Pflanzen gegen Zombies ist zwar nur ein weiterer Tower Defense-Klon, doch dafür einer, der äußerst süchtig macht.
Der ewige Kampf zwischen Gartengewächs und Untoten dauert schon ewig an. Seit dem Mai 2009 wird diese epische Schlacht auch auf dem PC ausgetragen. Nachdem die Download-Version demnach schon länger erhältlich ist, hat Rondomedia nun auch eine eingedeutschte Retail-Fassung auf den Markt gebracht, die man für rund 15 Euro im Laden erwerben kann. Ihr solltet allerdings nicht nach Plants vs. Zombies, sondern nach Pflanzen gegen Zombies Ausschau halten.
Wenn der Gartenfrieden gestört wird
Quelle: EA
Plants vs. Zombies
Pflanzen gegen Zombies ist eine typische Tower Defense-Variante. Von rechts stürmen Zombies auf den Spieler bzw. dessen Haus zu, die man Welle für Welle abwehren muss. Das geschieht, in dem man Pflanzen pflanzt. Zunächst stehen nur gewöhnliche Erbsenspucker zur Verfügung, die allerdings nur gegen Standard-Zombies antreten. Später steht uns allerdings weitaus mehr tödliches Grünzeug zur Verfügung, das dafür sorgt, dass die Untoten eingefroren werden, sich von Kirschbomben zerfetzt in alle Himmelsrichtungen verteilen oder vor einer riesigen, fleischfressenden Pflanze kapitulieren. Doch auch die Untoten lernen dazu, die sich zunehmend mit Eimern oder Pylonen auf dem Kopf schützen, zum Weitsprung ansetzen und vom Himmel per Ballon hinunter schweben. Gut, dass wir zur Luftabwehr genügend Kakteen haben, während wir weitere Pflanzen wie eine Kohlschleuder, eine Art Railgun oder ein Mais-Katapult nutzen dürfen.
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Plants vs. Zombies
Insgesamt stehen 49 Sorten von Pflanzen den 26 Zombie-Typen gegenüber. Dabei gibt es jedoch auch rein defensive Arten von Gartengewächs, wie zum Beispiel die Walnuss, die sich den stinkenden Feinden in den Weg stellt und zunächst aufgefressen werden muss. Obwohl Pflanzen gegen Zombies zu den Casual-Games zählt, sind die taktischen Möglichkeiten durchaus vielfältig, da eine clevere Kombination der Pflanzen, vor allem in den späteren Abschnitten, eminent wichtig ist. Hinzu kommt noch, dass nur eine gewisse Auswahl an verschiedenen Arten von Gewächsen mit auf eine Missionen genommen werden darf. Wer aufs falsche Blümchen setzt, verliert schnell. "Bezahlt" werden die Pflanzen durch Sonnenlicht, das am Tag vom Himmel fällt und mit der Maus eingesammelt werden muss. Als zusätzliche "Kraftwerke" für Sonnenlicht dienen die Sonnenblumen, die in regelmäßigen Abständen für mehr Ressourcen sorgen. Man sollte also einige davon im Garten errichten. Nachts ist die Sicht zum Teil nicht nur durch Nebel behindert, man muss auch damit zurecht kommen, dass keine Sonnenstrahlen vom Himmel fallen.
Mit Zombies ist gut Kirschen essen
Quelle: EA
Plants vs. Zombies
Das eigentliche Spielfeld von Pflanzen gegen Zombies ist stark begrenzt, da sich die Zombies auf den maximal sechs fest vorgegebenen Bahnen bewegen. Auf diesen Ebenen lassen sich dann auf Feldern die Pflanzen hintereinander aufstellen. Gewechselt werden die Bahnen nicht. Nur größere Bomben wirken über mehrere Ebenen hinweg. Da der Platz irgendwann knapp wird und sich dadurch keine Pflanzen mehr einpflanzen lassen, müssen schwächere Vertreter ausgegraben werden, denn nur so wird man mit den immer stärkeren Zombiewellen zurecht kommen können. Der Adventure-Modus bietet uns 5x10 Level, die sich stark voneinander unterscheiden und eine völlig neue Spielweise erfordern. Das führt dazu, dass man öfters mit einer anderen Kombination von Pflanzen beginnen muss, da neben dem Nebel beispielsweise auch das Element des Wassers hinzu kommt. Durch Bonusmünzen lassen sich glücklicherweise neue Waffen kaufen, ebenso wie die Möglichkeit mehr Pflanzenarten einzusetzen.
Quelle: EA
Plants vs. Zombies
Abseits der normalen Level werden immer mal wieder kleine Bonusrunden eingeschoben, in denen man mit Walnüssen zum Zombie-Bowling ansetzt oder Vasen mit einem Hammer zerdeppert. Das sorgt für etwas Abwechslung im Gartenalltag. Neben dem Hauptspielmodus darf man im Menü einen friedlichen Endlosmodus ausprobieren, mit Zombies ausnahmsweise die Pflanzen bekämpfen oder in diversen Mini-Games antreten. All das muss zunächst jedoch frei gespielt werden. Das verlängert die Spielzeit allerdings nur geringfügig. Pflanzen gegen Zombies kommt mit einer schicken 2D-Grafik daher, die mit ihrem Zeichentrickstil für eine knuffige Darstellung sorgt. Die niedlichen Pflanzen sehen herzallerliebst aus, während getroffene Untote nach und nach ihre Körperteile verlieren. Das gibt auch Aufschluss über den Gesundheitszustand der Gegner, da eine entsprechende Energieleiste nicht vorhanden ist.
