Kann wohl ein uninspirierter und unnötig in die Länge gezogener Shooter überzeugen, nur weil er ein Shooter ist?
Shooter sind eines der meistgespielten Genre der Welt und weit verzweigt. Da gibt es Weltkriegsshooter, Sci-Fi-Shooter, Third- und First-Person-Shooter. Retro-Shooter, Taktik-, Brutalo- und Horror-Shooter. Zombie-Shooter und Multiplayer-Shooter. Solange sie alle gut gemacht sind, werden wir davon nie satt. Nun, dann gibt es aber auch noch überflüssige Shooter. Dazu gehört Bodycount. Warum, erfahrt ihr in unserem Test.
Bodycount
Tesanga City - Afrika: Ein Agent der Untergrundorganisation Network ist unterwegs, tief in einem von Bürgerkriegen zerrütteten, fiktiven südafrikanischen Staat. In Tesanga City soll es zum Showdown kommen: Rebellen und Militär stehen sich in den Straßen der Hafenstadt gegenüber und kämpfen ihre blutige Fehde aus. Welche Seite gewinnt, ist uns egal, aber irgendjemand dort, hat Dreck am Stecken... Sonst wäre das Network nicht an der Sache dran. Mehr Story oder Zusammenhang gibt es nicht. Zu Beginn einer Mission gibt es jeweils ein ganz kurzes Filmchen und eine schriftliche Erklärung, den Rest der Spielzeit heißt es ballern!
Die killen sich ja gegenseitig!?!
Quelle: Codemasters
Bodycount
Es ist Bürgerkrieg, theoretisch eines der besten Settings für Wii-Spiele. Denn: Der Spieler muss eigentlich nicht viel machen, gerade zu Beginn der Kampagne in Tesanga ballern sich nämlich Milizen und Militärs tatsächlich gegenseitig ab. Es reicht, wenn man die versprengten Überlebenden ausschaltet - auch wenn man dann natürlich weniger Punkte kassiert. Um die geht es nämlich: Ähnlich wie in Bulletstorm bekommt man für Kills und Kombos Punkte, welche am Ende eines Levels zusammengezählt werden. Da lohnt es sich durchaus, Gegner in Gruppen kaltzumachen, etwa indem man sie an einen Benzintank lockt und alle gleichzeitig hochjagt.
Bodycount
Ganz so dramatisch wie in Bulletstorm ist es aber nicht: Den Großteil der Zeit ballert man einfach stupide die Gegner zwischen einem und seinem Ziel nieder, sammelt kleine blaue Bällchen auf, die Gegner beim Tod droppen und läuft so die Wegmarkierungen ab. Sonderlich konsequent haben die Entwickler das Spielprinzip also nicht durchgezogen: Weder geht es so wirklich um den Score, noch so richtig um das Missionsende - denn einen Storyzusammenhang ist nur wirklich schwer herstellbar. Stattdessen ist der Weg das Ziel: Bodycount lässt euch einfach nacheinander in verschiedenen Gegenden auf KI-Soldaten schießen...
