Tour de France Saison 2010 – Der offizielle Radsport-Manager im Gamezone-Test

Test Van_Helsing

Erstmals in der langjährigen Geschichte des Radsport Managers ist auch ein Mehrspieler-Part mit an Bord.

In der fast 10järigen Geschichte des Radsport-Managers hat sich so einiges verändert. Nicht nur der Name des Spiels, sondern auch der Publisher selbst variierte im Laufe der Zeit. Leider blieb das Spiel an sich über die Zeit hinweg im Kern immer gleich, und so hat sich auch in diesem Jahr nicht wirklich viel verändert. Mangels Konkurrenz ist Le Tour de France 2010 aber der Klassen-Primus, wenngleich es sich wohl eher um ein Daten-Update zur Vorjahresversion handelt.

Kommt Zeit, kommt "Rad"

Tour de France Saison 2010 – Der offizielle Radsport-Manager Tour de France Saison 2010 – Der offizielle Radsport-Manager Pünktlich zur Tour de France werden wir auch im Jahre 2010 wieder mit einem aktuellen Spiel zum Sport-Event beglückt. Die Cyanide Studios, welche nicht nur für andere Sport-Manager bekannt sind, sondern auch Titel wie Blood Bowl oder Loki geschaffen haben, wurden wieder beauftragt uns den Radsport näher zu bringen. Der hierzulande mittlerweile eher zum Randgruppen-Sport avancierte und die letzten Jahre oft durch Doping-Skandale auf sich aufmerksam machende Event scheint wohl zumindest auf dem PC noch seine Anhänger zu haben. Wie sonst ließ sich erklären, dass der jetzige Ableger wieder mit vollem Lizenzumfang glänzt. Volle 65 Radl-Teams warten darauf vom Spieler dirigiert und vor allem wirtschaftlich effizient und erfolgreich in die richtigen Bahnen gelenkt zu werden. Denn nicht nur das Einkaufen neuer Sportler oder die Ausstattung des Equipments gehört zu euren Aufgaben, auch die richtige Verteilung der Rollen gehört zum Programm. Dabei ist es egal ob es sich um den Wasserträger handelt oder um den Kapitän der Mannschaft. Es liegt am Spieler und seinem Ermessen wer welchen Platz einnimmt.

Aus alt mach neu ...

Tour de France Saison 2010 – Der offizielle Radsport-Manager Tour de France Saison 2010 – Der offizielle Radsport-Manager ... ein Spruch, der eher auf die Optik als auf das Spiel selbst zutrifft. Rein grafisch betrachtet hat sich der Radsport Manager nicht viel vorzuwerfen. Wir treffen auf sehr schöne Animationen des Fahrerfeldes, die in den sehr gut gelungenen Umgebungen ausgezeichnet zur Geltung kommen, wodurch eine überzeugende Atmosphäre geschaffen wird. Ebenso können auch die Wettereffekte begeistern. Leider wurde beim wichtigsten Punkt geschludert, denn man bekommt ständig gleiche Charaktermodelle zu Gesicht, was bei der Anzahl an Fahrern und Zuschauen alsbald nerven kann. Da wir schon beim Thema "schludrig" sind: Etwas mehr Feintuning hätte dem grafischen Gesamtkonzept nicht geschadet. Allzu oft wird man Zeuge von teils derben Clipping-Fehlern, die einen schnell wieder auf den Boden der Tatsachen zurückholen.

Soundtechnisch ist das ganze Geschehen auch eher durchwachsen. Zwar hat man einen recht passablen Kommentator, doch der kann über die eher schläfrig wirkenden Zuschauer nicht hinweg trösten. Diese hätten etwas mehr Anfeuerungsrufe durchaus vertragen können. Eher für die Dauerschläfrigen unter uns ist wohl auch die Musik gedacht, denn diese erinnert mehr an einen Shopping-Trip in einem alten Kaufhaus als an ein Radsport-Rennen. Sie dümpelt mal mehr oder weniger nervend im Hintergrund ohne wirklich zum Geschehen zu passen.

Alles wie gehabt

Tour de France Saison 2010 – Der offizielle Radsport-Manager Tour de France Saison 2010 – Der offizielle Radsport-Manager Optik ist nicht alles und das bewahrheitet sich hier einmal mehr. Was nützt die beste Grafik, wenn das spielerische Skelett nicht wirklich verbessert wurde. Wie schon beim Vorjahres-Spiel blieb in der 2010-Fassung des Radsport Managers so gut wie alles beim Alten. Ihr könnt die Rennen sowohl aus der 3D-Perspektive dirigieren oder euch als Text anzeigen lassen. Das dürfte aber wohl nur für die ganz harten Fans von Interesse sein. Der Otto-Normal-Radler empfindet den Textmodus eher als Sport-Ticker, in dem der Spieler zwar jede Kleinigkeit erfährt, aber die Spannung befindet sich auf dem absoluten Tiefpunkt. Trotz fehlendem Tutorial und dem daraus resultierendem "Trial & Error" Prinzip sollte sich der Spieler für den 3D-Modus entscheiden. Dieser ist zwar um einiges zeitaufwändiger aber auch um einiges interessanter, da man jeden seiner Fahrer einzeln befehligen kann. Bevor man hier Erfolge verzeichnet, gilt es erst einmal sich mit den komplexen Regeln eines Etappen-Rennes und den doch sehr verwirrenden Menüs auseinander zu setzten. Wer den Vorgänger kennt wird sich aber sofort zu Recht finden, denn Änderungen wurden so gut wie keine vorgenommen. Alles ist wie gewohnt teils unlogisch und zu komplex dargestellt, so dass sich das Manager-Menü als eine sehr anstrengende und vor allem mühevolle Arbeit erweist. Zusätzlich stoßen einem noch teilweise sehr lange Ladezeiten auf, was mit den anderen Mankos schnell das Nervenkostüm reizt. Auch die "Cracks" unter den Spielern werden nach langer Sucharbeit keine Team-Strategien finden, denn diese wurden wieder konsequent ignoriert, sehr zum Leidwesen der Fan-Community, die sich dieses Feature für den neuen Ableger gewünscht hätte.

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