Von schwarzen Blumen, leichtsinnigen Studenten und wie ein gelungener Co-Op Mode heutzutage auszusehen hat.
Obscure 2
Für Frust sogt immer wieder das Speichersystem, das sofort erkennen lässt, dass Obscure ursprünglich für Konsolen konzipiert wurde. Die Speicherpunkte sind oft nicht auf Anhieb zu erkennen - beispielsweise handelt es sich beim ersten Speicherpunkt um die Wandblume in einem Barraum - und liegen zudem vergleichsweise weit auseinander. Der Spieler darf sie auch nur einmal benutzen. Das nervt im Falle eines Ablebens nach einem der manchmal recht fordernden Kämpfe ebenso wie die langen Laufwege zum Treffpunkt, wenn wir einen Charakter austauschen möchten. Außerdem gibt es keinerlei Hinweise auf versteckte Gegenstände. So gilt es für den Spieler gleich ziemlich zu Beginn des Action-Adventures, drei gleichartige Schlüssel zu sammeln. Das sagt uns natürlich kein Mensch. Einer dieser Schlüssel ist dabei auf der obersten Ablage eines Bücherregal untergebracht. An solchen Stellen muss man erst mal suchen. Und wenn nicht? Tja, dann geht es halt nicht weiter.
Obscure 2
Obscure 2 spielt sich fast exakt wie der Vorgänger. Mit Ausnahme der Schauplätze (Schule/Uni) ist das (Teenie-)Szenario dasselbe, sind Figuren und Hintergrundgeschichte fast identisch, und die Auflösung der Story ist auch diesmal wieder früh vorhersehbar. Nicht selten gewinnt man während des Spiels den Eindruck, den Vorgänger in leicht überarbeiteter Form nochmals präsentiert zu bekommen. Gewiss, die Atmosphäre erscheint ein wenig gruseliger als in Teil 1, was vor allem den ausgezeichnet gemachten Zwischensequenzen zu verdanken ist. Doch das wirklich Neue fehlt. Wenig auszusetzen gibt es hingegen beim Sound. Die schauerliche Klangkulisse und die (englischen) Sprecher erfüllen ihre Aufgaben voll und ganz. Nicht ganz zufrieden sein kann man hingegen mit der Grafik. Letztere entspricht bestenfalls oberem Durchschnitt: Eine eher farblose Umgebung, verwaschene Texturen sowie mäßige Licht- und Schatteneffekte trüben das Gesamtbild. Die Darstellung der Monster ist hingegen recht ordentlich gelungen. Und in der vorliegenden Uncut-Version fließt - nicht unerheblich für ein Survival-Horror-Game - immerhin ausreichend Pixel-Blut und es gibt sogar ein paar hübsch zugerichtete Leichen zu bestaunen.
Inhaltlich ist die Wii-Fassung natürlich identisch mit der PS2-Fassung, auch wenn die Grafik etwas klarer wirkt und weniger Kantenflimmern aufweist. Der größte Unterschied liegt bei der Steuerung, die durchaus gut umgesetzt wurde. Mit der Wiimote bewegt man einen Pointer auf dem Bildschirm und kann so die Kamera auch etwas nach recht und links bewegen. Ansonsten kann man bequem auf ein Monster zeigen, es mit der A-Taste aufschalten und losballern. Hat man eine Nahkampfwaffe in der Hand, wird kräftig geschwungen. Besonders komfortabel zeigt sich die Steuerung im Inventar-Bidlschirm. Hier kann man schnell diverse Gegenstände anwählen. Auf das Steuerkreuz lassen sich vier verschiedene Waffen legen. Der Nunchuk kommt ebenfalls zum Einsatz. Mit dem Analog-Stick bewegt man logischerweise seinen Charakter. Will man rennen, muss man ihn schnell auf und ab bewegen. Wie auch in der PS2-Fassung kann jederzeit ein zweiter Spieler dem Geschehen beitreten.
