Singstar Chartbreaker im Gamezone-Test

Test Alexander Winkel

100% Chartstürmer tummeln sich auf dieser neuen Singstar Compilation. Doch stürmt auch das Spiel sofort von null auf hundert?

Das Weihnachtsfest steht bevor und die Nachfrage nach neuem Trällerfutter scheint unersättlich. Schlappe drei Ableger des Karaoke-Königs Singstar veröffentlichte Publisher Sony innerhalb des letzten Monats. Doch werden nur Fans die "Take That"-Edition begrüßt haben und so mancher konnte sicherlich mit aus Deutschland produzierter Mucke nichts anfangen. Um die Chartstürmer der neuesten Scheibe "Chartbraker" kommt aber wohl kaum einer herum. Hier tummeln sich ausschließlich absolute Granaten auf der Disc, die vorab als Musik-CD schon mächtig Preise abräumten.

Singstar Chartbreaker Singstar Chartbreaker Wie immer steht und fällt der neueste Ableger mit seiner Songliste, welche uns satte 30 Jahre Musikgeschichte präsentiert. Die Mischung ist äußerst breit gefächert und füllt lückenlos von den 80ern an das Repertoire an Stücken. Herrliche und unvergessliche Klassiker wie "Touch Me" von Samantha Fox oder auch "Such A Shame" von Talk Talk umschmeicheln die Ohren mit wohlklingenden Stimmen, die auch heute noch auf diversen Radiosendern zu hören sind. Ganz klar, dass videotechnisch ordentliche Abstriche gemacht wurden, da seinerzeit die Qualität nicht sonderlich hervorragend war. Im Falle von Harpos "Moviestar" greift Sony sogar auf ein fiktives Video zurück, obwohl es eigentlich Veröffentlichungen gab.

Die Songliste des Spiels: Adamski - Killer Ann Lee - 2 Times Baltimora - Tarzan Boy Black - Wonderful Life Charles and Eddie - Would I Lie To You China Crisis - Wishful Thinking Cinema Bizarre - Lovesongs (They Kill Me) Daryl Braithwaite - One Summer David Dundas - Jeans On Eighth Wonder - I'm Not Scared Emilia - Big, Big World Harpo - Moviestar Joshua Kadison - Jessie Lisa Stansfield - All Around The World Marc Almond feat. Gene Pitney - Something's Gotten Hold Of My Heart Marshall Hain - Dancing In The City Max Werner - Rain In May Maxi Priest - Close To You OMC - How Bizarre Orange Blue - She's Got That Light P. M. Sampson - We Love To Love Ashford & Simpson - Solid Samantha Fox - Touch Me (I Want Your Body) Sniff'n The Tears - Driver's Seat Talk Talk - Such A Shame Tasmin Archer - Sleeping Satellite Thomas Godoj - Love Is You Thompson Twins - Doctor! Doctor! Watershed - Indigo Girl Whigfield - Saturday Night

Trotz fehlendem HD-Glanz überzeugen die alten Chartstürmer wie Charles & Eddie mit "Would I Lie To You" oder auch Ashford & Simpson mit "Solid" und machen ordentlich Spaß, obwohl ein alter Hase sicherlich den einen oder anderen Hit aus längst vergangenen Zeiten noch vermisst. Zu den etwas älteren Schinken gesellen sich auch Titel der 90ern und der heutigen Zeit. Wohl kaum einer konnte seinerzeit der Whigfield entfliehen, die mit "Saturday Night" ihren Durchbruch schaffte, kurz darauf aber (vielleicht auch nicht zu unrecht) wieder von der Bildfläche verschwand. Neben seichten Balladen und poppigen Stücken stürmt mit "2 Times" von Ann Lee auch ein Dance-Kracher die Singstar-Hitparade und dank "She's Got That Light" von Orange Blue, "How Bizarre" von OMC oder "Big, Big World" von Emilia dürften auch jüngere Spieler den einen oder anderen Ohrwurm wieder erkennen.

Die Zusammenstellung ist gelungen und bietet eine wirklich abwechslungsreiche Mischung an zahlreichen Hits, welche unüberhörbar in den Radio- und TV-Programmen sowie auf Partys gefeiert wurden. Das bunte Treiben kann aber mitunter auch dazu führen, dass nur eine Handvoll der insgesamt 30 Titel wirklich interessant ausfallen. Das müsst ihr ganz individuell selber abwägen, ob euch die Songliste auch tatsächlich zusagt. Falls nicht, besteht ja immerhin die Chance, dass sich zahlreiche auf der Scheibe befindliche Titel in nächster Zeit auch im umfangreichen Singstore wieder finden und man so die Crème de la Crème rauspicken kann.

Gähnend innovationslos

Singstar Chartbreaker Singstar Chartbreaker Aus spielerischer Sicht hat sich aber nahezu gar nichts verändert. Seit dem neuesten Update dürften die PSN-Usernamen verwendet werden und auch der Onlinestore verfügt über die eine oder andere neue Funktion - all dies ist aber bei jeglichem anderen Singstar-Ableger per automatischem Patch sofort vorhanden. "Chartbraker" gibt sich optisch nun in grün/gelb, serviert euch aber hinter der Fassade ein völlig unverändertes Konzept. Vom Hauptmenü aus entscheidet ihr euch für eine Solokarriere oder springt in die zahlreichen Mehrspielervarianten inklusive kooperativen Harmonie-Duetten, rivalisierenden Duellen oder einer lustigen Partyvariante für bis zu acht Spieler. Wie immer gilt: Umso mehr Kollegen sich vor dem TV Gerät zusammenraufen, umso spaßiger wird der Abend. Vor allem auch dank der Unterstützung der EyeToy Kamera, die nach der eigentlichen Darbietung dank Audio- und Videowiederholungen für mächtig viel Lacher, aber auch extrem peinliche Momente sorgt. Wer Lust hat, veröffentlich seine gelungenen und witzigen Videos in der Community und kann sich dort auch Clubs anschließen, um neue Freunde zu finden.

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