Abwechslungsreicher, intensiver, besser. Das alles ist AC2 mit seinem Hauptcharakter Ezio. Absolute Kaufempfehlung!
Assassin's Creed 2
Wer von Story erstmal genug hat, kann aber auch abseits davon besagten Aufträgen nachgehen, die, wie schon im ersten Teil, daraus bestehen, Auftragsmorde zu begehen, Post oder Päckchen abzuliefern, untreue Ehemänner im Auftrag ihrer Frauen zu verprügeln oder Rennen mit Dieben über den Dächern der Stadt auszutragen. Zwar sind diese Aufträge nicht der Story zuträglich, dennoch passen sie ganz hübsch ins Setting und runden das Gefühl, im Italien des 15. Jahrhunderts zu sein, gut ab. Belohnt wird man dafür mit barer Münze - Florin, so der Name der Währung - die man entweder in seine Rüstung stecken kann oder es in neue Waffen investiert. Daneben hat Ezio ein regelmäßiges Einkommen, dass er durch Besuche in seiner Villa in Monteriggioni erhält. Investiert er Geld in die Stadt und bezahlt einen Architekten für die Renovierung und Aufarbeitung, spült das wiederum mehr Geld in seine Kassen. Dieses Finanzsystem ist vom Prinzip her einfach gehalten und nur wenig von Belang, weiß aber, vor allem durch den visuellen Effekt bei der Stadt-Renovierung, extrem zu gefallen.
Ezio, bekannt wie ein bunter Hund...
Assassin's Creed 2
Je nachdem, wie man sich in Assassin's Creed 2 verhält, wird man stadtweit relativ bekannt. Wer beispielsweise meuchelnd und mordend durch die Gassen rennt, klaut, zu viel auf den Dächern rumrennt und Zivilisten umbringt (nach zwei ist jedoch Schluss...), wird per Fahndungs-Plakat gesucht und dementsprechend von Wachen viel schneller erkannt. Und haben die erst mal Alarm geschlagen, wird es für den Assassinen eng. Es muss aber ja nicht immer gleich der Kampf sein, manches Mal sucht man sein Heil besser in der Flucht. Diese gelingt dem Meisterdieb relativ flott, viel mehr noch als im Vorgänger stehen nämlich auch Kletter- und Parcours-Einlagen an. Diese meistert Ezio auf Knopfdruck ohne Probleme und hüpft sich so von Balken zu Balken und entkommt gut und gerne einer wütenden Meute von Stadtwachen.
Assassin's Creed 2
Wer nicht gerade auf Hüpfeinlagen steht, kann aber auch stilsicherer durch die Gassen kommen, selbst wenn Ezio stadtweit gesucht wird. Während man im ersten Teil noch auf Priester warten musste, unter die man sich mischen konnte, um dann verdeckt voran zu kommen, kann Ezio sich nun gleich mehreren Gruppen anschließen und ihnen folgen oder einfach auf Knopfdruck eine kleine Meute anheuern, die ihm dann auch prompt folgt. Die Kurtisanen beispielsweise blenden mit ihrer Schönheit die Stadtwachen und bringen einen so schnell fast überall hin. Kämpfen können die Mädels aber nicht, baut man einmal Mist, hauen die Frauen ganz schnell ab und lassen einen im Regen stehen. Diebe, die flinksten von allen, sind die einzigen anheuerbaren Parcours-Läufer und folgen einem auch über die hinterlistigsten Wege über die Dächer der Städte hinweg. Sie können zwar kämpfen, sind aber nicht besonders stark gepanzert, weswegen man sie besser als Ablenkung einsetzt. Mag man's rabiat oder braucht für eine anständige Klopperei schnelle Hilfe, heuert man am besten gleich ein paar Söldner an. Die sind anständig gepanzert und können einerseits gut einstecken aber auch noch besser austeilen. Beweglich sind sie wegen der Panzerung aber kaum noch, weswegen sie uns auch nicht über die Dächer hinweg folgen können.
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Gerät man schließlich doch auch selbst in Kämpfe, sind diese um einiges dynamischer, als noch im ersten Teil der Serie. So kann Ezio beispielsweise seine Gegner mit einer Knopfdruck-Kombo entwaffnen und diese Waffe dann gegen ihn einsetzen. Generell kann der Meuchelmörder nun auch Waffen vom Boden aufheben und damit kämpfen, die besten Kampfwerte haben diese aber nicht. Wichtiger ist in der Hinsicht der Shop, in dem sich kauffreudige Assassinen mit allem ausstatten können, was das Herz begehrt. Ist man mal knapp bei Kasse, kann man auch ganz primitive Diebes-Arbeit erledigen. Denn fast jeder Bürger, aber auch Wachen und Meuchel-Ziele, können von Ezio hinterrücks ausgeraubt oder gelootet werden, für den Fall, dass man mit dem Töten schneller war, als mit dem Anschleichen und Ausrauben.
