The Fight im Gamezone-Test

Test Michael Sosinka

Mit The Shoot hat uns Sony mit seinem ersten Lightgun-Shooter für Move versorgt, jetzt ist The Fight an der Reihe.

Mit The Shoot hat uns Sony mit seinem ersten Lightgun-Shooter für Move versorgt, jetzt ist The Fight an der Reihe, das uns kämpfen lässt und im Prinzip in direkter Konkurrenz mit Fighters Uncaged für Kinect steht. Eines kann man jedenfalls schon behaupten, irgendwie denkt sich Sony merkwürdig unkreative Namen für seine Move-Spiele aus. Ich warte derzeit auf die Ankündigungen zu The Race und The Jump.

Wenn Machete wütend wird

The Fight The Fight Den ersten WTF-Moment hat man gleich im Tutorial, da Sony es tatsächlich geschafft hat, Danny Trejo zu engagieren, der uns als Trainer zur Seite steht. Der ist stets schlecht gelaunt und schreit uns unaufhörlich an, während er in den Händen zwei Leucht-Dildos hält, eine äußerst bizarre Begebenheit. Die einen werden von unfreiwilliger Komik sprechen, die anderen von Ironie. In jedem Fall sind die Auftritte von Danny Trejo sehr amüsant, wobei man natürlich ebenfalls viel über die Eigenheiten der Steuerung erfährt.

Nach kleinen Probekämpfen darf man sofort in die Karriere einsteigen. Dabei kloppen wir uns in düsteren Hinterhöfen oder unter Brücken gegen allerlei finstere Gestalten. Hier gilt es einfach alle Kontrahenten zu besiegen, ein Art Story gibt es nicht. Der Umfang ist durchaus akzeptabel, da die Liste der fiesen Hackfressen sehr lang ist. Wir sehen übrigens nicht viel hübscher aus. Trotz diverser Individualisierungsmöglichkeiten bleibt der eigene Charakter ein Gesichtsreaktor dritten Grades. Bekommt man dann noch ein paar Volltreffer ab, hilft bei diesem zerknautschten "Etwas" auch kein Botox mehr.

The Fight The Fight Innerhalb der Kämpfe bekommt man für besonders gelungene Schläge Geld, ebenso wie für Siege. Damit können wir in die Trainingshalle gehen und am Sandsack oder beim Sparring die eigenen Werte wie Kraft, Ausdauer oder auch die Zielgenauigkeit der Schläge zu verbessern. Während der Fights, die man zum größten Teil frei aussuchen darf, bekommen wir allerlei neue passive Fähigkeiten, Individualisierungen oder Moves spendiert, die das Portfolio nach und nach verbessern. Dazu muss man jedoch spezielle Vorgaben erfüllen. Mit dem verdienten Geld sollten allerdings auch Verletzungen geheilt werden, da sie den Kämpfer ansonsten dauerhaft behindern. Wer offline keinen Freund für den Splitscreen findet (oder vier Move-Controller übrig hat), darf gerne online antreten und sogar auf andere Spiele sein Geld verwetten, ein sehr nette Idee.

Auf in den Kampf!

The Fight The Fight Idealerweise werden zum Kämpfen zwei Move-Controller verwendet. Diese übertragen die Bewegungen des Spielers in der Theorie 1:1, weswegen man keine vorgefertigten Angriffe auslöst. Will man einen harten Kinnschlag ausführen, muss man ihn tatsächlich mit seiner ganzen Kraft selbst nachmachen. Dabei muss man auch mal weit ausholen, weil Bewegungen in die Tiefe ebenfalls unterstützt werden. Ist man zu langsam, kann man nicht einmal einen kleinen Pickel zerquetschen. The Fight ist ein sehr anstrengendes Spiel. Ich weiß zwar, dass der Videospieler von Natur aus gut in Form ist, doch mehr als sechs Kämpfe am Stück führen schnell zu leichten Ermüdungserscheinungen. Man muss sich so richtig ins Zeug legen. Muskelkater in der Armen dürfte am nächsten Tag keine Seltenheit sein.

The Fight The Fight So gut das Ganze in der Theorie funktioniert, die Bewegungserkennung ist alles andere als zuverlässig. Schnelle Bewegungen werden zum Teil überhaupt nicht registriert oder führen nicht dort hin, wo man eigentlich hin gezielt hat. Ob Geraden oder Aufwärtshaken, mindestens 50 Prozent aller Aktionen wollen aufgrund der nicht gut funktionierenden Move-Steuerung zu selten gelingen. Das führt vor allem in späteren Kämpfen zu sehr viel Frust. Ähnliches gilt für die Deckung. Dazu muss man beide Hände vor das Gesicht halten. Obwohl dies geschieht, will der Kämpfer nicht immer die gewünscht Haltung einnehmen. Immerhin, eine all zu spürbare Verzögerung der Bewegungen gibt es im Grunde nicht, zumindest wenn sie registriert werden.

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