Trine im Gamezone-Test

Test Sandro Odak

Ein Meisterwerk zusammengesetzt aus dem Besten mehrerer Genres: Rollenspiel, Hack and Slay und Jump'n'Run par Excellence!

Trine Trine Im kleineren Maße finden aber auch findige und suchfreudige Gamer immer wieder mal Artefakte - leider keine, die das Böse für immer aufhalten können. Viel mehr handelt es sich dabei um Items, die versteckt in Kisten auf den Karten herumliegen und meist nur durch Tricks zu erreichen sind, für die man aber schnell ein Auge entwickelt. Neben diesen Items, die auch je nach Anwender unterschiedliche Wirkungen haben können, entwickelt jeder Charakter auch eigene Fähigkeiten in einem Level-System fort. Kann der Magier zu Beginn beispielsweise nur eine Kiste herbeizaubern, sind es am Ende dank des Auflevelns und eines besonderen Items vier Kisten und fünf Rampen. Weil die Items aber auch frei an die anderen Charaktere verteilbar sind, entwickelt sich ziemlich bald ein kleiner Rollenspielaspekt, der zwar nicht allzu sehr ins Gewicht fällt, dennoch den Spielspaß oben hält und vor allem einen Anreiz bietet, alle Kisten im Spiel zusammenzusuchen und somit auch das letzte Versteck zu finden.

Hindernisse auf dem Weg

Trine Trine Dass es in Trine aber nicht immer leicht zugeht, dürfte verständlich sein. Das Spiel aus dem Hause Frozenbyte kombiniert dabei typische Hack and Slay-Komponenten mit witzigen Physik-Rätseln, einem leichten, aber dennoch interessanten Rollenspiel-Aspekt und beinharter Kombo-Action. Spielt man allein, muss man ständig zwischen den drei zur Verfügung stehenden Charakteren wechseln, gelenkt werden kann immer nur einer. Daraus entspringen schnell witzige Spielereien und vor allem viele verschiedenste Lösungsansätze für Fallen, Physikrätsel und Feindeshorden.

Trine Trine Ist man beispielsweise unter einem Vorsprung zum Halten gekommen und kommt als Krieger, der behäbig und schwer ist, nicht weiter, kann man entweder als Dieb weiterspielen und sich mit seiner Wurfleine raushangeln oder aber als Magier mithilfe von herbeigezauberten Kisten und Rampen das Heil in der Flucht suchen. Mit Kombinationsgabe und ein wenig Phantasie lässt sich so fast jedes Problem ganz individuell lösen - Spaß machen vor allem Patchwork-Lösungen die einem das Gefühl geben, das Spiel gerade "ausgetrickst" zu haben. Wie unterschiedlich Situationen angegangen werden können, zeigt einer der drei veröffentlichten Gameplay-Trailer:

Trine Trine Wer nicht allein spielen möchte, kann Trine übrigens mit zwei weiteren Spielern am gleichen PC spielen, Vorraussetzung sind jedoch genügend Gamepads. Im Koop macht der Titel sogar noch mehr Spaß, viel interaktiver spielt er sich so, aber auch ein wenig einfacher, da dadurch zwei Angriffsklassen (Krieger und Diebin) gleichzeitig im Spiel sind und austeilen können. Ein fader Beigeschmack aber bleibt: Da jede Figur nur einmal zur gleichen Zeit im Spiel sein kann, muss häufig durchgewechselt werden. Wechselt etwa ein Spieler am Pad vom Krieger zum Zauberer, werden auch alle anderen Spieler zwangsgetauscht, herrscht keine Klarheit kommt es da schon mal zu Rangeleien. Besonders traurig ist das, wenn man von der kämpfenden Klasse in den Zauberer getauscht wird und dadurch den Skelett-Monstern schutzlos gegenübersteht; nicht umsonst aber sind Wiedererweckungssteine spielerfreundlich gesetzt und mit wenig Schwierigkeit zu erreichen.

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