Black Sails: Das Geisterschiff im Gamezone-Test

Test Peter Grubmair

Die Ankh-Macher offerieren uns diesmal ein gruseliges Adventure rund um einen Seelenverkäufer.

Wir schreiben das Jahr 1884. Die junge Journalistin Anna befindet sich auf dem Weg nach Europa als ihr Schiff im Sturm sinkt. Nur mit knapper Not kann sie sich retten, indem sie sich an ein Stück Holz klammert. Und noch ein Passagier teilt ihr Schicksal, bis sie schließlich ein Segelschiff am Horizont erblicken auf das sie sich mit letzter Kraft in Sicherheit bringen. Doch etwas scheint mit dem Schiff mit den schwarzen Segeln nicht zu stimmen, seltsame Geräusche sind zu hören während von der Mannschaft keine Spur zu finden ist. Doch auch Annas Begleiter scheint etwas im Schilde zu führen, was die Lage nicht besser erscheinen lässt.

Black Sails: Das Geisterschiff Black Sails: Das Geisterschiff So die Ausgangssituation im neuesten Point-and-Click-Adventure aus dem Hause Deck 13, den Machern von so bekannten Spielen wie der Ankh-Reihe oder Venetica. Da verwundert es auch nicht weiter, dass unsere Protagonistin Anna verdächtig wie eine Mischung aus Scarlett (Venetica) und Sahra Wagenknecht (Die Linke) aussieht und sich wie Uma Thurman anhört. Da wir direkt im besten Stübchen des Seglers gelandet sind, also im Zimmer des Kapitäns, besteht unsere erste Aufgabe darin einen Weg hinaus zu finden. Schon an dieser Stelle gibt sich unser unsympathischer Begleiter bewusst Inaktiv, sein ganzes Interesse gilt den Dingen die man einstecken kann, was er auch bis zum Ende der Geschichte durchhält. Wie sich dann auch herausstellt aus gutem Grund.

Black Sails: Das Geisterschiff Black Sails: Das Geisterschiff Wer es sich nicht zu einfach machen will verzichtet auf die Einblendung der Hotspots, wer sich hingegen auf sie verlässt, wird schnell bemerken, dass es durchaus einige Dinge gibt die uns nicht sofort gezeigt werden, sondern erst gefunden werden wollen. Dabei geht die Bedienung locker von einer Hand, nicht einmal die rechte Maustaste wird benötigt, denn der Cursor gibt automatisch die logische Interaktion vor. Auf diese Weise können wir alles mit einem einzigen Klick untersuchen oder aufheben und ein zweiter Klick genügt um zwei Dinge miteinander zu kombinieren oder etwas auf etwas anzuwenden.

Black Sails: Das Geisterschiff Black Sails: Das Geisterschiff Haben wir also die erste Hürde genommen und die Türe der Kapitänskajüte geöffnet, können wir das Schiffsinnere erkunden. Dabei stoßen wir auf seltsame Maschinen und gruselige Tagebucheinträge, die eine Geschichte erzählen die einen gruseln lässt. Dazu gesellen sich auch recht bald Erinnerungssequenzen aus dem Leben eines kleinen Mädchens an Board des Schiffes auf dem wir nun gelandet sind. Es entwickelt sich zum Dreh- und Angelpunkt um all die Geschehnisse auf dem unheimlichen Seelenverkäufer und es liegt an uns dies aufzuklären. Das erreichen wir zum einen wegen dem ungezügelten Forscherdrang von Anna sowie den Gesprächen zwischen den Personen, die sich direkt auf das Verhalten derer auswirken.

Black Sails: Das Geisterschiff Black Sails: Das Geisterschiff Die gebotenen Rätsel sind allesamt recht logisch aufgebaut, für erfahrene Adventure-Spieler vielleicht sogar etwas zu leicht. Um auch nach einer längeren Pause wieder ins Spiel zu finden, gibt es eine Aufgabenliste mit den aktuell zu erledigenden Dingen. Ob man darauf aber wirklich zurückgreifen muss, wage ich zu bezweifeln, denn Black Sails gehört nicht gerade zu den umfangreichsten Adventures. An zwei Abenden oder einem ausgedehnten Spielenachmittag sollte man das Abenteuer locker durch haben. Auch was die Schauplätze betrifft, eigentlich gibt's ja nur einen, das Schiff, gibt sich der Titel knauserig. Wenn ich mich nicht verzählt habe, sind es sieben Räume an Bord des Schiffes die man immer wieder betritt um schlussendlich die eine Türe in die Freiheit öffnen zu können. Dafür werden wir mit verschiedenen Enden belohnt, je nachdem wie wir uns gegenüber unserem Begleiter verhalten haben geht die Geschichte anders aus. Allerdings wirken sich die Gespräche im Spiel bei weitem nicht so stark aus wie man Anfangs meinen möchte und welches Ende der Geschichte wir erleben entscheidet sich auch erst ganz zum Schluss, weswegen sich das Aufheben des letzten Spielstandes lohnt, will man das jeweils alternative Ende auch noch sehen.

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 06/2026 PCGH Magazin 07/2026 play5 07/2026 N-Zone 06/2026 Linux Magazin 07/2026 LinuxUser 07/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games PC Games Hardware Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk