Auch die PC-Version des kultigen Action-RPGs überzeugt, gerade auch weil sie gut für betagte Systeme optimiert wurde.
Comic-Grafik und Endzeitstimmung?
Quelle: PC Games
Borderlands
Entweder man mag den Cel-Shading-Look, oder eben nicht. Abseits dieser Glaubensfrage macht Borderlands eine überraschend gute Figur. Es gibt zwar nie jene Momente, bei denen man sich sabbernd an grafischen Details nicht satt sehen kann, technische Schnitzer leistet sich das Action-Rollenspiel aber auch keine. Die staubige, dreckige und gnadenlose Endzeitstimmung wird von der Unreal Engine 3 sehr gut eingefangen. Weder Pop-Ups oder Tearing trüben das Bild während des Spiels nachhaltig. Obwohl sich oft viele Gegner auf dem Bildschirm tummeln, sind die Hardwareanforderungen sehr human. Selbst auf Singlecore-CPUs und mit 1 GB Ram lassen sich akzeptable Ergebnisse erzielen. Ein stinknormaler Dual Core, 2 GB Ram und eine halbwegs vernünftige Grafikkarte reichen aus, um Borderlands voll zu genießen.. Die weitläufigen Areale könne ebenso verzücken, wie die vermüllten Siedlungen mit ihren Blechhütten. Zwar sind die Texturen aufgrund des Stils sicherlich ein wenig undetailliert, doch das wird durch ansehnliche Spezialeffekte ausgeglichen. Gleichzeitig erfreut man sich an einem stimmungsvolle Tag-Nacht-Wechsel, der keinen Einfluss auf die Gegnerverteilung hat. Als Bug kann man den Umstand ansehen, dass man den Einbruch der Nacht auch in einigen geschlossenen Arealen bemerkt, in die eigentlich kein natürliches Licht fällt.
Quelle: PC Games
Borderlands
Wenn ein Level geladen wird, muss wenige Augenblicke abgewartet werden, bis sich alle Details aufbauen. Dieser Effekt ist bei Unreal Engine 3-Spielen bestens bekannt, tritt auf dem PC jedoch nur noch sehr kurz auf, was auch von der Ausstattung abhängt. Obwohl sich die Unterschiede in Grenzen halten, wirkt die PC-Version dank höherer Auflösungen und etwas feineren Texturen optisch leicht besser als die Konsolen-Brüder. Sehr positiv fällt hingegen der Soundtrack auf, der sich wunderbar in das Szenario einfügt. Selbst die deutsche Sprachausgabe gehört zum Besten, was man in der letzten Zeit gehört hat. Es wird zwar nicht viel geredet, doch dafür dann richtig. Und wenn man sich mit einer Gruppe Skags und Banditen anlegt, dann gewittert es nicht nur am Bildschirm, auch die Boxen werden prima gefordert. Die deutsche Version von Borderland kommt geschnitten daher. Obwohl noch eine gewisse Trefferrückmeldung zu vermelden ist, wurde der Blutgehalt zurück geschraubt. Zudem lassen sich Körperteile nicht abtrennen. Einige sarkastische Kommentare, die das Ableben von Feinden begleiten, wurden ebenfalls entfernt. Insgesamt wirken sich die Änderungen allerdings nur unwesentlich auf den Spielspaß aus.
