Fans von Action-Rollenspielen kommen an diesem Titel eigentlich kaum vorbei. Obwohl Grafik und Sound brillieren, gibts auch Bugs.
Technische Probleme
Es liegt in der Komplexität von Rollenspielen begründet, dass die Entwicklung eines quasi fehlerfreien Spiels objektiv nicht möglich ist. Die Erkenntnis ist alles andere als neu. Schon das erste "Sacred" hatte mit zahlreichen Bugs zu kämpfen. Gleiches gilt für Genre-Kollegen wie "Neverwinter Nights 2" oder "Gothic 3". Ascaron hatte die PC-Version von "Sacred 2: Fallen Angel" (für Februar nächsten Jahres sind entsprechende Fassungen für Xbox 360 und PlayStation 3 geplant) immer wieder mit dem Hinweis verschoben, man wolle bei Verkaufsstart einen technisch ausgereiften Titel präsentieren, um den Käufern eine anschließende Patch-Orgie zu ersparen. Zumindest diesem Anspruch wird "Sacred 2" nicht gerecht.
Sacred 2: Fallen Angel
Dass in der handelsüblichen Version hier und da KI-Aussetzer und Wegfindungsprobleme auftreten, lassen wir gelten.. Wenn dann jedoch in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen der ganze Rechner abschmiert und einen Kaltstart erforderlich macht, hört der Spass auf. Die Häufigkeit dieser Abstürze und anderer, damit zusammenhängender Probleme werden sicher nicht auf jedem PC in gleichem Maße auftreten. Aber auf dem Testrechner, der sonst bei solchen Gelegenheiten keinerlei Mucken macht, geschah dies mehrmals. Und es gibt wohl nichts Ärgerlicheres, unmittelbar vor Abschluss eines Levels vor einem dunklen Schirm zu sitzen und ab dem letzten Speicherpunkt noch mal völlig von vorn beginnen zu müssen, weil das Gerät aufgrund eines "Sacred-Bugs" mal wieder auf Störung gegangen ist. Darüber hinaus kam es während des imposanten Vorspanns (Introsequenz) immer wieder zu technischen Schwierigkeiten: der Ton setzte kurzzeitig aus, "stotterte" und brach schließlich völlig ab. Die Entwickler reagierten rasch und brachten bereits am Tag der Veröffentlichung von "Sacred 2" einen ersten Patch raus, dem in der Folgezeit weitere folgten - und wohl noch folgen werden. Denn auch der Multiplayer-Teil - "Sacred 2: Fallen Angel" bietet diverse Mehrspieleroptionen für bis zu 16 Spieler - funktioniert noch nicht zu unserer vollsten Zufriedenheit, weshalb wir dort bisher leider nur wenig Spielerfahrung sammeln konnten.
