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Grand Ages: Rome

PC-Review von Sandro Odak (05.03.2009)
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Der Vorgänger von Grand Ages: Rome hieß noch Imperium Romanum. Kurz vor der Veröffentlichung wurde dann der Titel von Imperium Romanum 2 in das jetzige Grand Ages: Rome umbenannt, um letztendlich auch Serien unter der Grand Ages-Franchise zu produzieren, die eventuell nicht mehr in Rom spielen. Was sich nun in der Zwischenzeit so getan hat und ob die Mannen von Haemimont-Games die Kritik der Presse und Spieler zum Vorgänger ernst nahmen, haben wir uns angesehen. Und müssen gestehen: Heute sieht GA:R nicht nur gut aus, es spielt sich auch um einiges flüssiger und actionlastiger als noch zuvor.

Grand Ages: Rome - Review - Test
Grand Ages: Rome
Geschichtlich angesiedelt ist Grand Ages: Rome in der Zeit von 79 bis 30 vor Christus und hat insgesamt fünf Familien, denen man sich anschließen kann, zum Thema. „Familien?“ wird sich der findige IR-Spieler fragen... Und ganz recht, hier bietet sich uns schon eine der ersten Neuerungen. So kann sich der Spieler, im Gegensatz zum ersten Spiel, zu Beginn einen eigenen Charakter erstellen, der sich einer der fünf Familien anschließt. Die Wahl der Familie wird sich später auf den verfügbaren Tech-Tree sowie optionale Forschungs-Boni auswirken und spielt daher auch eine zentrale Rolle.

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Grand Ages: Rome - Review - Test
Grand Ages: Rome
Unterteilt ist die Kampagne, wie noch der Vorgänger, in über 40 nicht-lineare Missionen, bei denen man zwischen militärischen und ökonomischen Zielen wählen kann. Neben diesen beiden Typen soll es aber auch weiterhin Misch-Missionen geben, in denen man selbst wählen kann, wie man sein kleines Städtchen zum Sieg führt. Wer auf kämpferische Handlungen verzichten möchte, kann dies tun, lässt sich damit aber einige spannende Missionen entgehen. Das Hauptaugenmerk liegt aber auch diesmal im Aufbau einer Stadt und der Etablierung eben dieser, nicht in kriegerischen Auseinandersetzungen mit anliegenden Dörfern.

Mehr Vielfalt in der Stadt

Grand Ages: Rome - Review - Test
Grand Ages: Rome
Mehr als 60 unterschiedliche Gebäude bietet uns Grand Ages: Rome in der fertigen Fassung, die allesamt, kluge Stadtplanung vorausgesetzt, dem Spieler zur Seite stehen, um eine möglichst perfekte Umgebung zu kreieren. Achten muss man dabei natürlich immer auf mehrere Variablen, so etwa dass genug Arbeiter in der Nähe wohnen, um einen Betrieb am Laufen zu halten, und auf Umgebungs-Boni, indem man beispielsweise Gebäude an besonders strategischen Stellen wie Flüssen baut. Eine Farm, die in der Nähe eines Feldes erbaut wurde, ist damit später produktiver, als ein Farmer, der erst „meilenweit“ zu seinem Feld gehen muss um zu arbeiten. Doch auch bei anderen Planungen sollte man immer strategisch vorgehen. So ist es ratsam, sein Fleckchen Land in mehrere Viertel einzuteilen, um so möglichst effizient den Begierden und Gelüsten der Bewohner nachkommen zu können. Es fällt daher leichter, einen nur für Wohnen erbauten Stadtteil mit Nahrung, religiösen Stätten und Unterhaltung zu bedienen, als wenn man seine Wohnhäuser überall verteilt.

Grand Ages: Rome - Review - Test
Grand Ages: Rome
Sollte den Einwohnern die Planung des Herrschers, also des Spielers, mal nicht gefallen, wird nicht lange gezappelt: Man wird es Ihnen schnell klarmachen, was falsch läuft. Während man anfangs noch in netten Text-Botschaften suggeriert bekommt, hier und da doch bitte etwas zu ändern, ist spätestens ein wütender, mit Fackeln und Mistgabeln bewaffneter Mob ein sicheres Zeichen für kollektive Unzufriedenheit und schlecht ausgebaute Ordnungskräfte. Vor allem die Fackeln können schnell zum Problem werden, Holz- und Lehmhütten fangen erstaunlich schnell Feuer, welche sich wiederum schnell ausbreiten können. Einen Mob aufhalten kann man, wie auch im Vorgänger, durch die Einrichtung von Präfekturen und „Polizeistationen“ oder aber indem man vorbeugend auf die Wünsche des Plebs eingeht. Erfreuen kann man seine Bewohner mit allerlei Gimmicks wie Parkanlagen und imposanten Prachtbauten. Besonders gelungen ist den Entwicklern hier wieder die liebreizende Animation der Kulisse, dazu jedoch später mehr.

Kritik der Community aufgenommen

Grand Ages: Rome - Review - Test
Grand Ages: Rome
Größter Kritikpunkt von Imperium Romanum war seinerzeit das faktische Fehlen des Militär-Parts, der weder zeitgemäß noch in irgendeiner Art und Weise ausgereift schien. Hier haben die Entwickler Hand angelegt und das Kampfsystem komplett überarbeitet. Statt kaum lenkbaren Einheiten, die ohnehin tun was sie wollen, präsentieren sich uns in Grand Ages: Rome unterschiedliche Truppentypen, die im Kampf Erfahrung sammeln können und somit auch besser werden. Zudem wurde jeder Einheit neben den primären Angriffen auch sekundäre Fähigkeiten zugesprochen, so kann eine Hastati-Einheit Speere nach anrückenden Feinden werfen, bevor es ins Getümmel geht. Gekämpft wird in Grand Ages: Rome gegen wilde Barbaren-Stämme, die unsere Städte bedrohen oder einfach zur falschen Zeit am falschen Ort errichtet wurden.

Grand Ages: Rome - Review - Test
Grand Ages: Rome
Eine rechte Kampf-Strategie braucht man aber leider nach wie vor nicht. Meist reicht Quantität aus, um den niedrig entwickelten Barbaren gegenüber zu treten. Bestimmte Formationsboni, strategische oder taktische Vorteile und ähnliches gibt es nicht. Kämpfe und Gefechte fallen daher sehr casuallastig aus und fallen im Gegensatz zum groß ausgebauten Aufbaupart schnell zurück. Den Kämpfen zugrunde liegt ein Stein-Schere-Papier System, das zusätzlich auf unterschiedliche Level zurückgreift. Jede Einheit lernt mit der Zeit so dazu und steigt in der Erfahrung auf, was sie wiederum stärker und robuster macht. Großartige Planung und Ausbildung ist trotz des netten Features nur in wenigen Fällen von Nöten.

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[18 Bilder]
Details Titel:
Grand Ages: Rome
System:
PC
Publisher:
Kalypso Media GmbH
Developer:
Haemimont Games
Genre:
Echtzeit-Strategie

Release: 26.02.2009
Spieler: Internet
Version: DE

Freigegeben ab 6 Jahren

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