G-Force: Agenten mit Biss im Gamezone-Test

Test Michael Stadler

G-Force stellt eine der gelungeneren Filmumsetzungen dar, auch wenn die Story im Spiel kaum zur Geltung kommt.

Frisch aufgestanden wackelt ihr wie jeden Morgen in eure Küche. Um euch wieder einmal komplett ins Leben zu integrieren braucht ihr auch diesen Morgen eines: Frühstück! Kurzerhand wird die Kaffeemaschine angeworfen und der Toaster mit zwei Brotscheiben gefüttert. Bevor ihr euch verseht, lässt euch die Kaffeemaschine auf einer von ihr sorgfältig gespritzten Pfütze ausrutschen und der Toaster brät euch lieber eine über, als die Getreidescheibe zu bräunen. Die Verbindung zu dieser zugegeben sehr komischen Vorstellung ist Disney Pixars "G-Force - Agenten mit Biss". Der neue 3D-Film über Agenten im Meerschweingewand startet seine Infiltration der Kinosäle am 15. Oktober. Zeitnah erscheint auch wie selbstverständlich das passende Videospiel in unseren Büros. Mit in der Verpackung: eine 3D-Brille. Wie diese pelzigen Mischungen aus Sam Fischer und James Bond uns in Atem gehalten haben und in welcher Dimension wir tatsächlich gespielt haben, erfahrt ihr jetzt ganz lässig ohne Spionage.

Warum spionieren wir eigentlich?

G-Force: Agenten mit Biss G-Force: Agenten mit Biss Der altbekannte Angliszismus "Story" beschreibt im Normalfall die Handlung eines Mediums. Sei es nun ein Buch, ein Film, oder ein Spiel. Das Wort beschreibt immer das gleiche Element. Natürlich nur, wenn man auch weiß was zu beschreiben ist. Dieser Punkt ist in "G-Force" beinahe genauso haarig wie seine Protagonisten. Ihr werdet im Körper des Meerschweinspions Darwin in ein Tutorial kurz über die Spielsteuerung informiert. Habt ihr dieses überstanden, werdet ihr Zeuge einer "Einsatzfahrt" des von der G-Force eigenhändig zusammengebauten Teamfahrzeugs. Das Ziel ist für den Spieler unbekannt. Wenn das Spiel euch die Kontrolle wieder übergibt, steht ihr vor einem Haus das euch weder näher erklärt oder gezeigt wird. Ihr müsst es einfach infiltrieren. Um ehrlich zu sein, habe ich mich beim Schreiben dieser Passage wirklich darum bemüht die Geschichte des Spiels irgendwo zu finden. Doch dann dachte ich mir, warum ich euch diese Ahnungslosigkeit durch gute journalistische Arbeit verschleiern sollte. Alles was zu sagen bleibt ist, dass man im Laufe des Spiels mehr schlecht als Recht erfährt, dass der Besitzer der Firma "Saberling" plant die Menschen mit seinen bösen Haushaltsgeräten anzugreifen und ihr dieses Vorhaben vereiteln müsst. Das lässt mich zu dem Schluss kommen: Wer den Film gesehen hat weiß dann sowieso alles viel besser.

Gehst du zum Waffeleisen, vergiss die Peitsche nicht!

G-Force: Agenten mit Biss G-Force: Agenten mit Biss Im Kampf gegen Toaster und Co. habt ihr verschiedene Spielelemente zur Verfügung. Fangen wir mit der Fortbewegung an: Darwin ist per se ein gewöhnliches Meerschweinchen wie es auch meiner einer zu Hause haben könnte. Wäre da nicht sein Nachtsichtgerät plus Head-Set auf dem Kopf und das kompakte Jet-Pack auf dem Rücken. Das Jet-Pack nutzt er standesgemäß zum gleiten, springen oder zu einer extremen vertikalen, respektive horizontalen Beschleunigung der eigenen Masse. Egal ob ihr nun in der "Saberling"-Basis, der Produktionsstätte oder in anderen Etablissements euer Unwesen treibt, ist das Lüftungssystem euer bester Freund. Um dort hin zu gelangen, müsst ihr mit Waffengewalt die Abdeckung entfernen. Dazu reichen die gleichen Mittel, auf die auch die zahlreichen feindseligen Haushaltsgeräte sehr allergisch reagieren. Mit acht Waffen, welche jede für sich noch einige Modifikationen durchlaufen kann, könnt ihr euch jeden Weg durch die Level bahnen. Geht euch der Sprit für die kleinen Schießeisen aus, oder ihr wollt einfach mal wieder echten Nahkampf von Schwein zu Maschine haben, dann zückt die Laserpeitsche und lasst es schnalzen. Besiegte Gegner lassen kleine Computerchips fallen. Diese können, zusammen mit den in jedem Level geschickt versteckten CDs, von euch in einer Art Getränkeautomat für Maschinen gegen neue Waffen oder Upgrades für Peitsche und Mooch eingetauscht werden. Oh, ihr kennt Mooch ja noch gar nicht! Mein Fehler - Mooch ist eine Fliege und Darwins treuer Begleiter. Steuert ihr den kleinen Flattermann, könnt ihr u.a. Überwachungskameras stören, Türen öffnen oder Chipkarten entwenden. Ihr löst mit Mooch also Aufgaben, für die Darwin entweder nicht ausgestattet oder einfach zu groß ist.

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