Skate 3 im Gamezone-Test

Test Thomas Pfnür

Der dritte Teil trumpft hauptsächlich mit seinen neuen Online-Features auf, offline gibts hingegen kaum neues Gameplay.

Wer sich nicht selbst aufs Board stellen will oder kann, dem bietet Electronic Arts seit Mitte Mai mittlerweile bereits zum dritten Mal die Möglichkeit das Ganze zumindest virtuell auf PS3 und Xbox360 auszuprobieren - garantiert gelenk- und knochenschonend, also schmerzfrei. Aber auch spaßfrei?

skate 2.05

Skate 3 Skate 3 Wie gerne wird unter Testern diese "Unterversionierung" benutzt, kann man dadurch doch ganz leicht und ohne großer Worte, durch eine einfache Zahlenkombination dem Leser extrem deutlich zeigen, wie man das Spiel im Vergleich zum Vorgänger sieht und wie man das Spiel wirklich einordnet. Leider ist es aber auch immer eine Abstrafung der gebotenen Qualität, denn man spricht dem entsprechenden Titel natürlich auch seine Eigenständigkeit und seine besondere Klasse ab. Viel mehr degradiert man ihn sogar zu einem simplen Ableger vom Ableger, da die Unterschiede, falls überhaupt vorhanden, meist so marginal sind, dass sie Otto Normalspieler nur schwer bemerken wird. Und was hat das Alles jetzt mit "skate 3" zu tun? Ganz einfach, auch der neueste Teil der Skateboardumsetzung aus dem Hause Electronic Arts hat genau mit dieser Problematik zu kämpfen. Sicher, man findet durchaus einige Verbesserungen und auch komplett neue Feature wurden in den Titel eingebaut, aber alles in einem Rahmen und Umfang der einen bereits nach kurzer Zeit zweifeln lässt, ob es sich hier wirklich um Teil 3 oder doch eben nur um ein Update 2.05 handelt.

Skate 3 Skate 3 Besonders augenscheinlich wird dieser Mangel an Weiterentwicklung auf der spielerischen Ebene, dem sogenannten Gameplay. Es gibt zwar eine recht umfangreiche "skate.Schule", besuchen braucht ihr dieses Tutorial unter Anleitung des virtuellen Coaches Frank allerdings nur, wenn ihr den / die Vorgänger nicht kennt bzw. nie gespielt habt - zu gering sind einfach die Unterschiede. Bis auf ein paar wenige, neue Moves, welche den Weg dann letztendlich ins finale Spiel geschafft haben und die ihr euch auch ohne weiteres während des Absolvieren der normalen Modies beibringen könnt, hat sich am gesamten Steuerungsaufbau nichts gravierendes getan. D. h. aber auch, dass selbiger immer noch sehr intuitiv gestaltet ist. So werden über die Buttons sämtliche Basics, wie Graps und Tacklings, ausgeführt, während die komplette "Flickit"-Steuerung nach wie vor auf den Sticks liegt. Positiv hierbei: Das Ganze funktionierte in "skate 2" absolut fehlerfrei und tut dies ohne Abstriche auch in "skate 3".

Skate 3 Skate 3 In diesem Zusammenhang passt es natürlich perfekt, wenn wir uns auch gleich mit der KI bzw. dem einstellbaren Schwierigkeitsgrad beschäftigen. Wie beim Vorgänger habt ihr auch beim aktuellen Ableger der Reihe die Möglichkeit die an euch gestellten Anforderungen euren Fähigkeiten anzugleichen. In drei Stufen könnt ihr von extrem leicht zu enorm anspruchsvoll praktisch alles einstellen. Wie gehabt, verändert sich hierbei allerdings nicht nur das Fahrverhalten eueres Alter-Ego von Arcarde zu Realismus, sondern auch die künstliche Intelligenz der skatenden Gegner steigt steil an. So steil, dass ihr im höchsten Level nicht nur über die nichts verzeihende Steuerung fluchen, sondern meist vor allem an der ziemlich nervigen KI verzweifeln werdet.

Skate 3 Quelle: Electronic Arts Skate 3 Um den vielleicht sich hier aufbauenden Frust entgegen zu wirken, sind Pausen natürlich mehr als angebracht und die bietet euch "skate 3" in der bereits bekannten Form. "Open World" heißt hier das Stichwort und bedeutet im Endeffekt nichts anderes, als dass ihr jederzeit vom Board steigen und per pedes durch die Gegend schlendern könnt. Hierbei unverändert: Die virtuelle Belästigung durch sämtliche Passanten, wenn man ihnen zu nahe kommt. Hierbei komplett geändert und endlich eine gute Nachricht: Die Steuerung. War diese im Vorgänger bei den "Zu-Fuß"-Aktionen noch extrem hakelig und kaum nutzbar, so geht das Erkunden der Stadt ohne Brett bei "skate 3" nun locker und ohne Probleme von der Hand bzw. dem Controller. Übrigens, "San Vanelone" gehört der Vergangenheit an, nun treibt ihr euer Unwesen in "Port Caverton". Allerdings ist auch hier die größte Veränderung der Name, denn vom Grundaufbau hat sich nur wenig getan.

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