikel verbaut sind, statt immer erst die Untermenüs aufrufen zu müssen, um das zu sehen. ![]() Baja: Edge of ControlGrafisch muss sich Baja nicht verstecken, ganz im Gegenteil glänzt es durch eine angenehm hohe Framerate die sich keine Ausreißer erlaubt sowie eine herrliche Weitsicht, die auch dringend notwendig ist. Dafür haben sich die Entwickler bei den Gebäuden nicht allzu viel Mühe gegeben, so manches scheint nicht einmal Texturen zu besitzen, und auch der gezeigte Zivilverkehr, denn auch den gibt’s im Spiel, beispielsweise wenn wir asphaltierte Strassen kreuzen, sieht eher unterdurchschnittlich aus. Wenn man aber mit 180 KM/h und mehr durch die Steppe fetzt, den Blick auf die Felsen und Hügel fixiert, bekommt man davon kaum mehr etwas mit. Denn das muss man den Grafikern schon lassen, die Stimmung eines Wüstenrennens wurde hervorragend eingefangen. 1 | 2 | Nächste Seite >> |
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