Echoshift im Gamezone-Test

Test Alexander Winkel

Bizzare Optik? Ein wenig! Skurriles Gameplay? Anfangs … spaßige wie auch innovative Unterhaltung? Definitiv!

Mit dem innovativen "Echochrome" schufen die Entwickler von Sony ein völlig neues und gar außerordentliches Puzzleabenteuer, welches nicht nur aufgrund der einseitigen schwarz/weiß-Farbgebung aufsehen erregte, sondern auch angesichts des durchdachten aber bizarren Gameplays. Den bekanntesten Werken des neuzeitlichen Künstlers und Grafikers [url=http:\\de.wikipedia.org/wiki/M._C._Escher]M. C. Escher[/url] nachempfunden, nutzen die 3D Konstruktionen optische Täuschungen, um die Figur über ansonsten unmögliche Wege passieren zu lassen. Der Nachfolger "Echoshift" ist nicht weniger kreativ, erinnert spielerisch aber nur noch geringfügig an das Erstlingswerk.

Echoshift Echoshift Ihr übernehmt einmal mehr die geheimnisvolle und nur gezeichnete Holzpuppengestalt und müsst diese durch ein verzwicktes Levelkonstrukt bis zum Ausgang dirigieren. Die alles entscheidende Türe im herausstechenden Braunton ist aber so gut wie nie direkt erreichbar. Gewagt Höhenunterschiede und Mauern müssen zunächst überwunden werden und zahlreiche Hindernisse wie Abgründe, Löcher, Zugbrücken und sich bewegende Plattformen geben euch genügend Grund zum nachgrübeln. Weitere Elemente wie Feinde (eine etwas gewagte Umschreibung für gefährliche Objekte) und schaltbare farbige Blöcke bereichern die Rätselkost und lassen zwar nicht zu Beginn, aber schon recht bald die Köpfe gewaltig rauchen!

Durch Raum und Zeit

Echoshift Echoshift Der Clou ist dieses Mal nicht das dreidimensionale Gebilde wie in "Echochrome", welches durch den Spieler gekippt und gedreht wird, sonder der Faktor Zeit. Einerseits müsst ihr die Nuss noch knacken, solange die Uhr im Hintergrund noch gnadenlos gen Null tickt, andererseits fährt "Echoshift" ganz gezielt auf die Manipulation der Zeit ab und ermöglicht es, mehrfach Aktionen aufzunehmen und diese anschließend parallel ablaufen zu lassen. Wer zuletzt "Ratchet & Clank - A Crack In Time" gespielt hat, wird sich an die famosen Zeitspielereien der liebenswerten Blechbüchse Clank erinnern, welche dem Gameplay von "Echoshift" nicht ganz unähnlich sind. Weiterhin reduzierten die Entwickler die groteske Darstellung der dritten Dimension und verlegten das Geschehen in nahezu zweidimensional gestaltete Konstruktionen, die nur gelegentlich Wände beherbergen, welche in den Raum ausweichen und somit je nach Zeit und Ort den Weg für die Spielfigur frei geben.

Echoshift Echoshift Das klingt nun alles deutlich aufwändiger und komplizierter, als es sich letztendlich spielt. Denn prinzipiell muss man nur die Figur mit dem Stick bewegen, einige Dinge erledigen und dann mir nichts dir nichts durch die Tür wieder ins Hauptmenü schlüpfen. Ganz einfach und gern auch mal unterwegs im Bus oder an der Wartestelle erledigt, oder? Zugegeben, was in den ersten Welten leicht von der Hand geht und quasi beim Vorbeigehen erledigt ist, erscheint schon nach den ersten 10-20 Aufgaben recht happig. Nicht selten müssen die Missionen mehrfach angegangen werden, um das perfekte Timing für alle nötigen Aktionen wie das betätigen bestimmter Schalter in bevorzugter Reihenfolge und beseitigen von verschiedenartigen Fallen herauszufinden. Denn das Zeitlimit ist meist extrem knapp und bedarf einer geplant abgestimmten Herangehensweise.

Echoshift Echoshift Zu Beginn einer jeden Stufe sollte man sich die Zeit also durchaus nehmen und noch ohne den Stress der tickenden Uhr den Level genau studieren. Per Stick und Schultertasten könnt ihr scrollen und zoomen und euch zunächst einen perfekten Überblick über die gegebene Situation verschaffen, bevor man die Aufgabe startet und mehr oder weniger blindlings ins Verderben läuft. Anschließend wird der hoffentlich vorhandene Plan ausgeführt und ist die Vorarbeit geleistet oder die Zeit abgelaufen, wird das Geschehene zurück gespult und eine neue Spielfigur erscheint.

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