Death Spank im Gamezone-Test

Test Michael Sosinka

DeathSpank parodiert mit seinem herrlichen Humor viele Genrevertreter und sorgt für extrem viele Lacher.

Wenn sich Ron Gilbert mit einem Spiel zurückmeldet, dann muss man als Kenner der Szene sofort hellhörig werden, da der gute Mann immerhin der Kopf hinter Klassikern wie Zak McKracken, Maniac Mansion, Indiana Jones und der letzte Kreuzzug oder Monkey Island ist. Man darf vor allem jede Menge Humor erwarten. Ob das Download-Spiel DeathSpank tatsächlich den hohen Erwartungen gerecht werden kann?

Ich will dieses Artefakt!

Death Spank Death Spank Der Held DeathSpank, der gerne Monster richtet und die Unschuldigen rettet, ist im gleichnamigen Spiel auf der Suche nach einem Artefakt. Was es bewirkt? Man weiß es nicht, aber dieses eine Artefakt ist so toll, dass es unser kauziger DeathSpank unbedingt haben muss. Nebenbei will ihm noch ein übler Oberbösewicht an den Kragen, während quasi im Vorbeigehen Waisenkinder gerettet werden müssen, die sich laut DeathSpank hauptsächlich durch fehlende Eltern bemerkbar machen. Unterwegs treffen wir auf allerlei skurrile Charaktere, die zum großen Teil witzige Anekdoten, und natürlich auch Quests, für uns bereit halten. Obwohl das Dialogsystem trotz mehrerer Auswahlmöglichkeiten stark begrenzt ist und eigentlich keine unterschiedlichen Ausgänge ermöglicht, ist es jedoch der Witz in den Gesprächen, der zum freudigen Lauschen verführt. Wenn ich grob schätzen müsste, zünden 90 Prozent der Gags sofort, der Rest kann als Rohrkrepierer oder mäßig amüsant bezeichnet werden.

Death Spank Death Spank Dennoch blitzt an jeder Ecke der Humor eines Ron Gilbert auf, der extrem viele Gemeinsamkeiten mit den Monkey Island-Spielen erkennen lässt. Der ultimative Running-Gag in Death Spank scheinen die Hühner zu sein, die überall herumlaufen und als Nahrungsquelle dienen, abgesehen von der mächtigen Chicken-Gun. Man bekommt fast das Gefühl, dass Ron irgendwie eine Abneigung gegen Hühnchen hegt. Aber zurück zu den aberwitzigen Konversationen, die mit einer herrlichen, englischen Sprachausgabe vermittelt werden. Oft wird unser DeathSpank mit "hello protagonist" angesprochen, während er gleichzeitig einige Bewohner als "random non-player character" betitelt und sich auf penetrante Art und Weise immer und immer wieder als "dispenser of justice, vanquisher of evil and hero to the downtrodden" vorstellt. DeathSpank hat viel Selbstbewusstsein und ist eine perfekt überzeichnete Karikatur eines stolzen Helden.

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Diablo und Monkey Island in einem Spiel

Death Spank Death Spank Was den Humor angeht, erinnert DeathSpank, wie bereits geschrieben, frappierend an Monkey Island. Im Sinne eines Action-Rollenspiels denkt man schnell ein stark vereinfachtes Diablo. Man zieht demnach durch die Fantasy-Welt und prügelt auf allerlei Dämonen, Trolle, Oger, Hühner und andere Monster ein, während gleichzeitig Quests der Bewohner angenommen werden. Einige sind recht witzig und kreativ aufgemacht, andere die übliche Genrekost. Vernichte ein Monster hier und bringe ein Paket dort hin. Allerdings erfordern einige Aufgaben etwas Kombinationsgabe, andere sind zum Brüllen komisch. So braucht ein Bauer unbedingt einen magischen Dünger, damit seine Kirschen richtig groß werden. Und was eignet sich als Dünger am besten? Genau, Demon-Poop. Aus diesem Grund bekommen wir einen speziellen Hammer, mit dem wir wortwörtlich die Sch**** aus den Dämonen prügeln und einsammeln, um sie dann beim glücklichen Bauer abzuliefern. An anderer Stelle versuchen wir für einen ausrangierten Helden einen Tacco zu bestellen, was sich allerdings als nicht unbedingt leicht darstellt, da er ihn scharf gewürzt haben will. Zum Glück darf man Tipps aktivieren, die zuvor durch passende Items eingesammelt wurden.

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