Darkstar One: Broken Alliance ist auch auf der Xbox 360 eine spielenswerte Weltraumsimulation die versucht an alte Erfolge anzuknüpfen.
Darkstar One auf dem PC ist bereits stolze vier Jahre alt. Und nachdem Ascaron in die Insolvenz gehen musste, hat sich Kalypso Media die Lizenz geschnappt und die eigentlich überfällige Xbox 360-Protierung auf den Markt gebracht. Nach einer derart langer Zeit fragt man sich natürlich, ob der Weltraum-Spaß nicht schon etwas veraltet daher kommen könnte.
Intrigen, böse Aliens und die üblichen Probleme
Darkstar One: Broken Alliance
Seit Jahrhunderten herrscht Frieden in der Galaxis: Terraner, Mortok, Arrack, Raptoren und die Oc'to haben ihre Streitigkeiten zum größten Teil beigelegt und Krieg ist fast schon ein Fremdwort geworden. Doch plötzlich tauchen wieder die Thul auf, von denen man seit unzähligen Jahren nichts mehr gehört hat. Ohne Vorwarnung greifen sie die Schiffe der fünf Rassen an. Zur gleichen Zeit wird der Vater des Protagonisten Kayron getötet. Schnell stellt sich jedoch heraus, dass Sabotage im Spiel war und ihr macht euch mit der Darkstar One, einem völlig neuartigem Schiff, auf den Weg, den Tod des Vaters aufzuklären. Dabei kommt ihr auch den Gründen für die Angriffe der hinterlistigen Thul auf die Spur. Obwohl die Hintergrundgeschichte auf den ersten Blick nur Altbekanntes bietet und schon in ähnlicher Form bei vielen anderen Genrevertretern zum Einsatz kam, ist sie doch recht interessant aufgebaut und nimmt dabei im Laufe des Spiels an Fahrt auf. Ein Großteil der Geschichte wird dabei in vorgerenderten Zwischensequenzen und Ingame-Funksprüchen erzählt. Gerade die Videos machen allerdings keinen guten Eindruck mehr. Charaktere sind steif animiert und zeigen kaum Emotionen. Zudem wirkt das Alien- und Raumschiffdesign extrem klischeehaft und einfallslos, wie aus einem so richtig billigen Comic-Heftchen.
Unendliche Weiten liegen vor uns
Darkstar One: Broken Alliance
Obwohl es in Darkstar One: Brocken Alliance eine Geschichte vorweisen, die sich wie ein roter Faden durch das ganze Spiel zieht, bietet der Titel auch eine riesige Spielwelt mit stolzen 300 Sonnensystemen. Die Mittelpunkte des Spiels sind die Handelsstationen, von denen es in jedem System eine gibt. Hier könnt ihr euer Schiff reparieren, es mit neuer Ausrüstung ausstatten und zahlreiche Aufträge von Konzernen oder anderen Leuten annehmen. Außerdem könnt ihr hier ebenfalls eure Handels- oder Schmuggelwaren verkaufen. Wer sich vom Handelssystem allerdings zu viel verspricht, der wird leider sehr enttäuscht: Das Ganze ist sehr einfach gehalten, weswegen sich das Feature höchstens nur zum kurzen Geldverdienen eignet. Man kauft etwas Ware ein und verkauft sie an anderer Stelle mit etwas Gewinn. Man muss nur schauen, wo etwas dringend benötigt wird.
Darkstar One: Broken Alliance
Der Weltraum bietet also jede Menge Zeitvertreib. So könnt ihr euch als Kopfgeldjäger verdienen, kräftig Handel treiben, selbst als Pirat Schiffe überfallen oder kleinere Aufträge übernehmen. Alles das bringt Geld, welches ihr zwingend benötigen werdet. Leider werden die vielen Aufträge, die euch auf den Raumstationen angeboten werden sehr schnell langweilig. Es gibt lediglich wenige Variationen, die sich zum größten Teil auf das Ausschalten von Piraten oder das Bewachen von Frachtern beschränken. Diese Aufträge sind also nur notwendig, wenn ihr dringend Geld benötigt. Etwas abwechslungsreicher verlaufen da schon die so genannten Sidequests, die man auf einigen Handelsstationen finden kann. Dies sind besonders knifflige Aufträge, die neben sehr viel Geld auch Schlüssel zu versteckten Systemen enthalten. So müsst ihr zum Beispiel einen terranischen Kreuzer beschützen, einen Konzernboss zur Kündigung zwingen oder Spionagesatelliten zerstören. Den größten Reiz haben aber immer noch die Storymissionen, die euch tiefer in die Geschichte eintauchen lassen und auch relativ abwechslungsreich ausgefallen sind. Aufgrund der drei Schwierigkeitsgerade und der Checkpoints während der Missionen, dürften auch Anfänger mit der Kampagne gut klarkommen. Die etwas zu dümmliche KI der Gegner, die eigentlich nur in Massen gefährlich werden, trägt ebenfalls dazu bei, dass Darkstar One: Broken Alliance keine große Herausforderung darstellt.
