Stumpfe Massen von Zombies wollen unser Gehirn fressen. So nicht, ihr verdammten Untoten! BUMM! BUMM!
Deutsche Spiele sind zugegebenermaßen international nur selten konkurrenzfähig, weil sie leider auch nur selten wirklich gut sind. Die Anno-, Siedler- und Gothicreihen sind die Ausnahmen, die die Regel bestätigen. Und nur weil ein Spiel in Deutschland produziert wurde, ist das für uns noch lange kein Alleinstellungsmerkmal, das großen Lobes bedarf. Wir haben Trapped Dead von Crenetic deshalb als das angesehen, was es ist: Ein taktisches Zombie-Survival Game, das mit Dead Rising, Left 4 Dead und Resident Evil extrem gut bewertete und vor allem etablierte Konkurrenz hat. Kann es in der Reihe an Mitbewerbern bestehen?
Trapped Dead
Left 4 Dead macht Spaß. Es ist fordernd, teambasiert und verlangt neben Zielgenauigkeit auch Komunikation vom Spieler ab. Auch Killing Floor, ein älterer Genosse in der Riege der Zombie Koop-Shooter, macht vor allem mit Kumpels Spaß. Was die beiden gemeinsam haben: Die Perspektive! All diese Shooter und noch viele andere vergleichbare, lassen den Spieler aus der Egosicht auf Horden von Zombies losgehen. Man erlebt aus erster Hand, wie die Massen an Untoten auf einen zutorkeln, man sieht nicht was hinter einem ist, man verlässt sich auf die Kollegen. Trapped Dead bricht mit dieser Tradition und lässt den Spieler aus einer erhöhten Iso-Perspektive auf das Geschehen hinabblicken. Ein Beklommenheitsgefühl kommt dabei nicht so recht auf... Denn Überraschungen und Hinterhalte gibt es nicht, man sieht fast immer das gesamte Level.
Trapped Dead
Aber der Reihe nach: Der erste Hauptcharakter Mike ist mit seinem Kumpel Gerard im fetten Kabrio in der Wüste von Kansas unterwegs. Und natürlich geht ihnen das Benzin aus, aber nur knappe 5 Meter vor der nächsten Tanke. Vermutlich die einzige im Umkreis von Hunderten von Meilen. Das nenn ich mal Glück gehabt! Doof: Der Pächter wird gerade von einem Zombie gefressen, Mike weiß gar nicht, was los ist. Aber hey... Wenn schon ein Baseballschläger rumliegt, dann muss man den Tankwärten doch helfen! Während man drin noch in der Garage beschäftigt ist, Hebebühnen auf Doof-Zombies fallen zu lassen, lässt sich Gerard im Auto beißen. Na toll! Ein paar Kilometer weiter im Krankenhaus dann ein ähnliches Bild: Die Krankenschwestern sind blutunterlaufen und knabbern gemütlich an Patienten rum, es herrscht Chaos. Ein einziger Überlebender findet sich im Komplex: Prof. Harper. Der Mediziner weiß Rat und knallt Gerard in den Kopf. Hey, immerhin ist Zombieapokalypse!
Ich packe meinen Koffer und nehme mit: Eine Pumpgun
Trapped Dead
Harper bestätigt, was der Spieler schon längst weiß: Ein tragischer Unfall greift um sich und verwandelt ehrbare Leichen in hirnfressende Untote. Da helfen nur Schläge und Schüsse auf den Kopf. In einem amerikanischen Städtchen suchen wir noch nach weiteren Überlebenden, die zu uns stoßen, und wollen abhauen. Dabei hat jede der Einheiten seine eigenen Stärken und Schwächen - das Spiel erinnert also nicht nur optisch an die Commandos-Reihe, sondern auch inhaltlich!
