Die Steuerung per Kinect funktioniert hervorragend, was auch den Anspruch in ungeahnte Höhen treibt.
Der King of Pop ist tot - lange lebe der King of Pop - wenigstens virtuell. Seit einigen Tagen können vorzugsweise Fans des legendären Michael Jackson als auch Freunde von Musik, Wein ... nein, sorry - es muss natürlich heißen Musik, Tanz und Gesang Michael Jackson zu sich nach Hause holen und mit Hilfe von netten Choreographen-Kollegen und Background-Tänzern erleben, wie verdammt hart, aber auch wie sensationell eine Jackson-Bühnenshow abgehen kann. Vorausgesetzt, man besitzt ein klein wenig Rhythmus, die auch etwas über die Disco-Stockhaltungs-Attitüde in Kombination mit Schritt links, Schritt rechts einhergeht.
Blood on the Dancefloor
Michael Jackson The Experience
Seit Erscheinen der Kinect-Sensor Leiste für Xbox 360 wird gerne gelästert, sich aufgeregt und darüber mokiert, dass es wenig bis gar keine gute Software für den Ganzkörper-Controller zu kaufen gibt. Vorhandenes wird abgestraft als Kinder-Hampel-Games bis hin zu Aussagen wie 'wen interessieren Tanz-Spielchen und Konsorten'. Aber lassen wir die Games für die Kleinen mal weg und konzentrieren uns auf die Tanzerei - vor allem auf die richtige, schweißtreibende Tanzerei. War seinerzeit Dance Central schon ein sehr guter Vertreter seiner Zunft, legt das kürzlich in den Handel gekommene Michael Jackson: The Experience - ebenfalls auch für Playstation 3 zu bekommen - noch eine riesige Schippe drauf. Kondition, Genauigkeit, Timing, Merken von vielen verschiedenen Bewegungsabläufen, dazu - wenn auch wahlweise - noch singen und ihr könnt euch sicher sein, am Ende einer ausgedehnten Michael Jackson Tanz-Session hängt ihr freiwillige die Lunge zum Lüften raus und nutzt euren Body zum Boden wischen.
Genug gefaulenzt - hoch von der Couch!
Stimmen die Berichte, dass auch in Deutschland die Bevölkerung immer mehr zu Ausbeulungen und Rundungen neigt, dann haben die Mannen bei Ubisoft die Zeichen der Zeit erkannt. Gut, denen geht es wohl weniger darum dafür zu sorgen, dass bei ausgemachten Couch-Potatoes und Controller-Akrobaten die Pfunde schmelzen, aber genau das wird passieren, wenn ihr euch drauf einlasst mit Michael Jackson mehr als nur das obligatorische Tanzbein zu schwingen. Geht ihr mit Michael auf die Bühne, sorgt dafür, dass ihr möglichst eng anliegende Kleidung tragt, denn die zu absolvierenden Bewegungsabläufe - egal ob im Training, auf der Bühne oder einem der zahlreichen Videos, haben es nicht nur in sich und verlangen korrekte Ausführung. Selbige kann behindert werden und es geht sogar bis hin zum gar nicht erkannt werden, wenn die Kleidung schlicht zu 'baggy' ist. Aber wen wundert das wirklich - Michael war Perfektionist und das fängt mit solchen Kleinigkeiten wie z.B. der richtigen Kleidung an.
Speziell untrainierte und bewegungsresistente Zeitgenossen, Gelegenheitssportler oder einfach nur Spielern auf der Suche nach etwas Tanz-Spaß sollten sich den integrierten Übungs- und Aufwärm-Modus, im Spiel als MJ-Akademie bezeichnet, zu Nutze machen. Stretchings, Dehnübungen, leichte Aufwärmeinheiten sowie Tipps und Tricks der anweisenden 'real Life' Trainer helfen im Zweifel nicht nur dem bösen Muskelkater vorzubeugen. Außerdem bekommt ihr dort immer wiederkehrende typische Michael-Schritte beigebracht. Seid ihr aufgewärmt, geht es ans Eingemachte! Geboten werden gesamt 29 verschiedene Michael-Songs, wobei anzumerken gilt, dass die Xbox 360 als auch PS3-Version - im Vergleich zur bereits im November 2010 erschienen Wii-Fassung - drei Songs mehr spendiert bekommen haben. Somit ergänzen die Songs 'Blood on the Dancefloor', 'Stranger in Moscow' und 'I just can't stop loving you' die restliche Auswahl - siehe auch unser extra Informations-Kasten.
