... ist ein lupenreiner und einfach gestrickter Arcade-Racer der alten Schule, ohne Schnickschnack oder zu viel modernem Krimskrams.
Der Arcade-Racer Hydro Thunder, bei dem man mit Speedboats über das Wasser rast, hat schon eine recht umfangreiche Historie hinter sich. Zuerst in den Spielhallen aufgetaucht, folgte 1999 eine Version für den Dreamcast. Danach konnten sich noch N64- und PlayStation-Besitzer an dem Rennspiel erfreuen. Jetzt ist Hydro Thunder Hurricane für Xbox Live Arcade erschienen und setzt uns erneut in die schnellen Boote. Ein Remake ist Hydro Thunder: Hurricane zwar nicht, das Spielprinzip hat sich allerdings kaum verändert.
Feuchte Hitze
Hydro Thunder Hurricane
Wenn man sich Hydro Thunder Hurricane für 1.200 Microsoft Points (ca. 15 Euro) herunterlädt, bekommt man zunächst acht verschiedene Rennstrecken geboten. Das hört sich zwar auf den ersten Blick nach wenig an, dafür sind die Kurse extrem abwechslungsreich ausgefallen. So heizen wir durch die engen Kanäle von Paris, durch die Area 51, ein Dschungelgebiet voller Ruinen oder den eisigen Norden. Hinzu kommt noch, dass reichlich Abkürzungen und alternative Routen auf den Spieler warten. Positiv abgerundet wird das Streckendesign durch tolle Skript-Sequenzen. Mal fallen riesige Eisbrocken ins Wasser, die ebenso große Wellen verursachen, an anderer Stelle taucht vor unserer Nase plötzlich eine unfreundliche Wasserschlange auf. Die Hintergründe von Hydro Thunder: Hurricane sind glücklicherweise alles andere als starr. Beeindruckend sind auch die massive Sprünge, die man immer wieder mit seinem Boot durchlebt.
Hydro Thunder Hurricane
Hydro Thunder Hurricane bietet uns im Singleplayer insgesamt drei Spielmodi an. Da wären die acht ganz normale Rennen auf den jeweils acht Strecken, bei denen man an 16. Position startet und sich durch das Fahrerfeld bis nach vorne kämpfen muss. Die KI klappert dabei stur die Bahn ab und hindert uns kaum am Vorbeifahren. Beim Checkpunkt-Rennen fährt man durch Kreise und muss möglichst schnell am Ziel ankommen. Verpasst man einen Checkpoint, ist eine Strafsekunde fällig, durchfährt man hingegen ein Tor, wird der Boost aufgefüllt. In normalen Rennen muss man die entsprechenden Power-Ups sammeln, um den Turbo zu nutzen. Oft sind da alternative Routen am ergiebigsten, die zum Teil durch ein passendes Symbol auf der Strecke aktiviert werden müssen. Auf Knopfdruck lässt sich das Speedboat kurzzeitig in die Luft befördern. Das ist zwingend notwendig, um über einige Abgründe zu gelangen oder geheime Passagen zu entdecken. Die Checkpunkt-Wettbewerbe eignen sich übrigens prima, um die ganzen geheimen Wege zu erforschen, da sie uns quer über die Strecke lotsen. Mit der Zeit werden die Tore allerdings immer kleiner und sind auch schwieriger zu erreichen. Insgesamt stehen hier 24 Rennen bereit.
Hydro Thunder Hurricane
Die acht Hinderniswettbewerbe fordern uns eigentlich nur auf, innerhalb der Zeit zum Ziel zu gelangen. Leider liegen überall explosive Fässer herum, die reichlich Zeit kosten können. Bei den ebenfalls wählbaren Meisterschaften werden die drei verschiedenen Event-Typen absolviert, um am Ende möglichst an der Spitze stehen. Hier müssen zwar mehrere Rennen bestritten werden, dafür winken auch reichlich Credits. Egal welchen Wettbewerb man angeht, die ersten drei Plätze bekommen Credits. Mit diesen Credits werden neue Boote, Strecken und Rennen freigeschaltet, ebenso wie Gamerscore und einige Avatar-Auszeichnungen. Die Motivation ist an dieser Stelle relativ hoch. Während man zu Beginn noch recht gut voran kommt, muss man später wirklich jede Abkürzung nutzen, um an die Spitze zu gelangen. Hydro Thunder: Hurricane ist sicherlich nicht der einfachste Arcade-Racer. Die Boote unterscheiden sich hingegen nicht nur optisch, sondern weisen auch Werte wie Geschwindigkeit, Handling oder Beschleunigung auf und sind in drei Leistungsklassen unterteilt.
