NBA 2K11 im Gamezone-Test

Test Thomas Pfnür

Die geniale Spielbarkeit und das fordernde Gameplay machen aus dem Titel ein absolutes Must-Have für alle Sportfans.

Keine Konkurrenz, hohe Wertungen und viele Verkäufe - so sieht wohl die Wunschvorstellung jedes Publishers aus. Hohe Wertungen gab es im Fall des Basketball-Franchise "NBA 2K" schon von jeher und die Verkäufe dürften die letzte Zeit auch nicht so schlecht gewesen sein, aber eins wurde bisher nie erfüllt: Keine Konkurrenz. Nachdem die Serie "NBA Live" eingestellt wurde, hätte sich heuer das "neue" Produkt "NBA Elite" einen Wettkampf um die Käufergunst liefern sollen. Sollen deshalb, weil EA Sports sich tatsächlich kurz vor Veröffentlichung entschloss den Titel von den Releaselisten zu streichen und erstmal auf unbestimmte Zeit zu verschieben. Ergebnis: "NBA 2K11" ist 2010 tatsächlich die einzige Basketballsimulation für PS3, Xbox360 und PC. Monopol ist das eine, Qualität aber etwas ganz anderes und ob selbige auch mit dem aktuellen Ableger wieder erfüllt wird, soll der folgende Test nun klären.

Spielerisch wird viel Bekanntes geboten...

NBA 2K11 NBA 2K11 Wer "NBA 2K11" ins Laufwerk seiner Xbox 360 legt oder das Spiel auf seinem heimischen Rechner installiert, der wird schon nach wenigen Minuten feststellen, dass es die großen spielerischen Änderungen nicht zu bemerken gibt. Benutzt man die Standardsteuerung dann findet man unter anderem immer noch den sensiblen Wurf-Stick, die fordernde On-Ball Defense, das umfangreiche Post-Spiel und die klug aufgeteilte Offball-Steuerung. Wie gehabt gibt sich die Bedienung der Protagonisten hierbei einerseits sehr tiefgängig, verlangt dadurch auch etwas Trainingsarbeit, andererseits aber eben auch extrem intuitiv und absolut logisch. Was den Vorgänger so spielenswert und vor allem auch beliebt machte, das findet ihr ohne Abzüge auch im aktuellen Ableger.

NBA 2K11 NBA 2K11 Aber eben nicht nur. Scheinbar wollten sich die Entwickler von Take2 mit dem Vorhandenen nicht zufrieden geben und entschlossen sich dem Titel noch eine spielerische Erweiterung zu spendieren. Sogar eine sehr sinnvolle Erweiterung. Dribbling am Mann war schon von jeher eine Schwäche von Basketballumsetzungen und genau dieser nimmt sich "NBA 2K11" nun an. Durch die so genannte "IsoMotion-Dribbling-Steuerung" werden euch neue Elemente an die Hand gegeben bzw. auf den Controller gelegt, die es euch ermöglichen sollen, durch schnelle Aktionen die gegnerische Abwehrreihe noch besser überwinden zu können. Hesitation, Crossover, Half-Spin oder Stepback stellen somit kein Problem mehr dar - aber nur, wenn ihr auch bereit seid etwas Übungsarbeit zu investieren, denn die ist durch die Komplexität der erweiterten Steuerung ein absolutes Muss. In diesem Zusammenhang passt es dann auch gleich, wenn wir uns etwas mit der KI beschäftigen. Selbige ist nämlich auch im aktuellen Ableger der "NBA 2K"-Reihe bei entsprechenden Schwierigkeitsgrad mehr als fordernd. Man muss sich nach wie vor jeden Spielzug genauestens überlegen, will man überhaupt einen Hauch einer Chance haben. Gelegenheitsspieler können hier schnell an ihre Grenzen stoßen und dann ist Frust angesagt.

...aber auch die Move-Funktionalität

NBA 2K11 NBA 2K11 Und was ist mit der PS3-Version? Bietet sie etwa nicht die spielerische Tiefe der anderen Umsetzungen? Um die Besitzer von Sonys HD-Konsole gleich zu beruhigen: Spielerisch wird euch auf der PS3 genau das geboten, was auch auf Xbox360 bzw. PC möglich ist. Zusätzlich gibt es aber mit "NBA 2K11" auch die Möglichkeit den neuen Move-Motion-Controller in die Steuerung einzubinden. Über die neue Zusatzhardware könnt ihr dann Würfe, Pässe oder aber auch Blocks ausführen. Etwas umständlich wird das Ganze allerdings dadurch, dass ihr zusätzlich auch noch einen normalen PS3-Controller mitbenutzen müsst. Umständlich ist in diesem Zusammenhang etwas verharmlosend, denn es stellt durchaus eine hohe Anforderung an eure Bewegungskoordination, wenn ihr euren Spieler mit dem Controllerstick bewegt und dann gleichzeitig einen Motion-Wurf ausführen wollt. Nach dem x-ten Fehlversuch kann da schon mal die Gefahr steigen, dass statt dem virtuellen Basketball das reale Move-Motion durchs Wohnzimmer fliegt. Schade eigentlich, weil technisch insgesamt gute Arbeit abgeliefert wird und die gesamte Bewegungserkennung weitestgehend tadellos funktioniert.

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