Ihr wollt auch unterwegs nicht auf Die Sims 3 verzichten? Dann solltet ihr auf jeden Fall einen Blick auf die DS-Version des Spiels werfen.
Selbst eingefleischte Fans von EAs beliebter und erfolgreicher Computerspiel-Serie Die Sims dürften große Probleme bekommen, alle bisher erschienenen Teile, Ableger oder Spin-Offs aufzuzählen. Machte doch die Reihe nicht nur den Computer unsicher, sondern stattete auch diversen Konsolen und Handhelds einen Besuch ab, darunter auch nicht ganz so erfolgreiche Geräte, wie beispielsweise das N-Gage aus dem Hause Nokia. Bei den "normalen" Teilen ist es dagegen ziemlich übersichtlich, denn im vergangenen Sommer erschien mit Die Sims 3 erst der dritte Teil der Reihe für Windows und Mac, der abermals hervorragende Wertungen einheimsen konnte. In unserem Review von Kollege Jonas Küßner konnte der Titel dabei nicht nur 8,7 von 10 Punkte abstauben, sondern wurde auch mit dem Gamezone Gameplay Award in Silber ausgezeichnet. Da überrascht es auch kaum, dass einige Zeit später wieder die Konsolenspieler mit einer Version versorgt werden und für unterwegs wurde auch dem Nintendo DS ein Ableger spendiert.
Die Sims 3
Bevor ihr euch bei Die Sims 3 austoben könnt, steht bei Bedarf ein kleines Tutorial auf dem Programm. Dieses bringt euch die Steuerung und das grundlegende Gameplay näher und erleichtert den Einstieg in das doch etwas komplexere Spiel ein wenig. Anschließend kann es dann auch schon losgehen und ihr könnt entweder einen eigenen Sim erstellen oder euch für einen vorhandenen entscheiden. Das Erstellen des eigenen Sim geht auch sehr einfach von der Hand und mit den zahlreichen Möglichkeiten, sollte man ohne Probleme einen Sim nach den eigenen Vorstellungen erstellen können. Dabei steht euch nicht nur das Bearbeiten des Aussehens bevor, sondern auch der Persönlichkeit. So könnt ihr nicht nur Merkmale wie Tapferkeit, Romantik oder Ehrgeiz auswählen, sondern auch den Lebenswunsch aussuchen, den ihr natürlich im anschließenden Spiel auch möglichst erfüllen möchtet. Wer sich beim Erstellen seines Sims nicht so recht entscheiden kann, der kann auf Wunsch auch einen zufälligen Sim vom Spiel generieren lassen und dann entscheiden, ob dieser möglicherweise den eigenen Vorstellungen entspricht. Habt ihr euren gewünschten Sim schlussendlich erstellt, ob nun selbst konstruiert oder generieren lassen, kann es endlich losgehen und ihr müsst euch für eine der vielen verfügbaren Immobilien in der virtuellen Stadt entscheiden. Beim Kauf habt ihr dabei auch einige Möglichkeiten und könnt entweder ein unbebautes Grundstück erwerben oder ein Gebäude mit beziehungsweise ohne Möbel kaufen. Wer also alles selbst einrichten möchte, kann dies schon zu Beginn tun, allerdings wird das vorhandene Budget nicht ausreichen alle gewünschten Objekte zu kaufen. Daher macht es vielleicht auch Sinn, ein möbliertes Gebäude zu kaufen und dann nach und nach die Objekte nach den eigenen Vorstellungen zu ersetzen.
Die Sims 3
Sobald ihr in euer neues Heim eingezogen seid, geht es auch schon so richtig los und euch erwartet das Sims-übliche Gameplay. Ihr müsst euch einen Job suchen, die unzähligen Bedürfnisse des Sim wie Hunger oder Schlaf befriedigen und verschiedene Wünsche erfüllen. Die Wahl des Jobs ist dabei auch alles andere als unwichtig, spielt die Karriere bei Die Sims 3 doch eine durchaus elementare Rolle und das Hocharbeiten auf der Karriereleiter sollte immer eines der Ziele darstellen. Um auf der Karriereleiter voranzukommen, müsst ihr euch natürlich in dem jeweiligen Job beweisen. So könnt ihr während euer Sim auf der Arbeit schuftet verschiedene Arbeitsweisen an den Tag legen und beispielsweise richtig hart malochen oder mit den Kollegen eine ruhige Kugel schieben. Das wirkt sich logischerweise gravierend auf eure Leistung im Job und somit auf mögliche Beförderungen aus. Wer immer schön am schuften ist, wird schnell befördert, aber auch zunehmend gestresst, was man schnell bei den Bedürfnissen feststellen wird. Wie so oft bei den Sims muss man also auch hier wieder möglichst das Gleichgewicht zwischen harter Arbeit und etwas Erholung finden.
Allgemein wird es wie gewohnt mit zunehmender Komplexität des Alltags schwer, den Sim möglichst "perfekt" zu dirigieren. Immer schwieriger wird es, alle Bedürfnisse im Blick zu behalten, immer mehr Wünsche wollen erfüllt werden und schließlich möchte zunehmend auch das soziale Umfeld mehr Zeit mit eurem Sim verbringen. Immerhin greift euch hier euer Sim auch gerne ein wenig unter die Arme, denn wenn ihr einige Zeit keine Aktionen dirigiert habt, wird dieser selbstständig mit dem freien Willen aktiv, sofern ihr diesen "Modus" natürlich nicht in den Optionen deaktiviert habt. Eine praktische Sache, da sich euer Sim nun selbst um seine Bedürfnisse kümmert und ihr euch ein wenig vom Sim-Alltag erholen könnt.
Die Karma-Kräfte
Die Sims 3
Sollte euch der Alltag große Probleme bereiten, gibt es jedoch noch eine andere Möglichkeit, dem entgegen zu wirken. Eine der größten Neuheiten im aktuellen Ablegern sind nämlich die Karma-Kräfte, mit denen ihr einen spürbaren Einfluss auf das Spielgeschehen nehmen könnt, positiver oder auch negativer Natur. Um diese Karma-Kräfte nutzen zu können, müsst ihr allerdings erst die Karma-Leiste füllen und anschließend noch "merkwürdige" Objekte, die in der Spielwelt verteilt sind, entdecken. Eine etwas ungewöhnliche und möglicherweise auch etwas nervige Voraussetzung für das Verwenden der Karma-Kräfte, die sich auch ziemlich von den Karma-Kräften der anderen Versionen unterscheidet.
