Kirby Super Star Ultra im Gamezone-Test

Test Andreas Keser

Kann Kirby im Remake des SNES-Klassikers überzeugen und mit neuen, kreativen Ideen überraschen?

Aus dem Hause Nintendo kommt so manches Maskottchen, doch nur eines ist rosa, rund und hat einen unbändigen Appetit. Die Rede ist natürlich von Kirby. Er ist einer der Videospielhelden, die schon seit etlichen Jahren ihr Unwesen treiben und Fans immer wieder begeistern können. In seinem neusten Abenteuer handelt es sich allerdings um ein aufgepepptes Remake eines Klassikers. "Kirby Super Star Ultra" entspricht nämlich dem SNES-Titel "Kirby's Fun Pak" der im Jahre 1996 erschienen ist. Nach über zehn Jahren hat sich einiges in Sachen Technik und Ideenreichtum getan und daher können Fans gespannt sein was sich die Entwickler alles einfallen ließen, um dem Remake neues Leben einzuhauchen und ein frisches Gameplay zu verpassen. Doch kann sich der Klassiker neben der modernen Konkurrenz beweisen?

Story?

Kirby Super Star Ultra Kirby Super Star Ultra In den meisten Kirby-Spielen ähnelt sich die Story stark. Das Dreamland ist in alter Tradition auch dieses Mal wieder in Gefahr und nur Kirby allein kann das Unheil abwenden. Dieses taucht in Form des bitterbösen Finsterlings König Dedede auf. Aber auch Meta Knight darf nicht fehlen. Doch was genau gibt es zu tun und wie sehen die Pläne von Kirbys Erzrivalen aus? So ganz klar wird das leider nicht. Auf der einen Seite klaut König Dedede das ganze Essen im Dreamland, während Meta Knight einfach nur daran interessiert ist, den Frieden im Dreamland zu stören. Wie lässt sich das denn bitte in einer Geschichte unterbringen? Gar nicht! Es gibt nämlich keine durchgängig erzählte Geschichte, die einen Anfang und ein Ende hat. Es gibt vielmehr einzelne Episoden, die nicht in direktem Zusammenhang stehen und einzeln gespielt werden. Im Kampf gegen Meta Knight sitzt einem ein Zeitlimit im Nacken und man muss versuchen sein fliegendes Schiff (die Halberd) zu zerstören, während man beim Gefecht mit König Dedede ganz andere Schauplätze besucht, kein Zeitlimit im Nacken sitzen hat und sich nicht in luftiger Höhe befindet. Es gibt also mehrere kleine Episoden, die in sich eine kurze Handlung beherbergen, aber kein großes Ganzes bilden. Dem gegenüber stehen noch die Minigames.

Kirby ganz klassisch

Kirby Super Star Ultra Kirby Super Star Ultra Wer nun denkt, dass "Kirby Super Star Ultra" aufgrund der Features des Nintendo DS jede Menge neuer und kreativer Ideen mit sich bringt, der irrt sich leider gewaltig. Die Steuerung funktioniert ganz klassisch über das Digi-Pad und die Buttons. Kirby hat auch kaum Neues dazugelernt. Er kann sich, wie sonst auch immer, aufblähen und mit Luft füllen. Dadurch hebt er ab und fliegt durch die Gegend. Seinen gesunden Appetit behält er ebenfalls, sodass er (fast) all seine Feinde einsaugen und verspeisen kann. Wenn er diese auffrisst, anstatt sie einfach wieder auszuspucken, erhält er ihre Fähigkeiten. Hat er beispielsweise gerade einen Gegner verschluckt, der Feuer spuckt, so kann Kirby von nun an ebenfalls Feuer spucken. Schluckt er einen Ninja, so wirft er fortan mit kleinen Wurfsternen/Messern, bei einem Wrestler oder Karatemeister kann er die tollsten Moves ausführen und verspeist er einen Vogel, so wachsen ihm Flügel und er ist in der Lage kontrollierter zu fliegen und Federn zu verschießen. Es lohnt sich also einen Feind nicht einfach nur zu verspeisen oder gleich wieder auszuspucken, sondern seine Fähigkeiten anzunehmen, zumal Kirby an sich keine sonderlich tollen Talente hat. Er ist also stets darauf angewiesen, dass ihm irgendwelche Kreaturen mit möglichst praktischen und nützlichen Fähigkeiten über den Weg laufen, damit er diese kopieren kann. Doch dieses Feature ist hinlänglich bekannt und bereits ein alter Hut.

Kirby Super Star Ultra Kirby Super Star Ultra Was allerdings neu hinzu kommt, ist das Partner-Feature. Wenn Kirby etwa einen bombenwerfenden Gegner kopiert hat und man dann die X-Taste betätigt, verliert man zunächst die neue Fähigkeit und der Gegner ist wieder quietschfidel und lebendig. Das Gute daran: Er kämpft nun auf eurer Seite. Wer dieses Feature sinnvoll nutzen will, der saugt zunächst einen Feind ein, der eine Nahkampftechnik beherrscht, macht diesen zu seinem Anhänger und saugt danach noch einen Gegner ein der über Wurfgeschosse verfügt, sodass Kirby selbst schießen kann und stets von einem Karatemeister umgeben und beschützt wird. Doch es kommt dabei immer auf die Situation an. Manchmal wäre es fast geschickter, wenn beide den Nahkampf beherrschen oder beide mit Wurfgeschossen umgehen können.

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