Für unterwegs eignet sich die DS-Version wegen der in Abschnitte unterteilten Level besser.
Bei The Secret Saturdays handelt es sich um eine US-amerikanische Zeichentrickserie, die seit Oktober 2008 ausgestrahlt wird. Hierzulande ist die Serie leider weniger bekannt und ist hauptsächlich im Pay-TV zu sehen. Dafür erfreut sich die Reihe in den USA durchaus großer Beliebtheit und machte auch den Videospielbereich schon unsicher. Ende Oktober 2009 erschien in Nordamerika nämlich die Videospielumsetzung The Secret Saturdays: Beasts of the 5th Sun für die Playstation Portable, Nintendos DS, Wii und auch die Playstation 2 wurde erfreulicherweise noch mit einer Umsetzung versorgt. Nun kam der Titel auch endlich hierzulande auf den Markt und wir haben die Version für Nintendos Handheld einmal unter die Lupe genommen.
The Secret Saturdays: Beasts of the 5th Sun
Bei The Secret Saturdays dreht sich alles um die gleichnamige Familie Saturday und den Bösewicht V. V. Argos, der mal wieder die Weltherrschaft übernehmen möchte. Fans der TV-Serie werden sich bei der Story sofort heimisch fühlen, wer die TV-Vorlage jedoch nicht kennt, dürfte erwartungsgemäß nicht so richtig gefesselt werden, denn sonderlich spektakulär ist die Story nun wirklich nicht. Beschäftigen wir uns also lieber gleich mal mit dem Gameplay. Dieses ist auf den ersten Blick ebenfalls nicht sonderlich ungewöhnlich und ihr bekommt die übliche Action-Adventure-Kost in 2D präsentiert. Mit eurem Charakter könnt ihr über Hindernisse hüpfen, euch mit Hilfe von Klauen über Abgründe schwingen und auch Feinde mit ein paar Attacken angreifen. Zusätzlich gibt es noch einige Spezialangriffe und die besonderen Möglichkeiten der verschiedenen Familienmitglieder, die ihr im Spiel steuern werdet. Die meiste Zeit werdet ihr aber den jungen Zak Saturday kontrollieren, der eine wirklich interessante Fähigkeit besitzt. Dieser kann nämlich die sogenannten Cryptids mittels Telepathie steuern und euch dies im Spiel zu nutze machen. Diese Cryptids sind den Menschen eigentlich nicht bekannte Lebewesen, mit denen sich die Wissenschaftler der Familie Saturday beschäftigen und sowohl die Menschheit, als auch diese Tiere voreinander schützen möchten. Im Spiel selbst werdet ihr regelmäßig auf verschiedene Exemplare der Cryptids treffen und müsst diese dann auch hilfreich kontrollieren.
Cryptids sind der Schlüssel zum Erfolg
Und diese Hilfe werdet ihr auch brauchen und könnt das Spiel ohne die richtige Verwendung der Cryptids auch nicht absolvieren. So könnt ihr diese beispielsweise rufen, wenn ihr gegen etliche Gegner antreten müsst und den Feinden dann mit einem starken Cryptid ordentlich auf die Mütze geben möchtet. Zusätzlich müsst ihr auch immer wieder Rätsel mit Hilfe dieser Kollegen lösen, da diese jeweils eigene Fähigkeiten besitzen und so zum Beispiel durch kleine Gänge kriechen oder Hindernisse zerschlagen können. Falls ihr also im Spiel an einer Stelle mit herkömmlichen Mitteln nicht mehr weiter kommt, solltet ihr auf jeden Fall nach einem Cryptid Ausschau halten. Insgesamt gibt es über 50 Cryptids im Spiel und so ist von dieser Seite her auch für ein wenig Abwechslung gesorgt.
The Secret Saturdays: Beasts of the 5th Sun
Die ganzen Cryptids sind auch in einer kleinen Datenbank erfasst und in dieser könnt ihr euch über die jeweiligen Daten wie etwa der Größe informieren und zudem auch eine kurze Erläuterung des Cryptid lesen. Neben den Daten selbst gibt es noch ein kleines 3D-Modell des Tieres zu bewundern. Diese Datenbank muss allerdings erst von euch gefüllt werden, indem ihr diese Lebewesen, die ihr während dem Abenteuer trefft scannt. Pro Scanvorgang erhaltet ihr dann eine der drei Inhalte in der Datenbank zu diesem Cryptid. Wenn ihr also alle Informationen in der Datenbank erhalten möchtet, müsst ihr drei verschiedene Cryptids dieser Art während des Spiels scannen. Ein ziemliches nettes Feature, bei dem natürlich gerade Fans der Serie ihre Freude haben werden.
Der Schwierigkeitsgrad
Im Spiel sind selbstverständlich in jedem Level auch etliche Checkpoints verteilt, die euch längere Strecken nach einem Ableben ersparen. Leider könnt ihr auch bei der DS-Version den Spielstand nicht während eines Levels speichern, was aber bei dieser Handheld-Variante nicht sonderlich negativ auffällt. Bei der DS-Umsetzung wurden die Level nämlich in mehrere relativ kleine Abschnitte geteilt, was das Spiel natürlich auch für unterwegs etwas praktischer macht. Der Schwierigkeitsgrad ist dabei bei dieser Version allgemein auch etwas leichter und gerade jüngere Spieler dürften daher mit dieser ein wenig besser klar kommen. Der eine oder andere etwas knifflige Abschnitt ist aber natürlich auch auf dem DS dabei.
Technisch weiß der Titel leider nicht ganz zu gefallen
The Secret Saturdays: Beasts of the 5th Sun
Optisch ist The Secret Saturdays eher unspektakulär und ist auch für DS-Verhältnisse etwas dürftig. Immerhin sind die Charaktere und Level durchaus nett und passen von der Aufmachung her ziemlich gut zur Serie. Eine etwas bessere Grafik hätte dem Spiel aber wirklich nicht geschadet. Auch der Sound ist nicht überragend, aber erfüllt ohne Zweifel seinen Zweck. Die originale Titelmelodie der Serie ist mit von der Partie und auch die restliche Soundkulisse geht in Ordnung. Eine Sprachausgabe gibt es bei der DS-Version allerdings nicht. Ein wenig schade, denn auf der Wii und der PSP bekommt ihr eine wirklich nette englische Sprachausgabe präsentiert. Sprachausgaben sind auf dem DS zwar nach wie vor keine Selbstverständlichkeit, aber ein löblicher Zusatz wäre es im Falle von The Secret Saturdays natürlich ohne Zweifel gewesen.
Bei der Steuerung kann The Secret Saturdays aber leider ebenfalls nicht komplett überzeugen. Gerade die Klaue mit der Schwungsteuerung ist auf dem DS ziemlich gewöhnungsbedürftig. Dies ist zwar auch bei den anderen Versionen der Fall, aber auf Nintendos Handheld ist es sogar noch ein wenig kniffliger. Wie auch bei den anderen Umsetzungen gewöhnt man sich dann aber auch nach einiger Zeit an die Steuerung und sollte problemlos mit dieser klar kommen. Der Touchscreen kommt bei dem Spiel nur sehr selten zum Einsatz, was aber bei einem Spiel wie diesem sicher kein Nachteil ist.
