Publisher Disney liefert uns mit „Toy Story Mania!“ eine passende Umsetzung zur kurzweiligen Vergnügungsparkattraktion, welche seit einiger Zeit im Disneyland oder auch Disney World vorzufinden ist. In „Toy Story Midway Mania!“ werden die Besucher in eine kunterbunte 4D Welt entführt, in welche sie dank Laserpistolen gar selber eingreifen können. Im Wettkampf mit dem Sitznachbar durchlebt man diverse hochtechnische Minispiele, welche in abgespeckter Form nun für die Wii erhältlich sind. Für Besucher des Vergnügungsparks sicherlich ein nettes Mitbringsel als Erinnerung, aber leider wächst der Titel nicht über eine gähnend langweilige Minispielsammlung hinaus.
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Toy Story ManiaDas Spiel wie auch die Attraktion im Vergnügungspark wurde inspiriert durch das Leinwandabenteuer mit Woody, Buzz und Co – dem lebendigen Spielzeug aus Andys Kinderzimmer der „Toy Story“ Filme! Somit basiert die Thematik auf einem kunterbunten Mix wie Spielzeugsoldaten und den witzigen Charakteren des gleichnamigen Films. Kinder wie auch jung gebliebene Erwachsene erfreuen sich an den putzigen Animationen sowie einer ordentlichen grafischen, wenn auch nicht sonderlich spektakulären Umsetzung. Denn leider wiederholen sich die Gesten der Charaktere mit jeder Runde und auch die Kommentare fallen nicht sonderlich abwechslungsreich aus. Schon bald stellt sich eine gewisse Resignation ein, so dass „Toy Story Mania!“ zwar zwischendurch seinen Unterhaltungswert offerieren kann, aber schlichtweg nicht für ausdauernde Abende geeignet ist.
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Toy Story ManiaDies liegt aber auch an der Tatsache, dass es sich einmal mehr um eine sehr simple Minispielsammlung ohne jeglichen Anspruch handelt. Das Spiel entführt euch in die fassettenreiche Welt des Karnevals bzw. eines Jahrmarkts. Schießbuden, Ringwerfen, Totenschlachten und ähnliche in der Realität meist kostspielige Unterhaltungsattraktionen wurden auf einer einzigen Disc als virtuelle Ebenbilder vereinigt. Satte 36 Minispiele wollen dabei für Abwechslung sorgen, doch leider gibt es z. B. das Tontaubenschießen im Stil der Moorhuhn-Spiele in etlichen Varianten. Ob ich den Soldaten auf ihrer Mission helfe, Enten und Vögel versuche zu treffe, Luftballons zum platzen bringe oder Banditen im wilden Westen jage – spielerisch ist es letztendlich völlig einerlei. Zudem ist es ein leichtes, mit Dauerfeuer eine hohe Punktzahl zu erreichen sowie die meist bis zu fünf geforderten Aufgaben erfolgreich absolvieren zu können.
In einigen weiteren Minispielen bekommt man aber dennoch auch andersartige Varianten geboten. Zum Beispiel gilt es in einer „Hau den Lukas“ Variante durch Schütteln der Wii-Remote ordentlich Power aufzuladen, um eine Rakete möglichst weit ins All schießen zu können. Beim Tassendrehen muss man wiederum ein gutes Auge haben, um letzten Endes diejenige herauszufinden, welche eine Schokomünze verbirgt. Dazu gesellen sich diverse Varianten, in denen die Wii-Remote als Wurfgeschoss herhalten muss. Ringe müssen auf Objekte geworfen oder Murmeln mit gutem Schwung in Löcher geschossen werden. Eher feinfühlig geht es schlussendlich daher, wenn eine Kugel mittels Kippen und Neigen der Fernbedienung durch ein Labyrinth manövriert werden muss.
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Toy Story ManiaAllzu knifflig wird es nie und dank der Anleitung vor Beginn eines jeden Minispiels muss auch nie das Handbuch studiert werden. Prinzipiell geht alles sofort von der Hand – nur macht die Technik allzu gerne einen Strich durch die Rechnung. Es gibt so einige Minispiele, in denen die Steuerung vollkommen ihren Geist aufgibt. Zum Beispiel verschwindet urplötzlich das Fadenkreuz, obwohl sich keinerlei Objekte zwischen der Fernbedienung und der Infrarotleiste befinden. Auch die Bewegungssensoren werden nicht optimal vom Spiel interpretiert. Das Werfen einer Murmel fällt absolut unglücklich und nicht praktikabel aus – das hatte Nintendo in ihrem Erstlingswerk „Wii Sports“ mit Bowling oder Kegeln schon deutlich intuitiver auf die Beine gestellt. Dank unpräziser Technik und dennoch völlig banaler Spielart kommt nicht nur Frust, sondern letztendlich auch eine gehörige Portion Enttäuschung auf. Auch wenn die Kids in manchen Dingen genügsam sind und ihre Freude an noch so simplen Spielvarianten haben, werden sie diesen Titel mit Sicherheit ebenfalls alsbald links liegen lassen.

Toy Story ManiaDa können die leider belanglose Story sowie die zahlreichen Extras kaum mehr was retten. Ihr dürft zahlreiche Bilder und auch weitere Minispiele für gewonnene Tickets im Shop erwerben. Die interessantesten darunter gehören der 3D-Gruppe an. Diese sechs speziellen Herausforderungen wurden für die beiliegende rot/blau-Brille konzipiert und ermöglichen einen dreidimensionalen Effekt ähnlich der heutigen Kinofilme. Zwar wirkt die Grafik etwas blass und dank der roten oder blauen Farbe der Gläser verwischen die Farben auch ein wenig, doch die Tiefenwirkung ist tatsächlich in einem gewissen Rahmen vorhanden. Leider entpuppen sich die meisten 3D Spiele wieder als simpelste Moorhuhn-Varianten und sorgen daher nur bedingt für Abwechslung. Ein witziger Gag ist dieser Modus aber dennoch.