Was denken grüne Außerirdische, wenn Menschen ihren Planeten heimsuchen? Die Antwort findet sich auf Planet 51!
Am 3. Dezember, passend zur familienbesinnten Weihnachtssaison, läuft der witzige Animationsfilm "Planet 51" in unseren Kinos an. SEGA schnappte sich die zugkräftige Lizenz um schockierte grüne Aliens, die zum ersten mal einen Menschen sehen und liefert vorab ein kunterbuntes Action-Adventure zum Filmspektakel ab. Wir begaben uns auf den fremden Planeten, fügten uns den Gewohnheiten der Bewohner und tauchten in eine Welt ein, die uns stark an die 50er Jahre erinnert. Wie uns der Ausflug gefallen hat, könnt ihr hier nachlesen!
Planet 51
Die Entwickler machen von Anfang an Nägel mit Köpfen und werfen euch, egal ob ihr euch auf der Xbox 360, der Playstation 3 oder der Nintendo Wii ins Abenteuer stürzt, unweigerlich nach Spielstart und ohne storytechnisches umschweifen in den beschaulichen Heimatort von Lem. In der Rolle des aufgeweckten Burschen erlernt ihr in einigen wenigen Schritten die Steuerung und werdet alsdann auch schon in die weite Welt des Planeten 51 entlassen - willkommen in einem Open-World-Abenteuer für Kids und jung gebliebene Zocker. Die hübsche knuddelige Grafik, die herzallerliebsten Charaktere und das beschauliche Leben der grünen Bewohner wächst einem recht schnell ans Herz. Alles wirkt durchaus wie aus einem Guss, wirkt aber dank der sauber gemähten Gärten, den weißen Lattenzäunen und den Fernsehern mit nur drei Abendprogrammen wie ein Ebenbild der menschlichen 50er Jahre, währen da nicht einige sonderbare Dinge wie schwebende rundlich geformte Autos und Fahrräder.
Willkommen auf Planet 51
Planet 51
Das Spiel offeriert ein weitläufig und völlig frei erkundbares Terrain aufgeteilt in drei unterschiedliche Gebiete: Ihr beginnt das Abenteuer im beschaulichen Vorort, der Heimat von Lem und seinen Freunden und der Ausgangspunkt der tatsächlichen Geschichte. Weiter geht's in der pulsierenden Großstadt mit zahlreichen Einwohnern und schlussendlich gelangt ihr ins Wüstengebiet, in dem sich eine geheime Militärbasis befindet. Neben den eigentlichen Aufträgen und Missionen gibt es zahlreiche Comicausschnitte verteilt an teils schier unerreichbaren Orten zu entdecken und Schilder, die man zerstören kann. Weiterhin sammeln sich zahlreiche Aufkleber an, die im virtuellen Stickeralbum ihren Platz finden. Trotz der spielerischen Freiheit, seid ihr dennoch stark an den Missionsablauf gebunden und bekommt abseits dessen nur wenig Interaktionsmöglichkeiten geboten. Die Passanten auf der Straße geben zwar Kommentare ab, einen Plausch könnt ihr aber nur mit wichtigen Personen halten. Läden, diverse Aktivitäten und ähnliches sucht man darüber hinaus vergebens.
Planet 51
Ihr beginnt mit kleinen Aufträgen, die unter anderem auch dazu dienen, die Steuerung der Fahrzeuge und ähnliches zu erlernen. Die Boliden lassen sich vor allem auf den HD-Konsolen ganz gut manövrieren, auf der Wii benötigt man etwas mehr Praxis. In die Kurven wird das Fahrzeug durch die Neigung der Fernbedienung gelenkt, welche wie ein NES-Controller in der Hand gehalten wird. Dass sich sowohl ein Fahrrad, als auch später die motorisierten Karossen dadurch etwas schwammig steuern, macht sich vor allem mit der Turbo-Taste bemerkbar, welche euch kurzzeitig in einen wahren Geschwindigkeitsrausch versetzt und das Bild sehr schick verzerrt. Man stellt sich durchaus die Frage, warum die Entwickler uns nicht die Möglichkeit gaben, das Spiel auch mit Nunchuck zu spielen, denn dann wäre die Handhabe mittels des Sticks durchaus passabel geworden.
