Wer bereits Spaß mit Puzzlespielen wie Braid hatte, der wird sich auch am Kuchendieb erfreuen können.
Wenn ihr Kuchen und Klone mögt, dann dürften The Misadventures of P.B. Winterbottom exakt das richtige Spiel für euch sein. In diesem "Stummfilm-Jump 'n Run" aus dem Hause der Odd Gentleman, dreht sich nämlich alles um Süßspeisen, geklonte Ichs und eine Menge Knobeleien, bei denen man herauszufinden hat, wie man an die Leckereien gelangt. Ob sich die Jagd nach den Kuchen lohnt, haben wir nachstehend für euch herausgefunden...
Klassicher Stummfilm mit Slapstick Einlagen
The Misadventures of P.B. Winterbottom
Wenn man sich die Geschichte des Spiels anschaut, so fühlt man sich direkt in die Stummfilmzeit der 20er Jahre zurück versetzt, da viele schwarz/weiß-Schattierungen das Geschehen bestimmen und die Geschichte des weltbekannten Kuchendiebs P.B. Winterbottom erzählen. Der emsige Schlingel liebt es ahnungslos stehengelassene Kuchen zu klauen und ist immer auf der Suche nach noch wertvolleren und köstlicheren Leckereien, die er sich einverleiben kann. Als er einen schönen Tages jedoch einen Bissen von der berüchtigten Chronobeeren Kuchen nimmt, erhält der Dieb ungeahnte Fähigkeiten und kann sich fortan selbst klonen. Und mit dieser Fähigkeit kann der gute Winterbottom noch viel mehr Kuchen stehlen, da ihn die nützlichen Helfer an Orte befördern, an denen noch nie zuvor ein Kuchendieb gewesen ist...
Jump 'n Run Knobelei mit Klonen
The Misadventures of P.B. Winterbottom
Das Spielprinzip läuft, wie in guten alten Jump 'n Runs, zweidimensional ab, wobei wir Winterbottom von links nach rechts, bzw. umgekehrt über die einzelnen Bildschirme bewegen können. Dabei setzen wir natürlich die Klonfähigkeit ein, um an die ganzen Kuchen zu gelangen und dies kann mitunter recht knifflig ausfallen, wobei es meist mehrere Lösungswege gibt, die zum Ziel führen. Es wird jedoch stets vorgegeben, wie viele Klone in den einzelnen Levels existieren dürfen, wobei die entsprechende Anzahl nicht überschritten werden darf.
The Misadventures of P.B. Winterbottom
Wird die R-Taste des Xbox 360-Pads gedrückt, so zeichnet ein Recorder die anschließenden Bewegungen von Winterbottom auf so lange man die Taste gedrückt hält. Lässt man sie los, wird ein Klon kreiert, welcher anschließend exakt die gleichen Bewegungen in einer Endlosschleife ausführt wie der "Original-Winterbottom" zuvor. Das ermöglicht natürlich Schalter in unerreichbarer Ferne zu betätigen oder den entsprechenden Klon als Trittleiter zu verwenden, ihn über Abgründe zu treten, etc. p.p. Die Möglichkeiten sind sehr vielfältig um ans Ziel und die damit verbundenen Kuchen zu kommen. Benötigt man den Klon nicht länger, kann man ihn mit einem gehörigen Tritt oder mit Hilfe der Y-Taste aus dem Leben befördern. Natürlich ist es am Anfang noch ein leichtes an all die Kuchen zu gelangen, doch mit fortschreitender Dauer werden die insgesamt 75 Levels immer schwerer und schwerer und es wird dem Kuchendieb nicht gerade leicht gemacht, sich die Süßigkeiten zu schnappen. Da gilt es die Hirngrütze in Bewegung zu halten und zu knobeln, knobeln und noch mal zu knobeln...
The Misadventures of P.B. Winterbottom
Dabei ist die Spielbalance teilweise recht unausgeglichen, so dass man einige Rätsel mit Leichtigkeit überwindet, sich bei anderen aber förmlich die Zähne ausbeißt. Dennoch ist es anschließend sehr befriedigend, wenn man auch die etwas härteren Rätsel knacken und an die Kuchen gelangen konnte. Oftmals liegt es nämlich auch am richtigen Timing, wann und wo man einen Klon gewinnbringend einsetzt. Um dem ganzen die Krone aufzusetzen reicht es in späteren Levels nicht mehr aus, einfach alle Kuchen abzuräumen, sondern müssen diese auch in einer speziellen Reihenfolge gemopst werden; Oder es tauchen "Killerklones" auf, wobei man den Kontakt mit diesen Herrschaften tunlichst vermeiden sollte. Solche und andere Einfälle gestalten das Spielerlebnis stetig frisch und abwechslungsreich und sollten den geneigten Puzzle-Spieler bei Laune halten.
