Ein free 2 play MMO-Racer im Need for Speed Universum der uns viel Bekanntes bietet und gerne in Häppchen gekauft werden möchte.
Bei Need for Speed World handelt es sich um ein sogenanntes Free 2 Play Game, also ein Spiel welches im Grunde kostenlos zu spielen ist. Zugleich ist es ein MMO Rennspiel, mit vielen Möglichkeiten seinen eigenen Level, den von PowerUps und nicht zuletzt den der Autos zu erhöhen. Dies geschieht in einer immer größer werdenden Stadt die uns mit dem Levelaufstieg auch immer mehr Rennen anbietet, an denen wir teilnehmen können. Davon gibt es zwei Arten, nämlich die Sprints und die Rundrennen, zusätzlich können wir uns auch, ganz Need for Speed like, mit der Polizei anlegen und Verfolgungsjagden provozieren. Doch wie funktioniert das in der Praxis und können die im Grunde allesamt bekannten Gameplay-Elemente der NfS-Reihe auch online überzeugen?
Need for Speed World
Nachdem man sich den Client gesaugt und sich mit seinem EA-Account an den Servern angemeldet hat, meist gibt es davor noch ein mehrere Megabyte großes Update, können wir mit unserem Startgeld das erste Auto aus der niedrigsten Klasse kaufen. Sobald dies geschehen ist steht dem online Rennvergnügen nichts mehr im Wege und mit einem Klick finden wir uns in der NfS-Stadt wider. So lange wir noch auf Level 1 sind, können wir nur gegen die KI antreten, doch nach zwei bis drei Rennen steigen wir bereits auf und dürfen an den richtigen Multiplayer-Rennen teilnehmen. Um das zu tun fahren wir entweder zum Startpunkt des jeweiligen Rennens oder wählen dieses auf der Map aus. Doch statt direkt zu starten gilt es sich dann in Geduld zu üben, manchmal nur für wenige Sekunden, manchmal aber auch für mehrere Minuten, bis endlich die eigentliche Session für maximal acht Fahrer gleichzeitig geöffnet wird. Dort dauert es dann wiederum eine halbe bis eine ganze Minute, bis das Rennen startet.
Need for Speed World
Während der Rennen können wir vier verschiedene PowerUps einsetzen, welche wir uns vorher zurechtgelegt haben müssen. Dabei handelt es sich beispielsweise um einen Nitro-Schub, ein Schild, einen Rammbock oder den sogenannten Verkehrsmagneten, welchen wir an einen der Mitstreiter heften können. Dieser sorgt dann für eine gewisse Zeit dafür, dass der zivile Verkehr von dem Betroffenen regelrecht angezogen wird. Die PowerUps selbst brauchen dann wiederum eine gewisse Zeit zur Regeneration, bis sie wieder eingesetzt werden können. Es ist auch enorm wichtig sie so schnell als möglich aufzuleveln, denn Anfangs sind sie fast unbrauchbar schwach. Genau dafür brauchen wir die "Boosts", eine Art Ingame Währung die wir in homöopathischen Dosen gewinnen sowie für echtes Geld kaufen können. Generell muss man sagen, dass man in NfS World unglaublich langsam aufsteigt und deswegen die Verführung groß ist echtes Geld zu investieren um dies zu beschleunigen. Zudem sollte man sich wenigstens das Starter-Pack für 20 Euro zulegen, da man ansonsten nur bis Level 10 spielen kann, was nicht besonders prickelnd ist.
Need for Speed World
Wer allerdings einen Actionkracher wie BLUR kennt oder ein Detailmonster wie Split/Second, dem werden die Rennen in NfS World wie eine Schlaftablette vorkommen. Dazu gesellt sich der Umstand, dass man mit den laut Anzeige doppelt so schnellen Autos in der Praxis kaum bis gar nicht schneller fahren kann, obwohl diese ein ganz schönes Loch in die virtuelle Geldbörse reißen. Umso angenehmer ist es, dass man sich die besseren Schlitten auch für eine entsprechende Gebühr leihen kann, wobei man dann aber genau das feststellt, dass es sich kaum lohnt ein schnelleres Auto zu kaufen. Auch die Tuning-Verbesserungen wirken sich nur ganz schwach auf die Leistung der Fahrzeuge aus, so dass man schon verdammt lange spielen muss bis man wirklich eine Leistungssteigerung feststellt.
Need for Speed World
Doch auch die Technik kann nicht wirklich überzeugen, denn immer wieder kommt es zu Rucklern und Framedrops, obwohl das Spiel meist relative stabile 60 Frames liefert. Auch grafisch ist der Racer nicht unbedingt auf der Höhe der Zeit, was aber den Vorteil in sich birgt, dass man keinen HighEnd-PC benötigt um Need for Speed World spielen zu können. Der größte Kritikpunkt aber betrifft das Gameplay selbst, denn die Sache mit der großen Stadt in der man sich bewegt geht nicht wirklich auf. Es macht nämlich nicht viel Sinn sich in ihr zu bewegen, da man die einzelnen Rennen viel schneller per Map auswählt, statt erst umständlich zum jeweiligen Startpunkt zu fahren. Im Grunde also dient die Stadt nur als Kulisse für die Verfolgungsjagden mit der Polizei. Genau aus dem Grund sieht man in der Stadt die meisten Spieler auch nur herumstehen, statt sich zu bewegen. Und damit diese keine Barrikaden bilden können, durchdringen sich ihre Fahrzeuge auch noch gegenseitig, was ziemlich blöd aussieht. Lediglich die Fahrzeuge der KI und der Polizei sind solide, was man spätestens dann bemerkt, wenn man mit ihnen kollidiert. Nicht zuletzt ist auch die maximale Anzahl von gerade mal acht Fahrern während der Rennen alles andere als prickelnd.
