C.O.P. The Recruit im Gamezone-Test

Test Alexander Winkel

Ubisoft liefert ein technisch beeindruckendes 3D-Abenteuer ab, bei dem ihr auf der Seite des Gesetzes alles machen dürft!

Open-World Spiele für den Nintendo DS sucht man wie eine Nadel im wohlbekannten Heuhaufen. Bis auf das grandiose "GTA Chinatown Wars" wird man wohl kaum noch Alternativen ausfindig machen. Ubisoft scheint sich der Marktlücke bewusst zu sein und reicht nun kurz vor Weihnachten mit "C.O.P - The Recruit" einen passenden Genreableger nach. Man war sogar derart selbstbewusst, die Thematik in ein 3D-Abenteuer zu packen, wo doch der Genreprimus höchst persönlich das Geschehen nur aus der Vogelperspektive präsentierte. Wir klemmten uns hinter den Handheld und fanden für euch heraus, ob den Entwicklern das unglaubliche Kunstwerk dennoch gelungen ist.

C.O.P. The Recruit C.O.P. The Recruit Ihr übernehmt die Rolle von Dan Miles, einem Ex-Untergrund Straßenraser, der sich seine Brötchen nach einem kleinen Zwischenfall mit Detective Bradley Winter nun auf der Seite des Gesetzes verdienen möchte. Mit einer Marke in der Hand, besteht nun die offizielle Lizenz für Verfolgungsjagden und Schießereien mit Drogenbossen und anderen Großstadtkriminellen. Davon gibt es im schick nachgebildeten New York reichlich und kaum hat sich der Jüngling in der City Control Division umgesehen, wird er schnurstracks in ganz große Dinge verwickelt. Wenn allein das Herrchen aufgrund Grenzüberschreitungen schon im Knast landet, wie soll das letztendlich mit dem Schoßhündchen enden? Na zum Glück ist der gute Dan nicht auf dem Kopf gefallen und hat darüber hinaus ein fließendes Mundwerk.

Virtuelles Bilderbuch

C.O.P. The Recruit C.O.P. The Recruit Die Story klingt fast wie aus "Fast and the Furious" und wird sehr schick in Comicbildern präsentiert. Leider gibt es keinerlei Sprachausgabe, so dass man dem flotten Bilderwechsel aufgrund des Textes kaum folgen kann. Witzigerweise wird aber die Geschichte bzw. die letzten Ereignisse nach jedem Neustart des Nintendo DS nochmals kurz zusammengefasst. Das dadurch aufkommende Episodenflair macht definitiv schon mal etwas her! Wirklich umwerfend ist letztendlich eine Tour durch die virtuellen Straßen und Gassen von New York City. Egal, ob man durch den Central Park schlendert oder nach Manhattan unterwegs ist, die grafische Pracht ist wahrlich beeindruckend. Denn Ubisoft hat mit "C.O.P - The Recruit" ein Open-World Spiel der alten Schule in schicker dritter Dimension auf dem Nintendo DS gezaubert. Detailreiche Bauten, unglaubliche (wenn auch oft durch einen Aufbau gekennzeichnete) Weitsicht und eine nahezu konstante Bildrate lassen einem das Wasser im Mund zusammen fließen. Mit einem schmackhaften Abendrot gießen die Entwickler auch farblich noch eine zuckersüße Glasur auf die Pixelpracht!

C.O.P. The Recruit C.O.P. The Recruit Doch nicht alles ist Gold, was glänzt. So erstaunlich die Technik dahinter ist, so bitter ist der Nachgeschmack dieser grandiosen Mischung. Die Entwickler scheinen sich zu sehr auf umwerfende Panoramabilder konzentriert haben, denn obwohl der unerträgliche Lärm der Straßen durch wildes Geschrei, ständigem Reifenquietschens, genervtem Autohupens und Sirenen auf die Ohren schlägt, wirken die Gehwege und der Asphalt fast gar leergefegt. Das Leben zeigt sich wohl, so ist es ja nicht, doch weder stauen sich die Taxikolonnen in der Rush Hour, noch steppt tatsächlich der Bär! Die Atmosphäre wird hauptsächlich durch die Geräuschkulisse eine Großstadt getragen und nur in Auseinandersetzungen dann zusätzlich noch durch treibende Beats angeheizt - optisch ist von der Masse aber nur wenig sichtbar.

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