Der Mega-Test zu einem Mega-Spiel: Wir verschaffen euch Klarheit über die Höhen und Tiefen von Final Fantasy XIV!
Das Leben eines Spiele-Redakteurs kann sehr angenehm sein: Man bekommt viele Spiele zu Gesicht, manche sogar noch vor dem offiziellen Start, und man kann sich vor allem von vielem ein Bild machen, dies in Worte fassen und den Lesern als Hilfestellung mitteilen. Doch irgendwann trifft es jeden einmal der in diesem Bereich tätig ist, das er auf einen Titel trifft, der ihn in die Verzweiflung treibt. Man hat auch nach zig Spielstunden weder Ahnung was man von diesem Titel halten, geschweige denn die geringste Idee wie man diesen am Ende einstufen soll. Genau dieses Unglück hat nun auch mich erreicht: Final Fantasy XIV Online beschert mir seit Wochen schlaflose Nächte und in jeder Beziehung aufregende Stunden. Trotz Teilnahme an den verschiedenen Beta-Phasen, sowie dem ausgiebigen Spielen der "fertigen" Vollversion, ist das Spiel eine echt harte Nuss in Sachen Bewertung. Man wird aus diesem Titel einfach nicht schlau, obwohl jede Menge Erfahrungen vorhanden sind, welche die Mannen von Square Enix im Online-Bereich vorweisen können, haben sie sich mit diesem Titel - zumindest in großen Bereichen - anständig in die Nesseln gesetzt. Nichts desto trotz habe ich mich dieser Herausforderung gestellt und berichte euch von einem "fast" hoffnungslosem Unterfangen.
Unendliche Geschichte
Wie es sich für einen Ableger der Final Fantasy Serie gehört, darf natürlich eine ausschweifende, epische (Hintergrund-) Story nicht fehlen, die wir hier leider aber auch logischerweise nur kurz zusammenfassend erzählen können; Immerhin liegt es final an euch die Geschichte mittels eures Charakters selbst zu erleben:
Final Fantasy 14 Online
Zwölf Gottheiten halten schützend ihre Hand über Eorzea, der Welt von Final Fantasy XIV. Wie es aber mit dem Glauben so ist, hat jeder der Götter seine Anhänger, die um die Vorherrschafft ihres erwählten Gottes kämpfen. Einzig der größte der Stadtstaaten mit Namen Ala Mhigo versuchte Frieden ins Land zu bringen und diesen auch langfristig und grenzüberschreitend zu bewahren. Aber leider wurde ausgerechtet dieser Staat als Angriffsziel des Galerischen Kaiserreichs auserkoren, womit das endgültige Auseinanderbrechen Eorzeas besiegelt war. An einen sicheren Frieden im Land ward in dem Moment nicht mehr zu denken. Dieser dunkle Abschnitt ging als "Zeit der Stille" in die Geschichte ein, welcher vor allem eine andere Art von Friedenswächtern hervor brachte. Viele ehemalige Soldaten und Söldner schlossen sich zu einem Gildenverbund zusammen, dessen einigstes Ziel ist, anderen zu Helfen und sich selbst zu rehabilitieren. Diese Gilden-Mitglieder wurden als Abenteurer bekannt und so begründeten sie ein neues Zeitalter ein.
Außen ganz schön hui ... und sonst?
Final Fantasy 14 Online
Final Fantasy folgt altbekannten Pfaden, und für den Anfang steht das umfangreiche Erstellen eines Benutzerkontos auf dem Programm, für welches ihr euch gemütlich einrichten und vor allem auch ein wenig Zeit einplanen solltet. Habt ihr diesen Abschnitt erfolgreich absolviert, und noch nicht die Lust verloren, dürft ihr euch an die Installation des Mammut-Werkes herantrauen, womit wir schon zu einem nicht unbedingt notwendigen Frustfaktor kommen. Mit einer einfachen Installation des Spiels von DVD ist es leider nicht getan, denn nach erfolgter Datenübertragung vom Silberling auf den Rechner startet das sehr umfangreiche Updaten der Software, welches aus z.T. nicht ganz nachvollziehbaren Gründen viele Stunden Zeit in Anspruch nimmt. Seit Release der Vollversion Ende September 2010 wurde ein Update nach dem anderen veröffentlicht, was natürlich erklärt weshalb die darin enthaltenen Informationen nicht auf der DVD vorhanden sind. Hat man es dann irgendwann geschafft, und das Spiel ist auf dem neuesten Stand, geht es endlich ans Eingemachte: Die Erstellung eures Alter Egos!
