Crossboard 7 im Gamezone-Test

Test Alexander Winkel

Ein potenzieller Kinect-Hit hat so seine Anlaufschwierigkeiten. Spiel, Spaß und einige frustrierende Momente sind garantiert.

Anstrengend sind die meisten Kinect Spiele, ein ordentlicher Schweißausbruch, verlorene Pfunde und mit unter auch Muskelkater ist bei Konamis Exklusivtitel CrossBoard 7 aber fast schon der Alltag. Aus dem bescheidenen gemütlichen Wohnzimmer wird eine halsbrecherische Abfahrt über Kanten und Schanzen hinweg und zu todesmutigen Sprüngen hin geschaffen, welche mit einem imaginären Snowboards und reichlich Fun befahren wird. CrossBoard 7 macht eine gute Figur, sieht schick aus und unterhält so einige Abende - es mangelt aber noch am letzten Feinschliff.

Crossboard 7 Crossboard 7 Auf den Kern reduziert stellt CrossBoard 7 nichts anderes als eine Mischung aus Extrem-Snowboarding und Mario Kart mit einer ordentlichen Dosis an Coolness dar. Das überzeichnete aber schick gemachte Menü mit einfacher Navigation macht hier nur den ersten Schritt. Ihr schnallt euch gedanklich ein Brett unter die Füße und hopst auf der halsbrecherische Abfahrt durch herrlich schneebedeckte Bergpisten, Wasserfälle herunter und reißend garnierte Canyons oder gar staubig trockene Sandwüsten entlang. Spätestens hier sollte jedem klar sein, dass eine spaßige Fahrt durch einen Pharaonentempel oder eine futuristisch leuchtende Halfpipes den Unterhaltungswert von CrossBoard 7 unterstreicht. Der Titel nimmt sich nicht ganz ernst und liefert mit einem Plappermaul als Trainer und Kommentator, welcher bisweilen dann doch ein wenig auf die Nerven gehen kann, eine kunterbunte Show ab.

Schweißtreibendes Training

Crossboard 7 Crossboard 7 Die Lobpreisungen des Spechers kann man mit der Zeit schon gar nicht mehr hören, vor allem weil CorssBoard 7 zwar zu Beginn super einfach erscheint und massig Gamerscore ausschüttet, in der tatsächlichen Ausführungen der Events dann aber doch recht happig wird und man ohne Übung meist auf den letzten Plätzen landet. In den ersten Runden erläutert euch der flauschig pelzige Kollege Sapre die Geheimnisse des Fun-Sports. Mit beiden Füßen hintereinander, wie wenn man auf einem tatsächlichen Snowboard stehen würde, gleitet man den Abhang hinunter, nach vorne gebeugt sogar etwas schneller. Die Kurven werden mit nach vorne oder hinten geneigtem Oberkörper angepeilt, was viel Übung für die Dosierung braucht. Spielt ihr zu ruckartig, macht euer virtuelles Ebenbild blitzschnell eine Kehre und verringert somit die Chancen auf einen Sieg. Auch das Querstellen der Beine hat fatale Folgen, da man so gnadenlos abbremst. In der Praxis passiert dies aber eigentlich nur selten.

Crossboard 7 Crossboard 7 Richtig schwungvoll geht es der Ziellinie entgegen, wobei aber wie zum Beispiel in SSX Tricky zahlreiche Abgründe, Schanzen und Stangen den Weg zieren und natürlich auch genutzt werden wollen. Mit einem herzhaften Sprung in die Luft ahmt der Sportler im TV die Bewegung nach und beginnt den Trickflug. Fasst ihr euch in der Luft dabei noch an die Füße, so greift dieser zum Brett. Eine schwunghafte Bewegung zur Seite lässt den Fahrer dagegen rotieren oder gar Saltos schlagen. Der Faktor Zufall schlägt leider bei diesen Aktionen häufig zu, weil die Kinect Kamera nicht immer genau erkennt, was tatsächlich gemacht werden soll. Manche Bewegungen wie das Greifen des Snowboards oder Gleiten, indem man beide Hände ausstreckt und wie ein Vogel gefährliche Abgründe überwindet, funktionieren fast tadellos. Alles andere inklusive der Landung ist etwas trickreich, aber oftmals auch mit Glück verbunden.

Die Abfahrten sind dennoch spaßig und machen richtig Laune, vor allem wenn man zu zweit per Sprittscreen unterwegs ist. Ein großes Wohnzimmer ist bei den intensiven Bewegungen vor der Kamera aber unabdingbar, ansonsten dürfte es schmerzhafte blaue Flecken geben! Daher eigentlich sehr schade, dass CrossBoard 7 einen Online-Mehrspielermodus komplett missen lässt.

Der Erfolg kommt, aber langsam ...

Crossboard 7 Crossboard 7 Während das Training schnell mit Erfolg gekrönt ist, sorgen die zahlreichen Events für etwas Kopfzerbrechen. Neben dem einfachen Abwärtsslalom gibt es weitere Varianten. Einmal gilt es möglichst lange und mit unterschiedlichen Tricks in der Luft zu sein, sprich Sprungschanzen müssen gezielt angepeilt und genutzt werden. Ein anderes Mal zählen nur die Trickpunkte, welche nur mit Variantenreichtum steigerbar sind. Im freien Rennen wiederum zählt die Bestzeit, so dass man mehrfach die Strecke absolviert und nach diversen Abkürzungen und Möglichkeiten Ausschau hält. Mit der Zeit sehr unterhaltsam ist vor allem auch der Ballonwettbewerb. Dort gilt es schlichtweg Luftballone einzusammeln. Mehrere hintereinander sorgen sogar für eine Combo und somit bessere Wertungen. Bei den Stadionspielen letztendlich werden spezielle Pisten geboten, auf denen Tricks zur Schau gestellt werden.

Crossboard 7 Crossboard 7 Der Erfolgt scheitert zunächst an der Handhabe. Die Steuerung ist nicht leicht zu meistern und hat so einige Tücken. Vor allem im Trickbereich kämpft man mit der ungenauen Abfrage der Kinect Kamera. Mit der Zeit schaltet ihr aber neue Fahrer und vor allem bis zu 50 auch spürbar unterschiedliche Boards frei. Der freche grüne Frosch namens Festor zum Beispiel ist ein Sprungmeister, somit bestens geeignet für die Flugevents. Ein passendes Brett dazu mit entsprechenden Eigenschaften wirkt Wunder - doch nach wie vor müsst ihr sehr viel lernen und nachvollziehen, wie die Kamera reagiert. Es zeigte sich in unseren Praxistests, dass die Strecken individuell ausfallen und Abschnitte sich gut einprägen lassen, so dass man sein Fahrverhalten optimal an die Gegebenheiten anpassen kann. Nach einigen Übungsrunden winkt der erste Platz und somit die Belohnung: Neue Charaktere, Boards und Strecken!

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 07/2026 PCGH Magazin 07/2026 play5 07/2026 N-Zone 07/2026 Linux Magazin 07/2026 LinuxUser 07/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games PC Games Hardware Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk