Auch die PC-Version des kultigen Action-RPGs überzeugt, gerade auch weil sie gut für betagte Systeme optimiert wurde.
Das Sammelfieber bricht aus
Borderlands
Da es derart viele Waffen gibt, die Werbung spricht von 87 Bazillionen (!?!), hat man natürlich reichlich damit zu tun, die Teile aufzusammeln, was allerdings etwas zu fummelig ausfällt, da man den Gegenstand recht präzise anvisieren und den entsprechenden Button drücken muss. Hält man die "Aufsammel-Taste" länger gedrückt, wird alles in der näheren Umgebung aufgesammelt. Gleichzeitig darf eine Waffe sofort ausgerüstet werden. Insgesamt stehen bis zu vier Slots für Schießprügel zur Verfügung, die es erlauben blitzschnell zwischen MG, Sniper-Rifle usw. zu wechseln. Ansonsten zeigt sich das Inventar, obwohl es sich erweitern lässt, zwar durchaus übersichtlich, jedoch auch recht klein. Immerhin lassen sich Waffen bequem vergleichen, während man schon vor dem Einsammeln ersehen kann, ob der Gegenstand es überhaupt wert ist, aufgenommen zu werden. Ansonsten öffnet man allerlei Kisten, Waffenschränke, Toilettendeckel und Co, um an reichlich Dollar, Munition und Waffen zu gelangen. Selbst verwesende Knochenhaufen werden unbarmherzig geplündert.
Borderlands
Da das Inventar schnell voll ist, muss der Profit-orientierte Spieler öfters zu Verkaufsautomaten zurückkehren, die überall in der Welt verstreut sind. Dort darf man sich natürlich auch mit neuen Waffen oder Medikits eindecken. Verkaufte Gegenstände lassen sich übrigens bequem zurückkaufen. Leider lässt sich die Ausrüstung anderweitig nicht verstauen, weswegen man sich wohl oder übel nur auf das Nötigste beschränken sollte. Abseits davon müssen natürlich auch Erfahrungspunkte gesammelt werden. Nach jedem Levelaufstieg werden Lebensenergie und Kampfkraft gesteigert. Zusätzlich darf man in einem recht überschaubaren Fähigkeitenbaum Skillpunkte verteilen, die Stärke, Schild, Spezialfähigkeit und mehr verbessern. Insgesamt sind die Rollenspiel-Möglichkeiten sehr begrenzt und lassen kaum Raum für eine individuelle Entwicklung. Dennoch kann man seinen Helden dezent in eine von drei Richtungen spezialisieren oder einen All-Rounder erschaffen. Und hat man sich "verskillt", ist es möglich alle Fähigkeiten wieder auf Null zu setzen.
Was kommt da aus dem Loch gekrochen
Borderlands
Wie es so im Genre üblich ist, bewegt man sich durch eine offene Welt, die zwar in größere und kleinere Abschnitte unterteilt ist, dennoch kann man sich frei in ihr bewegen. Von den wenigen NPCs, die Tag und Nacht vor ihrer Blechhütte stehen, holt man sich Aufgaben, die sich hauptsächlich um das Besorgen von Gegenständen oder das Töten von Gegnern drehen. Auch die Storymissionen sind nicht besonders spannend inszeniert, wobei Borderlands hauptsächlich vom Aufleveln uns Sammeln von Ausrüstung lebt. Schade ist nur, dass Pandora so leer wirkt, da sich selbst in größeren Siedlungen keine Menschen tummeln. Insgesamt kann man ruhig behaupten, dass die Laufwege zu lang sind, auch wenn die Welt nicht im Ansatz an die Größe eines Oblivion heran reicht. Später wird man auf eine hilfreiche Schnellreisefunktion zurückgreifen dürfen. Hinzu kommt noch, dass die selben Umgebungen häufiger besucht werden und deswegen wenig optische Abwechslung geboten wird. Immerhin ist es möglich an verschiedenen Fahrzeugstation einen schicken Buggy mit Geschützturm herbei zu rufen, mit dem es sich deutlich leichter kämpfen lässt. Viele Gebiete lassen sich mit Fahrzeugen jedoch nicht erreichen.
