Prison Break: The Conspiracy im Gamezone-Test

Test Goreminister

In Person von Tom Paxton ist es unser oberstes Ziel zu überleben und aus Fort Knox zu fliehen.

"Gefängnisfilme" sind keine wirklich neue Erfindung der Filmindustrie und schon Klassiker wie "Flucht aus Alcatraz", "Flucht in Ketten" oder "Papillon" lockten Millionen von Menschen in die Kinos. Da diese Filme jedoch schon etwas Zeit auf dem Buckel haben, erdachte sich Autor Paul Scheuring ein neues Konzept und verfrachtete diese Ausbuchssituation in eine TV-Serie namens Prison Break, welche es immerhin auf 4 erfolgreiche Staffeln brachte. Das Entwicklerteam von Zootfly griff dieses Fernseh-Konzept auf und entwickelte auf Grundlage der 1. Staffel ein entsprechendes Videospiel, welches nun im Handel erhältlich ist...

Previously on Prison Break

Prison Break: The Conspiracy Prison Break: The Conspiracy Um den unwissenden Spielern unter euch zumindest einen kleinen Überblick zu verschaffen, beschäftigen wir uns eingangs mit der Geschichte der TV-Serie in der Lincoln Burrows zu unrecht im Todestrakt landet, da er für den Tod von Terrence Steadman, dem Bruder der Vizepräsidentin der Vereinigten Staaten, verantwortlich gemacht wird. Sein Bruder, Michael Scofield, beschließt daraufhin seinen Bruder zu befreien und startet eine mehr als heikle Mission. Um Zugang zum Fox River Gefängnis zu erhalten begeht er einen Bankraub und landet daraufhin ebenfalls hinter schwedischen Gardinen. Doch dies ist Teil seines verwegenen Plans, da der hochbegabte Statiker seinerzeit am Bau des Gefängnisses mitgewirkt hat und dementsprechende Kenntnisse über die Schwachstellen des Komplexes besitzt. Um lästige und vor allem auffällige Notizen mit dem Fluchtplan zu umgehen, lässt sich Michael deshalb von oben bis unten tätowieren, wobei der vermeidliche Körperschmuck detaillierte Pläne enthält, mit denen er die Flucht vorbereiten und durchführen will, was natürlich nicht ohne die üblichen Hindernisse abläuft.

Prison Break: The Conspiracy Prison Break: The Conspiracy Die Geschichte des Spiels ist hier zu Zeiten der ersten Staffel angesiedelt, wobei der Spieler nicht in die Rolle von Michael Scofield, sondern in die des bislang unbekannten Undercover-Agenten Tom Paxton schlüpft. Dieser bekommt von der ominösen "Company" den Auftrag herauszufinden, was Michael Scofield plant und soll dafür sorgen, dass Lincoln wie geplant auf dem elektrischen Stuhl schmort. Somit beginnt man das Spiel eigentlich als feindlich gesinnter Company-Agent, der aber schnell eine Verschwörung aufdeckt und am Ende sogar um sein eigenes Leben fürchten muss. Die Story wurde, im direkten Vergleich mit der TV-Serie, recht gut inszeniert, wobei sich die Ereignisse gegen Ende des Spiels förmlich überschlagen und das Ganze, zugegebener Weise, etwas zusammengeschustert wirkt. Die einzelnen Fäden der Geschichte werden in den letzten Spielstunden zu hektisch und auch etwas zu vorschnell zusammen geknüpft, weswegen einige offene Fragen im Raum stehen bleiben. Darüber hinaus werden sich Fans durchaus mit der Geschichte identifizieren können, auch wenn die Hauptcharaktere der Serie im Spiel zu bloßen Nebenfiguren und Stichwortgebern degradiert werden.

Auf leisen Pfoten durch die Anstalt

Prison Break: The Conspiracy Prison Break: The Conspiracy Gleich im Verlauf der ersten Mission wird uns klar, dass Prison Break ein nahezu reines 3rd Person Stealth-Vergnügen ist, welches mit einigen Prügeleinlagen aufgepeppt wurde, um ein wenig Action unterzumischen. So schleicht sich Paxton durch die verschiedenen Gefängnistrakte und muss dabei stets unerkannt bleiben. Wird man von einem der Ordner, Sicherheitskameras oder Suchscheinwerfern erspäht, ist das Spiel umgehend vorbei, doch durch die weitestgehend fair gesetzten Checkpoints muss man nicht immer gleich den ganzen Weg erneut absolvieren. Soweit so gut und vor allem simpel, da es meist nur darum geht den richtigen Moment abzupassen, um am Sicherheitspersonal vorbei zu schleichen. Dabei kann man sich in Schränken oder hinter diversen Kisten und Kästen verstecken, bzw. durch Lüftungsschächte krabbeln und so diverse Strecken überbrücken. Man sollte nur etwas Geduld mitbringen und nicht immer sofort losstürmen, weil dies meist in einem Desaster endet. Also gilt es die Laufwege der Wärter zu analysieren und anzuschauen, bevor man von einer Deckung zur anderen hechtet.

Prison Break: The Conspiracy Prison Break: The Conspiracy Mit Hilfe der Dreieck und Quadrat-Taste des PS3-Pads schleicht man sich um Ecken und Kanten oder springt von einer Deckungsmöglichkeit zur nächsten, was in der Regel auch recht gut funktioniert. Nur hier und da hakt die Kamera oder es kommt zu Verzögerungen, welche manchmal dazu führen, dass wir enttarnt werden. Garniert wird das Ganze mit diversen Minispielchen, in denen man Sicherungskästen aufschrauben oder Türschlösser knacken muss. Natürlich muss auch hierbei äußerst vorsichtig und leise vorgegangen werden, denn schraubt man die rostigen Gewinde zu schnell auf, werden die Wärter aufgrund des Lärm förmlich angelockt. Unterm Strich ist Mr. Paxton jedoch meist beschäftigt, sich an Gott und der Welt vorbei zu schleichen oder zu hangeln, denn in äußerst vielen Sequenzen klettert man an Regenrinnen oder Vorsprüngen entlang und muss dabei den Scheinwerferkegeln von Suchscheinwerfern oder Taschenlampen entgehen.

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