Guerilla Games haben ganze Arbeit geleistet und kredenzen uns mit Killzone 2 einen ausgereiften Egoshooter.
Killzone 2
Im Lieferumfang enthalten sind zunächst acht Mehrspielerkarten, die sich zum Teil sehr unterscheiden und trotz der geringen Anzahl sehr abwechslungsreich spielen. So sind etwa eher engere Maps vorhanden, auf denen man schnell auf sein schießwütiges Gegenüber trifft und die somit für Nahkämpfer optimal geeignet sind, auch gibt es weitläufige Areale, auf denen sich besonders gerne Scharfschützen tummeln. Insgesamt herrscht auf jeder Map ein ordentliches Balancing, sodass man - egal welcher Gruppe man angehört (Helghast oder ISA) - stets eine gute Siegeschance hat. Dabei kommt es natürlich vor allem auf ein gutes Miteinander zwischen den einzelnen Teammitgliedern an, was durch die Headset-Unterstützung gefördert wird. Zudem kann sich jede Fraktion nochmals in einzelne Gruppen aka Trupps à vier Leute einteilen, die sich dann nur untereinander hören und sich demzufolge absprechen können. Das sorgt dafür, dass man sich diverse Taktiken überlegt, um die erforderlichen Ziele erreichen zu können, und ebenso für ordentlich Laune.
Killzone 2
Zudem kann man während des Spielens Erfahrungspunkte sammeln, wodurch man bei einer bestimmten Punktzahl einen neuen Rang erreicht. Das schaltet etwa neue Waffen frei, aber auch können ab den höheren Rängen eigene Clans gegründet oder andere Klassen gespielt werden, zunächst steht lediglich eine zur Auswahl bereit. So kann man später als Sanitäter seine verwundeten Kameraden heilen, sich als Kundschafter unsichtbar machen, als Ingenieur tödliche Geschütztürme aufbauen oder als Taktiker neue Spawn-Punkte setzen, was aus taktischen Aspekten sehr nützlich sein kann. Mit den insgesamt acht Klassen herrscht eine tolle Vielfalt an Auswahlmöglichkeiten, sodass jeder gemäß seinen Vorlieben ins Gefecht starten kann. Für diverse Erfolge wie beispielsweise das Heilen von fünf Personen oder das Abgeben von zehn Kopfschüssen in einer Runde gibt es zusätzlich Abzeichen, mit denen man weitere Spezialfähigkeiten oder Boni (u.a. mehr Munition bei Rundenbeginn) freischalten kann. Wer sich mit seinem PSN-Account auf Killzone.com anmeldet, findet dort eine genaue Übersicht zu seinen bisherigen Spielen vor und hat weitere Funktionen zur Verfügung, wie etwa das Arrangieren von Clan-Tunieren.
Doch auch hat der Mehrspielermodus noch mit ein paar Problemen zu kämpfen, so waren in den ersten Tagen sehr viele Verbindungsabbrüche zu verzeichnen, auch ist die offizielle Website übers erste Wochenende nach dem Release kaum zu erreichen gewesen. Ein wenig mehr Unterscheidung hätte den beiden Fraktionen sicherlich auch gut getan, so ähneln sich diese bis auf das Aussehen komplett - auch die jeweiligen Waffen können von der anderen Fraktion genutzt werden. Nichtsdestotrotz wird die Multiplayerfunktion von Killzone 2 noch monatelang genutzt werden, dank bewährter und innovativer Inhalte.
