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Battlestations: PacificXbox 360-Review von Peter Grubmair (19.05.2009)![]() Als Eidos Interactive vor gut zwei Jahren Battlestations Midway veröffentlichte, fiel der Titel hauptsächlich zwecks seines ungewöhnlichen Gameplays aus dem Rahmen. Denn der Mix aus Echtzeitstrategieelementen und der Möglichkeit jedes Kriegsgerät, von den Schiffen über die U-Boote bis hin zu den Flugzeugen, selbst steuern zu können, war schon recht einmalig. Diese Tradition wird in Battlestations Pacific nahtlos fortgesetzt, weswegen sich die Spieler des Vorgängers sofort zuhause fühlen werden. Denn an der grundlegenden Spielmechanik hat sich nichts geändert, dafür hat das Spiel technisch zugelegt und bietet uns nun eine deutlich schönere Optik, einen zugänglicheren Support-Manager und nicht zuletzt viele neue Einheiten, sogar Fußtruppen haben nun ins Spiel gefunden. ![]() Battlestations: PacificWorüber man aber zuerst stolpert, sind die zwei Kampagnen für den Einzelspieler. Geboten wird eine amerikanische Kampagne, bei der wir natürlich den bekannten Kriegsverlauf nachspielen, sowie eine japanische Kampagne, welche uns ein alternatives Kriegsende bietet, bei dem die Japaner die Auseinandersetzung im Pazifik gewinnen und der Krieg ein ganz anderes Ende nimmt. Beide lassen sich parallel spielen, man muss also nicht erst die eine abschließen um die jeweils andere spielen zu können. Stattdessen wird der Spielfortschritt der zwei Kampagnen getrennt gespeichert. Trotzdem ist es so, dass uns beide Kampagnen erst Schritt für Schritt alle Funktionen im Spiel zugänglich machen, auch wenn man von Anfang an, an den richtig großen Schlachten teilnimmt. Dabei spürt man meiner Meinung nach Deutlich, dass es die japanische Kampagne die ersten Missionen noch recht gut mit uns meint, die quasi als Tutorial dienen, wohingegen die amerikanische Kampagne recht schnell im Schwierigkeitsgrad anzieht. Beiden aber ist gemein, dass der strategische Anspruch erst mit den Missionen steigt, wohingegen sie sich anfangs noch recht „arcadig“ spielen. ![]() Battlestations: PacificIm direkten Vergleich mit dem Vorgänger, lässt sich der Nachschub und die Flugzeuge viel leichter verwalten als früher. Um einem Kreuzer zu befehlen das Aufklärungsflugzeug zu starten, genügt ein Druck auf den rechten Button, um die Flugzeuge vom Träger starten zu lassen der linke Button, woraufhin wir noch die Bewaffnung wählen können, und schon starten die Flieger. Auf diese Art und Weise wird der komplette Support gesteuert, oder die Flugzeuge zurückgeholt. Um Reparaturen zu starten oder Feuer zu löschen, genügt es den linken Stick zu drücken und die gewählte Aktion zu bestätigen, schon wird sie ausgeführt. Doch auch hier können wir eine Automatik benutzen, worüber man bei den späteren und recht groß ausgefallenen Flotten ganz froh ist. Auch sorgen die eingestreuten Meldungen der Mannschaft dafür, dass man kritische Zustände, wie überhand nehmendes Feuer oder Lecks, nicht so leicht übersehen kann. Get the Flash Player to see this player. ![]() Battlestations: PacificUm siegreich aus den Schlachten hervorzugehen empfiehlt sich ein kombiniertes Vorgehen aus der taktischen Karte heraus, wo wir den einzelnen Flotten und Staffeln Bewegungs- und Angriffsbefehle geben können, sowie direkt vom Schlachtfeld aus, indem wir die Kontrolle über das Kriegsgerät übernehmen. An dieser Stelle scheint Battlestations: Pacific wesentlich ausgewogener zu sein als noch Battlestations: Midway. Denn ein reines Agieren aus der taktischen Karte heraus führt ebenso wenig zum Erfolg wie das sture Selbststeuern der Einheit. Die gesunde Mischung daraus führt uns zum Sieg. Denn so gut die künstliche Intelligenz unserer Einheiten auch funktioniert, so effektiv und schnell wie ein Mensch geht sie nicht vor. Darum wechselt man im Spiel relativ oft zwischen der taktischen Ansicht, auch weil wir mit ihrer Hilfe die eigenen und die feindlichen Einheiten viel besser überblicken können, und den Waffen selbst. Zudem sollte man sich den Spaß nicht entgehen lassen, wenn man dem Feind die Breitseite des Schlachtschiffes hingedreht hat und aus allen Rohren feuern kann. Ich bin kein Militarist und kann mich auch nicht an Waffen aufgeilen, aber wenn die über 30 Geschütze eines japanischen Schlachtschiffes zu sprechen beginnen, wobei ich nicht mal weis wie viele davon Doppelrohre besitzen, dann ist das schon ein ganz besonderes Erlebnis. Wohl dem, der seine Soundanlage aufdrehen kann ohne die Nachbarn zu verärgern. Und schon wenige Sekunden später wird die See aufgewühlt und selbst Zerstörer und Kreuzer wirbeln auf den Explosionswellen umher als wären sie Spielzeug. Das muss man Battlestations: Pacific einfach lassen, die Artillerieduelle auf See stellen das Highlight des Spiels dar. ![]() Battlestations: PacificDoch auch in den Lüften wird eine Menge Action geboten, es gibt spannende Luftkämpfe ebenso wie halsbrecherische Torpedomissionen, die bei einem Fehlschlag das Ende der Mission bedeuten können. Denn wenn man mit Endgeschwindigkeit auf eine Feindflotte stürzt, dabei den Höhenmesser und die Anzeige der Torpedozielvorrichtung im Auge behalten muss, während einem die Schrapnells um die Ohren fliegen, muss der Sprengkörper seine Aufgabe erfüllen, denn den geballten Geschützen eines Zerstörers ist kaum mehr zu entkommen, sind wir erst in Schussweite geraten. 1 | 2 | Nächste Seite >> |
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