Metro 2033 ist packend inszeniert und kann vor allem in seinen diffusen U-Bahnleveln überzeugen, die eine ungeahnt düstere Atmosphäre vermitteln.
Licht und ganz viel Schatten
Metro 2033
Die Steuerung von Metro 2033 funktioniert nach den üblichen Standards, was für die Xbox 360 und den PC gilt. Hier gibt es kaum etwas zu meckern. PCler können zudem wahlweise auf das Xbox 360-Gamepad umsteigen. Technisch überzeugt das Horror-Abenteuer mit tollen Licht- und Schatteneffekten, welche die bereits mehrmals erwähnte düstere Atmosphäre bestens unterstützen. Obwohl die Xbox 360-Version mit einer sehr soliden und ruckelfreien Optik von sich Reden macht, bei der es auch kein Tearing zu bemerken gibt, ist der PC auf den höchsten Einstellung deutlich überlegen. Dank DX11-Support können sich PC-Besitzer auf weitaus mehr Effekte, schärfere Texturen und hübschere Schatten- und Lichtspielereien freuen. Die Xbox 360-Fassung entspricht in etwa den mittleren Detaileinstellungen des PCs. Dennoch muss man für die Optik ein sehr ordentliches System im Zimmer stehen haben. So veranschlagt Metro 2033 einen Intel Core i7 Prozessor, eine Grafikkarte vom Schlage einer GeForce GTX 480 und unglaubliche 8 GB Ram. 4 GB sollten jedoch auch dicke reichen.
Metro 2033
Was man bei Metro 2033 jedoch negativ bemerken muss, sind die steifen Animationen und die ausdrucksarmen und emotionslosen Gesichter der Menschen. Dafür fallen die geringen Ladezeiten (auch auf der Xbox 360) angenehm auf, ebenso wie die gelungene Sprachausgabe. Auf der Disk befindet sich eine deutsche, englische und russische Tonspur inklusive der passenden Untertitel. Die deutsche Sprachausgabe ist gut gelungen und glänzt mit einem russische Akzent, den man eventuell albern finden könnte. Witzig ist in jedem Fall der Galgenhumor, der in einigen Gesprächen zu hören ist. Die englische Sprachausgabe ist dennoch einen Tick besser ausgefallen, während ich über die russischen Worte leider nicht gut urteilen kann. Was die Musikuntermalung anbelangt, zeigt sich Metro 2033 wohltuend minimalistisch und setzt auf bedrohliche Soundeffekte aus der Dunkelheit. Ein kleines Schmankerl ist übrigens Nvidias 3D-Vision. Auf einem ASUS G51J-IX097V (dem ersten Notebook mit Nvidias 3D-Technologie) wusste das Feature sehr zu gefallen und vermittelte (vor allem im düsteren Untergrund) das beklemmende Gefühl der Enge und Hoffnungslosigkeit noch mehr. Alles in allem scheint 3D (mal wieder) auf dem Vormarsch zu sein und nun auch das Shooter-Genre aufzurollen. Ob das dann am Ende vom Publikum auch positiv angenommen wird, wird sich aber erst zeigen müssen, vor allem weil man sich zusätzliches Equipment anschaffen muss.
