Shaun White Snowboarding: World Stage im Gamezone-Test

Test Thomas Pfnür

Shaun White unterstützt nun auch das Wii Motion Plus und das Wii Balance Board.

Ein neuer Name macht noch lange kein neues Spiel

Shaun White Snowboarding: World Stage Shaun White Snowboarding: World Stage Der Name mag sich geändert haben, das Spielprinzip hat es sich ganz bestimmt nicht. Soll heißen, wer den Vorgänger kennt, der wird sich auch bei "Shaun White Snowboarding World Stage" von der ersten Minute an zu Recht finden. Das A und O der Steuerung ist auch 2009 wieder vor allem ihre leichte Zugänglichkeit. Langes lesen von irgendwelchen Begleitheftchen ist einfach nicht nötig, denn die Bedienung ist grundsätzlich absolut selbsterklärend - vor allem auch dann, wenn man das Balance Board benutzt. Letzteres ist natürlich keine Pflicht, bringt aber auf Dauer ein deutliches Mehr an Spielspaß. Zwar kämpft der Titel auch heuer wieder mit ein paar Ungenauigkeiten bei der Bewegungserkennung - sowohl bei der Kombi Nunchuck/Remote, als auch beim Balance Board -, dafür entschädigt er aber mit richtig schöner, kaum Frust fördernder Arcarde-Action. Übrigens deutlich mehr als noch letztes Jahr, wo die Wii-Version irgendwie den gewissen Realismus vermitteln wollte. Das ist bei "Shaun White Snowboarding World Stage" kaum mehr so.

Shaun White Snowboarding: World Stage Shaun White Snowboarding: World Stage Aber kommen wir nochmals zurück auf die Balance Board-Unterstützung. Die Bedienung des selbigen ist, wie bereits letztes Jahr, einfach nur genial simpel. Wie gehabt, verlagert ihr einfach nur euer Gewicht um bestimmte Aktionen an eueren virtuellen Protagonisten weiterzugeben. Besonders schön aber, dass es in der aktuellen Version nun auch möglich ist Tricks und Sprünge direkt über das Board auszuführen. Allerdings ist hierfür dann doch etwas mehr Übung nötig. Aber nach ein paar Stunden auf dem "Depperlhügel" und einigen Stürzen ins digitale kühle Nass, sollte auch diese Steuerungserweiterung ins Blut oder besser in die Füße übergegangen sein.

Shaun White Snowboarding: World Stage Shaun White Snowboarding: World Stage Wie bereits erwähnt, ist die Benutzung eines Balance Boards keine Pflicht, d. h. sämtliche Aktionen sind nach wie vor auch über Nunchuck und Remote möglich. Allerdings macht es mit dieser Standard-Peripherie bei Weitem nicht solch einen Spaß sich durch den Schnee zu kämpfen. Schon deutlich mehr bringt da das komplett neue Feature der Wii Motion Plus-Unterstützung. Zwar gleicht sich selbige auch dem gesamten Steuerungsstandard des Titels an, soll heißen, auch hier müsst ihr mit einigen Ungenauigkeiten leben, aber dafür gibt sie euch auch irgendwie dieses gewisse Gefühl der "absoluten Bewegungskontrolle".

Insgesamt ist das Spielprinzip von "World Stage" ein Mix aus leichter Zugänglichkeit und einer gewissen Tiefe. Letzteres aber immer im überschaubaren Rahmen und ohne das geringste Frustpotential. So werdet ihr einen angenehm ansteigenden Schwierigkeitsgrad im Titel genau so finden, wie allseits klug agierende CPU-Gegner. Fordernd, statt frustrieren ist hier ganz klar das Motto und wird auch perfekt von "Shaun White Snowboarding World Stage" umgesetzt. Übrigens einen Tick besser, als noch beim Vorgänger.

Irre Tricks im Comic-Look

Shaun White Snowboarding: World Stage Shaun White Snowboarding: World Stage Kommen wir abschließend zur Technik. Und auch hier das mittlerweile gewohnte Bild: Änderungen im aktuellen Ableger sind nur schwer auszumachen und wenn überhaupt vorhanden, dann doch sehr marginal. Ein paar neue Designs, ein paar neue Objekte, ein paar neue Charaktere - das war es, mehr werdet ihr nicht finden. Nach wie vor setzen die Entwickler auf einen schrillen, kaum realistischen Comic-Look, wohl zum einen um den Spaßfaktor zu unterstreichen, zum anderen aber ganz sicher auch, um die Hardware nicht zu überfordern. Insgesamt bekommt ihr, wie schon bei "Road Trip" immer noch ziemlich leere Pisten, eine schwache Fernsicht und kaum Details abseits des vorbestimmten Streckenverlaufs geboten, dafür werden euch aber auch eine absolut flüssige Performance ohne ein einziges Framerate-Problem, eine bunte Spaßoptik und passende, da jederzeit stimmig ablaufende Animationen auf den Bildschirm gezeichnet.

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